Pressemeldung vom 8. Mai 2013

von am 21.05.2013 in Allgemein

Pressemeldung vom 8. Mai 2013

Für einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal, DVB-T 2 und ein eigenständiges Medienrecht

medienpolitik.net mit exklusiver Videoberichterstattung vom Medientreffpunkt Mitteldeutschland 2013 in Leipzig

Berlin, 08. Mai 2013. medienpolitik.net berichtet mit aktuellen Interviews und Videobeiträgen vor Ort vom derzeit stattfindenden Medientreffpunkt Mitteldeutschland 2013 in Leipzig (http://www.medienpolitik.net). Im Interview mit medienpolitik.net äußern sich Branchenexperten zu gegenwärtig kontrovers diskutierten Themen.

Hinsichtlich der Diskussion um einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal erklärt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland: „Der Bedarf für einen Jugendkanal bzw. eine Jugendplattform ist unbestritten. Fraglich ist nur, welchen Weg wir gehen, um die Akzeptanz bei den Jugendlichen für ein solches Angebot zu finden. Es müssen ‚aus der Perspektive der Jugendlichen‘ die Stärken von ARD und ZDF genutzt werden“.

In Interviews fordern Dr. Andreas Bereczky, Produktionsdirektor des ZDF, und Siegfried Schneider, Präsident der BLM, gegenüber medienpolitik.net die politische Akzeptanz für die Weiterentwicklung des digitalen Antennenfernsehens DVB-T zum Format DVB-T 2, das eine höhere Qualität und eine Verschlüsselung ermöglicht. Trotz der Absage von RTL an DVB-T sehen beide Experten gute Chancen, dass DVB-T 2 im Jahr 2015 starten könnte.

Für ein eigenständiges Medienrecht plädiert der Kartellrechtler Prof. Dr. K. Peter Mailänder im Gespräch mit medienpolitik.net. „Das Kartellrecht ersetzt keinesfalls die Medienregulierung“, so Mailänder. Das Wettbewerbsrecht sei nicht geeignet, um mit Google und anderen großen Akteuren adäquat umzugehen. Presse, öffentlich-rechtliches und privates Fernsehen sowie das Internet bewegen sich längst auf einem Markt, sind aber völlig unterschiedlichen Regimes unterstellt. Das sei nach Ansicht Mailänders, der auch Mitglied der Kommission zur Ermittlung der Konzentration in den Medien (KEK) ist, nicht mehr zeitgemäß.

ENDE

medienpolitik.net-Newsletter
Anmeldung unter: http://www.medienpolitik.net/medienpolitik-net-email-update/

www.medienpolitik.net

Pressekontakt
medienpolitik.net
c/o GOLDMEDIA: Juliane Gille,
Tel: +4930-246 266-0, Juliane.Gille@Goldmedia.de

Kontakt Redaktion medienpolitik.net
info@medienpolitik.net
+4930-246 266-0
Redaktionsleitung: Helmut Hartung und Clemens Appel

medienpolitik.net
medienpolitik.net ist ein Gemeinschaftsprojekt des medienpolitischen Magazins promedia und des Medienberatungsunternehmens Goldmedia Political & Staff Advising GmbH. medienpolitik.net begleitet und kommentiert als Forum die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen in der Medien- und Netzpolitik. medienpolitik.net zielt auf eine breite Debatte zwischen den klassischen Vertretern der Contentwirtschaft, den neuen Online-Anbietern, der Netzgemeinde, den Nutzern und kreativen Urhebern.

Initiatoren des Projekts sind Staatssekretär a.D. Clemens Appel, Geschäftsführer der Goldmedia Political & Staff Advising GmbH sowie Helmut Hartung, Herausgeber und Chefredakteur des medienpolitischen Magazins promedia. Beide übernehmen die Redaktionsleitung von medienpolitik.net.

Pressemeldung als PDF

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen