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Interview mit Prof. Dr. Roland Reuß auf der Leipziger Buchmesse

von am 18.03.2013 in Allgemein, Archiv, Internet, Interviews, Medienpolitik, Medienregulierung, Musikwirtschaft, Netzpolitik, Netzpolitik, Plattformen und Aggregatoren, Regulierung, Urheberrecht, Verlage

<h4>Verlage:</h4> Interview mit Prof. Dr. Roland Reuß auf der Leipziger Buchmesse
Prof. Dr. Roland Reuß

18.03.13 Wie wird sich der Buchmarkt und das Bibliothekswesen mit der zunehmenden Digitalisierung von Büchern verändern?  medienpolitik.net fragte Prof. Dr. Roland Reuß (Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, Universität Heidelberg,  Honorarprofessor für Editionswissenschaft, FU Berlin und Initiator des Heidelberger Appells zur Publikationsfreiheit und der Wahrung des Urheberrechts) ), welchen Herausforderungen sich Verlage zukünftig stellen müssen und wo der Gesetzgeber handeln muss.


Er spricht sich unter anderem für eine Besteuerung des Logistikwesens beim Online-Handel aus und empfiehlt gesetzliche Reglungen, die Portobefreiung von Gegenständen mit Preisbindung unterbinden. Darüberhinaus fordert er die Regierung auf, bei internationalen Verhandlungen beim Umgang mit dem Geistigen Eigentum im Internet genauso harte Maßnahmen zu fordern wie beim Patentschutz der deutschen Automobilindustrie: „Wenn die Regierung weiterhin in diesen Bereichen untätig bleibt und alles nur noch auf nationaler und EU-Ebene, zum Thema macht, dann muss man sie daran erinnern, dass die Einführung des Internets bedeutet, dass im Bereich dieser Sphäre keine nationalen und auch keine Bündnisprofile gibt, die bevorzugt sind.“

 

Hat das Verlagswesen und der Buchhandel angesichts der zunehmenden Digitalisierung eine Zukunft?
Die Musikindustrie hat nach anfänglichem Klagen sich nun auf den Online-Handel eingestellt
und kann Dank der digitalen Verbreitung seit langem wieder den Absatz steigern. Wäre das für den Buchhandel nicht genauso denkbar?
Sie haben in einem Interview mit buchreport den Verkauf von E-Books als „killing maschines“ bezeichnet, warum?
Durch den Vertrieb von E-Books könnten Verlage durch Papier- und Druckkosteneinsparung doch wesentlich
kostengünstiger produzieren?
Ein E-Book kann auch nie vergriffen sein…?
Amazon ist zur Zeit in aller Munde. Wo sehen Sie die Gefahr und welche gesetzlichen Regelungen müssten getroffen werden?
Mann könnte auch argumentieren, dass Amazon das Interesse an Büchern und damit der Absatz im Allgemeinen erhöht…?
Wie sagen Sie zum urheberrechtlichen Aspekt?
Welche Maßnahmen müsste die Politik zum Schutz des Urheberrechts und des geistigen Eigentums ergreifen?
Fehlt dem Urheberrecht ein starker Lobbyisten-Verband?
Sehen Sie denn auch Vorteile für die Verlage, wenn Sie sich entscheiden, in den E-Book-Handel einzusteigen?
Prof. Dr. Honnefelder sprach in seiner Eröffnungsrede davon, dass sich jetzt einige Verlage für einen gemeinsamen Online-Handel zusammengeschlossen haben. Was halten Sie davon?

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