Filmwirtschaft:

„Was gibt es besseres für unser Land als Film?“

von am 02.07.2014 in Archiv, Filmwirtschaft, Medienwirtschaft

<h4>Filmwirtschaft: </h4>„Was gibt es besseres für unser Land als Film?“
Manuela Stehr, Präsidentin der SPIO und Geschäftsführerin des X-Verleih

SPIO-Präsidentin fordert Festschreibung des Anteils für Kinokoproduktionen und TV-Produktionen

02.07.14 Interview mit Manuela Stehr, Präsidentin der SPIO und Geschäftsführerin des X-Verleih

In einem medienpolitik.net-Gespräch übt Manuela Stehr, Präsidentin der SPIO, Kritik an der rückläufigen Kofinanzierung bei Kinofilmen und der Vergütung bei der digitalen Verwertung von fiktionalen Angeboten durch die TV-Sender: „Der Begriff „Kinoförderung“ für die TV-Beteiligungen ist nicht richtig gewählt, denn die Sender erwerben über ihren Beitrag ein Lizenzrecht, um einen Film auszustrahlen. Das ist keine Förderung. Ich wünsche mir, dass in den Rundfunkstaatsverträgen festgeschrieben wird, welcher finanzielle Anteil für Kinokoproduktionen und TV-Produktionen auszugeben ist.“ Die Präsidentin des Dachverbandes der Filmwirtschaft fordert zudem eine stärke Konzentration der Filmförderung auf weniger Projekte.

medienpolitik.net: Frau Stehr, vor dem Filmfestival in Cannes haben viele deutsche Filmkritiker beklagt, dass wieder kein deutscher Film im Wettbewerb ist und dass es ein Zeichen für die geringe Qualität und Internationalität des deutschen Filmes ist. Monika Grütters hingegen sagte bei Ihrer Rede in Cannes, dass es um den deutschen Film bestens stehe. Wer hat Ihrer Meinung nach Recht?

Manuela Stehr: Wie so oft haben beide Seiten ein bisschen Recht. Der deutsche Film hat beim Festival in Cannes noch nie großartige Zeiten erlebt. Aber wenn man sieht, wie viele internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung in Cannes gelaufen sind, dann steht es um unsere Präsenz gar nicht so schlecht. Der Anteil dieser Koproduktionen hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Offensichtlich gehen die deutschen Produzenten stärker in die Welt und kreieren ihre Projekte zusammen mit Partnern. Andererseits muss man aber auch konstatieren, dass der deutsche Film nicht sehr mutig ist. Dabei spielt sicher auch unser Finanzierungsystem und wer entscheidet, eine wichtige Rolle. Und es stellt sich die Frage: Muss immer alles für eine große Masse konsumierbar sein? Oder können wir uns nicht auch an etwas extremere Themen wagen, die vielleicht eher ihren Weg nach Cannes finden?

medienpolitik.net: Jährlich entstehen rund 200 deutsche Filme. Trotz modernster Heimelektronik bleiben die Besucherzahlen in den Kinos und die Umsätze relativ stabil. Der deutsche Film wird, wie kaum eine andere Kulturbranche, mit 330 Mio. Euro gefördert. Welcher Branche geht es ebenso gut? Eigentlich gibt es keinen Grund zu klagen…

Manuela Stehr: Mein großes Kompliment an die Branche und insbesondere an die Kinos, die sehr viel getan haben um ihre Besucher zu halten und neue Besucher in die Kinos zu locken. Die bundesweite Filmförderung mit 330 Mio. Euro ist im Vergleich zu den jährlichen Ausgaben von Berlin für Oper und Theater in Höhe 220 Mio. Euro, dann doch ein relativ geringer Anteil der Unterstützung. Betrachtet man die Nachbarländer, so ist es in Frankreich das Doppelte und selbst in Österreich ist die Filmförderung, bezogen auf die Zahl der Produzenten, dreimal so hoch wie in Deutschland.

