Pressemeldung vom 24. September 2013

von am 24.09.2013 in Allgemein

P r e s s e m e l d u n g

TOP-Themen auf medienpolitik.net

– Erste Tendenz zur Höhe der Einnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag im Oktober – Evaluierung erst Ende 2014
– Geplanter ARD/ZDF-Jugendkanal muss ohne zusätzliche Gebühren auskommen

Berlin, 24. September 2013. Bereits im Oktober 2013 soll es eine erste Hochrechnung zu den Einnahmen aus dem neuen Rundfunkbeitrag geben. Das teilte die ARD-Pressesprecherin, Ilka Steinhausen, in einem Gespräch gegenüber medienpolitik.net mit. Zugleich wies sie darauf hin, dass ein umstellungsbedingter Meldedatenabgleich aufgrund der Vielzahl der Daten noch bis zum Jahr 2015 dauern kann. Für die Umstellungsphase der Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag, die von 2011 bis 2016 dauern wird, seien rund 80 Mio. Euro geplant. Die Gelder werden eingesetzt, um zum Beispiel die Erfassung und Verarbeitung der Daten anzupassen, aber auch um zu informieren und zu beraten. Steinhausen erläuterte gegenüber medienpolitik.net auch, dass der ARD derzeit keine Informationen vorliegen, wonach Kommunen bzw. Kreise sich weigern, den Rundfunkbeitrag zu bezahlen. Zurzeit untersuche die ARD die von den Landkreisen und Kommunen angemahnten Belastungen des neuen Rundfunkbeitrages vorab, bevor die vom Gesetzgeber vorgesehene Evaluation dann voraussichtlich Ende 2014 vorläge.

Zur Diskussion um ein öffentlich-rechtliches Jugendangebot äußert sich auf medienpolitik.net der Chef der Bayerischen Staatskanzlei, Thomas Kreuzer. Kreuzer betont, dass der neu geplante Jugendkanal trimedial ausgerichtet sein müsse. Er hob zudem hervor, dass es für ein neues Jugendangebot keine zusätzlichen Gelder geben wird: „Ich gehe davon aus, dass die zunächst veranschlagten Mittel, die durch Streichung der drei Kanäle ZDFkultur, EinsExtra und EinsFestival eingespart werden, ein entsprechendes Angebot ermöglichen.“

Den jüngsten Altersdurchschnitt aller ARD/ZDF-Digitalkanäle erreicht mit 47 Jahren derzeit EinsPlus. Wie der Leiter von EinsPlus, Alexander von Harling, gegenüber medienpolitik.net erläutert, hat EinsPlus seit dem 16. September 2013 seine jungen Sendestrecken auf jetzt täglich rund 16 Stunden ausgeweitet. Unter dem Motto „Fernsehen für Dich!“ startete der vom SWR verantwortete ARD-Digitalkanal eine Reihe neuer Formate, neue Staffeln beliebter Sendungen und neue Inhalte für alle unter 30 Jahren. Der SWR hatte 2012 für das „Entwicklungslabor Junge Formate“, aus dem die meisten jungen Inhalte produziert werden, für drei Jahre jeweils etwa 4,5 Mio. Euro bereitgestellt.

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