Journalismus:

Nachrichtennutzung über das Smartphone steigt

von am 16.06.2014 in Allgemein, Archiv, Digitale Medien, Journalismus

<h4>Journalismus: </h4>Nachrichtennutzung über das Smartphone steigt
Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor Hans-Bredow-Institut, und Dr. Sascha Hölig, Senior Researcher Hans-Bredow-Institut I Fotos: © Hans-Bredow-Institut

Deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Survey 2014“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich vorgestellt

16.06.14 Präsentation von Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor Hans-Bredow-Institut, und Dr. Sascha Hölig, Senior Researcher Hans-Bredow-Institut

Apps auf dem Smartphone werden häufiger als Zugang zu Nachrichten genutzt. 32% der deutschen Onlinenutzer verwenden Smartphones, 15% Tablets, um sich durch Schlagzeilen auf dem Laufenden zu halten. Die gründlichere Nachrichtennutzung erfolgt aber noch immer über die klassischen Nachrichtenmedien, wie der Tageszeitung morgens und den Fernsehnachrichten abends. Videonachrichten spielen auf dem Smartphone nur eine geringe Rolle, weil größere Bildschirme bevorzugt werden und die Bandbreite mobil oft nicht ausreicht. Videos werden aber stärker über Tablets genutzt.

Dies sind Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Survey 2014“, dessen Befunde für Deutschland am 11. Juni 2014 vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung auf dem 5. Hamburger Mediensymposium „Wie informiert sich die Gesellschaft? Aktuelle Befunde und Perspektiven“ präsentiert wurden.

Starke Orientierung an klassischen Nachrichtenmedien

Im internationalen Vergleich auffällig ist die nach wie vor starke Orientierung der deutschen Onlinenutzer an den klassischen Nachrichtenmedien. Fast 90% schauen mindestens einmal in der Woche Fernsehnachrichten. Printmedien werden von 52% der deutschen Onliner regelmäßig genutzt, im Vergleich zum Vorjahr sind die Anteile in allen Altersgruppen allerdings rückläufig.

Vermehrte Nachrichtennutzung über Social Network Sites

Social Network Sites verzeichnen im Vergleich zu 2013 einen deutlichen Anstieg in allen Altersgruppen. Sie werden besonders von den jüngeren Altersgruppen als Quelle für Nachrichten genutzt. Dennoch ist die Relevanz des Fernsehens für Nachrichten in allen Altersgruppen weiterhin sehr hoch. Auch in der jüngsten Altersgruppe (18-24 Jahre) liegt das Fernsehen mit 39% als wichtigste Nachrichtenquelle nur einen Punkt hinter dem Internet (40%).

Bezahlinhalte stabil auf geringem Niveau

Die Bereitschaft, für Online-Nachrichten zu zahlen, bleibt stabil auf geringem Niveau. Die Bereitschaft, zukünftig zu bezahlen, ist jedoch etwas gestiegen (15%), sofern die einmal bezahlten Nachrichten für verschiedene Geräte angepasst werden und hier jederzeit verfügbar sind.

Informationen zur Studie

Die Studie basiert auf einer Online-Befragung in zehn Ländern, die das in Oxford ansässige Reuters Institute for the Study of Journalism im Januar/Februar 2014 zum dritten Mal durchgeführt hat. Das Hans-Bredow-Institut ist als Kooperationspartner verantwortlich für den deutschen Beitrag; es wurde dabei in diesem Jahr von den Medienanstalten unterstützt. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie viele Menschen sich im Fernsehen, im Radio, in den Printmedien oder online über das aktuelle Geschehen informieren und welche Geräte sie dabei benutzen.

Auf dem Mediensymposion, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg, wurden Detailergebnisse zur Situation in Deutschland sowie Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Veränderungen der Nachrichtenlandschaft präsentiert.

Download

Hier gelangen Sie zur Präsentation von Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Sascha Hölig

Der vollständige Bericht mit allen internationalen Befunden wurde am 12. Juni 2014 in London präsentiert und steht zum Download bereit.

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