medienpolitik.net: Wo soll mehr Geld herkommen? Beim DFFF wird es sogar weniger…

Manuela Stehr: Die Frage, wo „mehr Geld herkommen soll“, werden wir natürlich im Zusammenhang mit der Novellierung des FFG diskutieren. Ich sehe bei den verschiedenen Plattformen durchaus Möglichkeiten.  Man sollte bei dieser Debatte stärker berücksichtigen, welche Effekte mit dem Geld erzielt werden, das in die Filmbranche fließt. Der Film bietet für viele Kreative aus verschiedenen Branchen hervorragende Arbeitsmöglichkeiten. Diese Qualität der Arbeitsplätze sucht Ihresgleichen. Filmförderung  ist damit zugleich Förderung der Kreativwirtschaft insgesamt. Zum anderen aktivieren Fördermittel wieder neues Geld. Beim DFFF zieht ein Euro aus dem Fonds 6 Euro Einnahmen in anderen Branchen nach sich. Das ist volkswirtschaftlich „total schick“. Zudem ist nun auch der Film laut Bundesverfassungsgericht Kultur- und Wirtschaftsgut zugleich. Das heißt, wir vermitteln auch noch ein Bild unseres Landes, unserer Gesellschaft und unserer Kultur in die ganze Welt. Was gibt es also besseres für unser Land als Film?

medienpolitik.net: Dennoch: Machen die zehn Millionen Euro weniger beim DFFF wirklich so viel aus?

Manuela Stehr: Ja, es macht wirtschaftlich und kulturell Sinn beim DFFF 10 Mio. Euro mehr bereit zu stellen. Die Summe von 60 Mio. Euro wird in jedem Jahr für die Projekte deutscher Produzenten ausgegeben. Die 10 Millionen braucht man als Puffer, wenn man in Deutschland weiter große internationale Filme drehen will und deshalb sind sie unter dem ehemaligen Kulturstaatsminister Bernd Neumann eingeführt worden. Diese internationalen Projekte wollen alle, denn sie schaffen Aufmerksamkeit für die Branche, es findet ein Knowhow-Transfer statt und es wird in Deutschland viel zusätzliches Geld ausgegeben. Auf der Berlinale wurden weder durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters noch durch andere diese 70 Mio. Euro in Frage gestellt. Die 10 Mio. Euro, die man nun kürzen will, kommen nicht aus dem Kulturhaushalt, sondern es war Geld, was durch den ehemaligen Kulturstaatsminister und die Branche vom Finanzministerium zusätzlich erkämpft wurde. Das ist meinem Erachten nach nicht das richtige Signal an die internationale und unsere nationale Filmbranche.

medienpolitik.net: Ist die Lobby für den deutschen Film in der Politik schwächer geworden? Denn der Kulturhaushalt von Monika Grütters ist doch um 90 Millionen Euro gewachsen…

Manuela Stehr: Das möchte ich nicht bestreiten. Irgendjemand stellt den Haushalt auf und irgendjemand plant und trifft Entscheidungen.

medienpolitik.net: Es bleiben aber dennoch mehr als 300 Mio. Euro. Wie kann man das Geld noch effektiver einsetzen?

Manuela Stehr: Nun stellt sich natürlich immer die Frage, werden in Deutschland zu viele Filme gedreht oder werden die richtigen gefördert? Von den erstaufgeführten Filmen sind rund 40 Prozent Debütfilme und Erstlingsfilme von Filmhochschulabsolventen. In die Filmstatistik fließt jeder Film ein, auch wenn er nur an einem Tag gezeigt wurde. Diese Filme dürfte man eigentlich nicht mitzählen. Aber es bleibt auch dann noch eine stattliche Anzahl. Sowohl die Produzenten als auch die Verleiher stellen sich manchmal die Frage: Musste dieser Film ins Kino kommen? Das hat natürlich mit unserem Fördersystem zu tun. Es ist gesetzlich festgelegt, dass der Verleih bei geförderten Filmen mindestens 40 Kopien in die Kinos bringt. Und diese vertragliche Regelung wird getroffen, wenn es möglicherweise noch nicht einmal ein Drehbuch gibt und die komplette Besetzung fehlt. Wie in anderen Bereichen können Fehler auftreten und es läuft nicht alles so, wie man es sich gewünscht hat. In dem einen oder anderen Fall könnte man am Ende zu der gemeinsamen Entscheidung kommen, dass es nicht so klug ist, den Film im Kino zu zeigen, was die meisten Kosten auslöst. Aber das lässt unser System nicht zu.

medienpolitik.net: Welche Rolle spielen die Fördergremien?

