Rundfunk:

So viel wie noch nie: Mehr als 550 private TV- und Hörfunkprogramme in Deutschland

von am 05.12.2013 in Allgemein, Archiv, Dualer Rundfunk, Rundfunk

<h4>Rundfunk:</h4>So viel wie noch nie: Mehr als 550 private TV- und Hörfunkprogramme in Deutschland

Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2012/2013“ in München präsentiert. medienpolitik.net hat zentrale Studienergebnisse zusammengefasst.

04.12.13. Die privaten TV-Programme erzielten im Jahr 2012 erstmals einen Gewinn von rund 1 Mrd. Euro. Insgesamt existieren in Deutschland  257 private Radio- und 298 Fernsehprogramme, die sich überwiegend aus Werbung finanzieren. Insbesondere die Anzahl der Hörfunkangebote ist spürbar gestiegen (plus 8 Prozent), unter anderem durch die Entstehung neuer DAB-Programme. Das Credo fällt allgemein positiv aus. Laut Studie  arbeiten die nationalen privaten Rundfunksender insgesamt seit 2012 profitabel. Nicht überraschend ist das Ergebnis, dass das lokale Fernsehen 2012 dagegen wie auch in den Jahren zuvor mit einer schwierigen wirtschaftlichen Lage zu kämpfen hat.

Die aktuelle Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2012/2013“ erscheint  mittlerweile zum zehnten Mal. Der Bericht wurde von der Strategieberatung Goldmedia (www.Goldmedia.com) und dem Medienjournalisten Guido Schneider im Auftrag von zehn Landesmedienanstalten unter Federführung der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien – BLM (www.blm.de) erarbeitet. Wie die Auswertungen zeigen, war der private Hörfunk 2012 in allen Segmenten wirtschaftlich erfolgreich und legte mit einem Umsatz von 665 Mio. Euro noch einmal deutlich zu (ggü. 2010: plus 21 Mio. Euro). Der Löwenanteil der Umsätze stammt dabei vom landesweiten (398 Mio. Euro) und lokalen Hörfunk (210 Mio. Euro). Auch zum bundesweiten Hörfunk ist 2012 Positives zu berichten: Betrachtet man die Entwicklung seit 2000, schaffte dieser mit einem Kostendeckungsgrad von 101 Prozent erstmals den Sprung in die Gewinnzone – Tendenz weiter steigend.

Neben dem privaten Hörfunk gelang es auch den privaten Fernsehveranstaltern (insgesamt betrachtet), zunehmend profitabel zu arbeiten. Sie schraubten ihre Gesamterlöse auf rund 6,5 Mrd. Euro (ohne Teleshopping). Die TV-Sender erwirtschafteten damit ein Umsatzplus von rund sechs Prozent gegenüber 2011. Diese positive Entwicklung ist beim Lokalfernsehen allerdings nicht spürbar. Es befindet sich trotz großer Beliebtheit bei den Zuschauern nach wie vor in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Während die Lokal-TV-Sender 2012 Einnahmen von insgesamt rund 97 Mio. Euro verzeichneten, mussten sie Kosten in Höhe von 107 Mio. Euro stemmen. Dabei machten den 144 Lokal-TV-Anbietern in Deutschland 2012 vor allem hohe Personal- und Verbreitungskosten zu schaffen.

Die Publikation „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks“ liefert ein profundes Bild über die Entwicklung der ökonomischen Lage und Struktur der deutschen Fernseh- und Hörfunkanbieter. Sie basiert auf einer Befragung und Erhebung bei allen bundesweiten, landesweiten und lokalen/regionalen Fernseh- und Hörfunkanbietern.

medienpolitik.net hat hier bereits die Kernergebnisse zusammengefasst:

131203 ergebnisse wirtschaftliche lage 2012_13_goldmedia_blm_kurzfassung from Goldmedia Group
Weitere Informationen zum vollständigen Ergebnisbericht finden Sie hier:
http://www.medienpuls-bayern.de
www.blm.de

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