Archiv Juli 2012

BR-Rundfunkrat fordert öffentlich-rechtlichen Jugendkanal

BR-Rundfunkrat fordert öffentlich-rechtlichen Jugendkanal

von am 31.07.2012

Interview mit Bernd Lenze, Vorsitzender des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks
Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks unterstützt die Forderung nach einem öffentlich-rechtlichen Jugendkanal, wie ihn auch einige Intendanten bereits formuliert hatten. Das gehe aber nur, so der BR-Vertreter Bernd Lenze, wenn die Anstalten Etats zusammenlegen. Zugleich spricht sich Lenze dafür aus, Beschränkungen bei Online-Angeboten zu lockern, um so mehr Jugendliche anzusprechen. Wie sollen und können die Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft Jugendliche und junge Erwachsene besser erreichen. Dazu mehr im Gespräch. [mehr…]

Tagesschau-App: Ein „nutzloses“ Urteil

Tagesschau-App: Ein „nutzloses“ Urteil

von am 31.07.2012

Interview mit Dr. Werner Hahn, Justitiar des Norddeutschen Rundfunks (NDR)

Im Rechtsstreit um die Tagesschau-App unterstrich das Kölner Landgericht erneut, dass eine außergerichtliche Einigung zwischen den Verlegern und der ARD der bessere Weg sei. Grundsätzliche Leitlinien für die Gestaltung von Apps könne eine Wettbewerbskammer nicht beschließen, erklärt das Gericht. Daher könne kein Votum für oder gegen das gesamte Angebot gegeben werden. In welcher Weise überhaupt über den Rundfunkstaatsvertrag hinaus näher bestimmt werden kann, was unter „presseähnlich“ zu verstehen ist und wie eine gütliche Beilegung des Rechtsstreits aussehen kann, darüber berichtet Dr. Werner Hahn vom NDR. [mehr…]

Piratenpartei: Erneuerung des Urheberrechts längst überfällig

Piratenpartei: Erneuerung des Urheberrechts längst überfällig

von am 31.07.2012

Interview mit Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei
Diskussionen zur Notwendigkeit eines neuen Urheberrechts für die digitale Welt stehen mit Etablierung der Piratenpartei immer weiter oben auf der politischen Agenda. Warum dieses Thema so wichtig ist, welche Positionen die Piratenpartei zum Urheberrecht vertritt und wie Kreative von ihren allgemein verfügbaren Werken in einer modifizierten Wertschöpfungskette in Zukunft leben könnten, erläutert Bernd Schlömer. [mehr…]

Welche Chancen hat DAB+ als Nachfolge-Übertragungsstandard für UKW?

Welche Chancen hat DAB+ als Nachfolge-Übertragungsstandard für UKW?

von am 30.07.2012

Interview mit Klaus Schunk, Vizepräsident des VPRT
Rund 80 Prozent aller Deutschen hören täglich vier Stunden Radio. Und das überwiegend per UKW. Diese Tatsache bewog den VPRT, sich bei der TKG-Novelle vehement und erfolgreich dafür einzusetzen, ein konkretes Abschaltdatum für UKW zu verhindern. Zugleich startet der digitale Radiostandard DAB+. Klaus Schunk, Vizepräsident des VPRT, erläutert die Hintergründe, warum es besser ist, als Verband den Ausbau von DAB+ für Radio-Angebote nicht unbedingt zu fördern. [mehr…]

Neue Vertragskonditionen bei digitalen Verwertungsrechten notwendig

Neue Vertragskonditionen bei digitalen Verwertungsrechten notwendig

von am 30.07.2012

Interview mit Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei
Zur Stärkung der deutschen Film- und Fernsehproduktion unternimmt die Politik aus Sicht des Berufsverbands AG DOK zu wenig. Im Gespräch mit dem Chef der Berliner Senatskanzlei, Björn Böhning, werden politische Handlungsoptionen, der Stand der Verhandlungen und die Probleme freier Filmschaffende vor allem mit öffentlich-rechtlichen Auftraggebern, thematisiert. [mehr…]

Internetprovider sehen sich nicht in der Verantwortung bei Online-Piraterie

Internetprovider sehen sich nicht in der Verantwortung bei Online-Piraterie

von am 21.07.2012

Interview mit Dr. Wolf Osthaus, Head of Corporate & Regulatory Affairs, United Internet AG

