Rundfunk:

Kann Web-TV DVB-T zukünftig ersetzen?

von am 26.06.2013 in Allgemein, Archiv, Internet, Medienpolitik, Medienregulierung, Netzpolitik, Netzpolitik, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Plattformen und Aggregatoren, Regulierung, Rundfunk

<h4>Rundfunk:</h4>Kann Web-TV DVB-T zukünftig ersetzen?
© Alex TV 2013

26.06.13 Am 18. Juni 2013 veranstaltete die mabb ein Symposium zum Thema „WebTV statt DVB-T – das Internet als mediale Basisversorgung?“. medienpolitik.net veröffentlicht in Kooperation mit Alex-TV die Videomitschnitte der Vorstellung der Studien und die daran anschließenden Diskussionen.

„Wird das freie Internet ohne zusätzliche Entgelte DVB-T als sozialverträgliche Mindestgrundversorgung eines Tages ersetzen können?“, fragte Dr. Hans Hege auf dem mabb-Symposium. Hierzu präsentierte Daniel Hürst von mediareports Prognos eine Studie, inwieweit das offene Internet am Beispiel von Berliner Haushalten DVB-T ersetzen könnte. Er konnte aufzeigen, dass derzeit noch nicht im ausreichendem Maß möglich wäre. So ist über die Hälfte des aktuellen DVB-T-Programmes nicht kostenlos im Internet verfügbar, aufgrund der angekündigten Datendrosselung der Telekom könnte das benötigte Datenvolumen nicht erreicht werden und es käme zur Überlastung der Netze. Unabhängig davon hätten drei Prozent der Berliner TV-Haushalte gar keine WebTV-Alternative.

Prof. Dr. Klaus Goldhammer zeigte in seiner Studie auf, dass die Anzahl von Video-Online-Nutzern stetig steigt. So lag die Videoportal-Nutzung bei 60 Prozent, die Nutzung von Videos insgesamt bei 70 Prozent. Schätzungen von Experten zufolge soll die nonlineare TV-Nutzung 2015 bei 15 Prozent liegen. So wird lineares Fernsehen mit 70 Prozent trotzdem weiterhin dominieren, die Parallelnutzung beider Übertragungsformen nimmt aber ebenfalls zu.

Ausgehend von den Ergebnissen der Studien diskutierte das mabb-Symposium im zweiten Teil die Bedürfnisse der Nutzer und die daraus resultierenden Reaktionen der Sender und Netzbetreiber auf die Veränderungen der digitalen Terrestrik („Veränderungen der Netze“ und „Distributionsstrategien für Inhalte“).

  • Die Präsentation der Studie „Kann das offene Internet in Ballungsräumen DVB-T als sozial verträgliche Basis-Fernsehversorgung ersetzen?“ (Daniel Hürst, mediareports Prognos) können Sie hier nachlesen.
  • Die Präsentation der Studie Terrestrisches Fernsehen und Free-TV in Metropolen – Ein internationaler Vergleich (Christian Möller, theinformationsociety.org) können Sie hier nachlesen.

Sehen Sie hier die Videos zum Symposium.

1) WebTV statt DVB-T – Das Internet als mediale Basisversorgung?

2) Zukunft der Netze und des Internets + Diskussionsrunde

3) Wie schauen wir in Zukunft TV? Distributionsstrategien über Inhalte

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen