Verlage:

Das E-Book: Editionsform mit Zukunft

von am 27.06.2013 in Allgemein, Internet, Netzpolitik, Netzpolitik, Verlage

<h4>Verlage: </h4>Das E-Book: Editionsform mit Zukunft
Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. I © Stephan Sasek

Börsenverein veröffentlicht dritte E-Book-Studie „Von der Perspektive zur Relevanz – Das E-Book in Deutschland 2012“

27.06.13  Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. 

Der deutsche Buchmarkt ist in Bewegung. Innerhalb eines Jahres hat sich im Endverbrauchermarkt der E-Book-Umsatz verdreifacht. Der Anteil stieg 2012 von 0,8 auf 2,4 Prozent. Die breit angelegte E-Book-Studie „Von der Perspektive zur Relevanz – Das E-Book in Deutschland 2012“ zeigt, dass die Buchbranche Aufbruchsstimmung verspürt und im E-Book weitreichenden Perspektiven sieht.

Das E-Book ist auf dem deutschen Buchmarkt nichts Exotisches mehr, es ist eine von mehreren Editionsformen – eine mit Zukunft. Potenzial nach oben ist da: Über die Hälfte der Verlage haben E-Books im Programm, 54 Prozent der Novitäten sind als E-Book erhältlich. Und auch der Buchhandel vor Ort sieht das Angebot von E-Books und E-Readern als Möglichkeit, Kunden zu binden. 73 Prozent der Sortimenter haben beides oder eines von beiden im Angebot.

Die Umsatzerwartungen von Verlagen und stationärem Sortiment driften allerdings auseinander. Sehen Verlage mit E-Books eine gute Umsatzmöglichkeit, beobachtet der Buchhandel vor Ort die dynamische Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Mehr als jede zweite Buchhandlung geht von Umsatzrückgang im klassischen Sortiment bis 2015 aus – im Durchschnitt von 16 Prozent.

Das nicht ohne Grund, denn so stieg beispielsweise der Umsatzanteil von E-Books am Gesamtumsatz der Verlage 2012 stärker als von den Verlagen geschätzt. Er lag bei 9,5 Prozent, erwartet worden waren lediglich 7,2 Prozent. Für 2013 werden 10,6 Prozent prognostiziert. Es ist eine Tatsache: Bei den meisten Verlagen gehört das E-Book fest zum Verlagsprogramm, lediglich 16 Prozent planen weiter ohne E-Books.

Im Sortimentsbuchhandel stagnierte 2012 der durchschnittliche Umsatzanteil von E-Books am Gesamtumsatz der Sortimente bei 0,5 Prozent. Für 2013 wird ein Anstieg auf 1,1 Prozent erwartet. Die Prognosen sind zurückhaltend, allerdings bleiben E-Books und E-Reader für den Buchhändler vor Ort ein wichtiges Thema: Nur noch 14 Prozent der Buchhändler planen zukünftig ohne E-Books oder E-Reader.

Die Studie motiviert Verlage und Buchhandlungen, das Aufgabenfeld E-Book aktiv anzugehen. Denn das künftige Geschäft wird zwar nicht allein mit E-Books gemacht, aber eben auch nicht mehr ohne.

 Die Studie ist hier erhältlich: 

„Von der Perspektive zur Relevanz: Das E-Book in Deutschland 2012“, Juni 2013, Hrsg. Börsenverein des Deutschen Buchhandels, 99,- €. Das PDF und das EPUB sind auf libreka! erhältlich, der Distributionsplattform der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, einer Wirtschaftstochter des Börsenvereins.

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