Manuela Stehr: Eine sehr wichtige. Wenn es kein Konzept gibt, was gefördert werden soll und was nicht – und das ist bei vielen Länderförderern leider der Fall – dann wird es schwierig, sich bei den Entscheidungen auf weniger zu konzentrieren. Ich sehe sehr viele systemimmanente Probleme. Wenn zum Beispiel der Produzent und wir als Verleih uns bezüglich eines Projektes einig sind, dann kann der Produzent seine Finanzierung über Sender, Länderförderung usw. zusammenstellen. Und dann geht er zur FFA, die sich als Schlussfinanzierer versteht, und hier bekommt der Produzent möglicherweise keine Förderung. Dann kann der Film nicht gedreht werden, obwohl vielleicht 80 Prozent gesichert sind. Das sind die Auswüchse unseres Systems, über die nachgedacht werden muss. Insbesondere, ob man die Förderung nicht stärker konzentrieren kann, denn bisher werden in der Regel die beantragten Förderbeträge auch noch gekürzt. Auch wenn der Produzent einen Teil der Gelder bekommen hat, bleibt meist eine Lücke die noch zu füllen ist und das verzögert oft den Drehbeginn. Leider sprechen wir über diese Themen bereits solange wie es Förderung gibt. Ich hoffe, dass man diese Fragen im Rahmen der großen Novellierung des FFG, die dann auf alle anderen Förderungen ausstrahlen wird, in Ruhe besprechen kann.

medienpolitik.net: Sie rütteln damit an unserem föderalen System. Eine stärkere Konzentration könnte bedeuten, dass ein Sonderfonds geschaffen werden muss, wo die Länderförderer einen Betrag einzahlen, damit man dann über eine zentrale Stelle das Geld vergeben kann.

Manuela Stehr: Das ist eine charmante Idee, über die ich gern diskutieren würde. Es ist ja nicht so, dass die Förderer nicht über die Projekte sprechen. Das ist schon ein guter Weg. Aber ein Problem bleibt, dass es weder für die Produzenten noch für die Verleiher eine Verlässlichkeit gibt, wann ein Film produziert wird. Man kann diesbezüglich noch an vielen Schrauben drehen und das ganze System effektiver und sicherer für die Produzenten und die Verleiher gestalten, ohne am Kultur-Föderalismus „zu rütteln“.

medienpolitik.net: Sprechen wir über das Fernsehen. Aus den überschüssigen Beitragseinnahmen bekommen Sie kein zusätzliches Geld. Soll die Politik festlegen, wie viel aus den Beitragseinnahmen für Kinoförderung auszugeben ist? Wie kommt man aus dem Dilemma heraus, das die Sender sagen: Wir geben schon genug und die Produzenten sagen: Ihr müsst uns mehr geben?

Manuela Stehr: Der Begriff „Kinoförderung“ für die TV-Beteiligungen ist nicht richtig gewählt, denn die Sender erwerben über ihren Beitrag ein Lizenzrecht, um einen Film auszustrahlen. Das ist keine Förderung. Ich wünsche mir, dass in den Rundfunkstaatsverträgen festgeschrieben wird, welcher finanzielle Anteil für Kinokoproduktionen und TV-Produktionen auszugeben ist. Aber auch die Sender müssen sparen. Die öffentlich-rechtlichen  Sender haben neben den hohen Pensionszahlungen, sehr hohe feste Kosten und gesetzlich fixierte Aufgaben, wie zum Beispiel die Nachrichtenberichterstattung. Die einzige Manövriermasse ist der fiktionale Bereich. Eine vertragliche Verstetigung der Aufwendungen für Kinokoproduktionen und TV-Produktionen im Rundfunkstaatsvertrag wäre natürlich für die deutsche Filmwirtschaft sehr hilfreich.