Die jüngste Tagung des Wirtschaftsdialogs unter Teilnahme der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger endete erneut ergebnislos und für die Contentwirtschaft unbefriedigend. Zwar will das Bundesjustizministerium bis zur Sommerpause Vorschläge zur Verbesserung des Auskunftsanspruchs bei P2P-Netzwerken vorlegen, doch die gesamte Filehoster‐ und Streamingproblematik bleibt weiterhin ungelöst. Zu den Teilnehmern des Wirtschaftsdialogs gehört auch der Online-Provider United Internet AG. Dazu neun Fragen an den Cheflobbyisten eines der größten deutschen Internetanbieter, Dr. Wolf Osthaus. [mehr…]

Wie das Leistungsschutzrecht genutzt werden sollte – Blogger können vom Leistungsschutzrecht profitieren

Wie das Leistungsschutzrecht genutzt werden sollte – Blogger können vom Leistungsschutzrecht profitieren

von am 05.07.2012

Von Christoph Keese, Geschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG

Der Gesetzentwurf des Leistungsschutzrechts für Presseverlage ist in Blogs und Tweets lebhaft diskutiert worden. Es überwiegt die Kritik. Das neue Recht werde Bloggern schaden, die Meinungsvielfalt beschränken und das Netz zerstören, heißt es. Unklarheit der Gewerbedefinition führe zu Rechtsunsicherheit, Abmahnwellen und Prozesslawinen. Doch die Sorgen sind übertrieben. In Wahrheit müssen Blogger das Leistungsschutzrecht nicht fürchten, sondern können sogar von ihm profitieren. Hier sind seine vier guten Gründe: [mehr…]

Landesregierung NRW will eine strategisch-orientierte Medienpolitik betreiben – Konkrete Aktionen dürfen nicht zum Aktionismus führen

Landesregierung NRW will eine strategisch-orientierte Medienpolitik betreiben – Konkrete Aktionen dürfen nicht zum Aktionismus führen

von am 04.07.2012

04.07.12 Von Hannelore Kraft (SPD), Ministerpräsidentin in NRW

Eines der wirklich „dicken Bretter“, an denen wir im vergangenen Jahr gearbeitet haben, war die Neuordnung bei der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das bisherige Gebührenmodell wird ab 2013 durch ein Beitragsmodell ersetzt. Es gab Skepsis, ob der entsprechende Staatsvertrag angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen durchgesetzt werden könnte. Doch der Landtag Nordrhein-Westfalen hat Ende letzten Jahres diesem Staatsvertrag mit großer Mehrheit zugestimmt.

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Leistungsschutzrecht – der langsamste Schnellschuss aller Zeiten – Mehr Unsicherheit als Klarheit

Leistungsschutzrecht – der langsamste Schnellschuss aller Zeiten – Mehr Unsicherheit als Klarheit

von am 04.07.2012

Von Tabea Rößner, Medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Die Zeit der Spekulationen ist nun vorbei – so sollte man meinen. Gute zweieinhalb Jahre hat die Koalition gebraucht, um beim Leistungsschutzrecht für Presseverleger vor- und wieder zurückzurudern, anzukündigen, zu dementieren, zu verwerfen. Vergangene Woche nun wurde der Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht bekannt. Doch dieser Entwurf eignet sich nicht, um Spekulationen zu beenden. Im Gegenteil: Er gibt ihnen weiter Nahrung, weil vieles unklar bleibt und erst über Gerichtsentscheidungen gelöst werden wird. Was das Leistungsschutzrecht bringt, wem es nutzt und wer darunter leidet, werden wir also erst in einigen Jahren wirklich wissen.

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GEMA ist häufiges Ziel von Anonymous-Angriffen auf ihre Server – „Der Urheber entscheidet selbst, wer ihn vertritt“

GEMA ist häufiges Ziel von Anonymous-Angriffen auf ihre Server – „Der Urheber entscheidet selbst, wer ihn vertritt“

von am 04.07.2012

Interview mit Ursula Goebel, Direktorin Marketing und Kommunikation der GEMA

Die GEMA gehört zu den Lieblingsfeinden in der Internetcommunity. Die Verwertungsgesellschaft vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Gegenwärtig befindet sich die GEMA in einem Rechtsstreit mit YouTube. Wiederholt war der Server der GEMA Ziel von Hackerangriffen, so zuletzt am 14. und 15. Juni 2012. Der schwerste Anonymous-Angriff bisher fand Ende 2011 statt. Die Server der GEMA wurden attackiert und zeitweise lahmgelegt. Der Angriff hatte zu enormen Einschränkungen für Kunden und Mitarbeiter geführt.

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