medienpolitik.net: Verstetigung bedeutet aber nicht Erhöhung…

Manuela Stehr: Nein, denn die Sender erhalten aus den Beitragseinnahmen nur das, was sie bei der KEF angemeldet haben. Und da sie nicht mehr angemeldet haben, gibt es auch kein zusätzliches Geld. So zum Beispiel haben sie keinen Cent für den Erwerb von Online-Rechten oder VoD angemeldet. Insofern lautet die Forderung, dass die Sender grundsätzlich mehr Geld für Kino- und TV Filme bei der nächsten KEF Anmeldung vorsehen.

Die ARD und das ZDF haben zwar ihre Ausgaben im fiktionalen Bereich insgesamt nicht gekürzt, aber dafür haben sie in den letzten zwei Jahren viel Geld in sogenannte „Leuchtturmprojekte“ investiert. Da zahlt zum Beispiel ein Sender pro Film acht Millionen Euro. Aber im Bereich des klassischen Kinobudgets, das zwischen 2,5 und 5 Millionen Euro liegt, ist der Kofinanzierungs-Beitrag dramatisch zurück gegangen. Das führt dazu, dass das Geld für viele mittelgroße Filme nicht mehr reicht. Denn die Förderbeträge pro Film wachsen nicht. Aus diesen Gründen haben wir derzeit einen desolaten Zustand bei vielen Produktionsunternehmen. Die Produzenten verschulden sich, um die Projekte dennoch zu realisieren, an denen sie bereits zwei oder drei Jahre gearbeitet haben, damit überhaupt wieder Geld in die Kasse kommt. Denn bis dahin haben sie nur Geld auf eigenes Risiko ausgegeben und bekommen letztendlich von allen immer zu wenig Förderung. Am Ende kostet ein Film was er kostet und im Ergebnis bleiben die Produzenten auf diesen Kosten sitzen. Das ist ein unhaltbarer Zustand.

medienpolitik.net:Stichwort digitale Vergütung: Es geht Ihnen um eine angemessene Vergütung der digitalen Rechte, darum, dass die Produzenten mehr Geld erhalten, wenn in den Mediatheken die Filme länger kostenlos zu sehen sind. Ist es Aufgabe der Politik, diese Fragen grundsätzlich zu regeln? Oder haben Sie den Eindruck, dass die Sender freiwillig bereit sind die digitale Verbreitung besser zu bezahlen?

Manuela Stehr: Leider haben wir den Eindruck nicht, deshalb ist bei diesen Problemen die Politik gefordert. Hierzu sind wir auch bereits in intensiven Gesprächen, denn wenn ein amerikanisches Studio oder ein anderer ausländischer Produzent seinen Film an einen öffentlich rechtlichen Sender verkauft, dann wird nur die Free TV-Lizenz verkauft. Und in diesem Falle steht im Rundfunkstaatsvertrag ganz klar, dass kein VoD-Recht besteht und keine Sieben-Tage-Verweildauer in der Mediathek gestattet ist. Das ist die Logik um die es geht.

medienpolitik.net: Aber bei deutschen Filmen ist es durch die Koproduktionen anders…

Manuela Stehr:  Diese Pseudokonstruktion, dass nicht Lizenzen erworben werden, sondern dass es sich um Koproduktionen handelt, ist ein Verfahren um Steuern einzusparen. Denn bei echten Koproduktionen müssten sich die Sender auch an Kostenüberschreitungen beteiligen. Im Rahmen der Auswertung eines Filmes ist es das teuerste, den Film ins Kino zu bringen, danach kommen DVD und VoD. Das sind Erlöse die ein Verleih braucht, damit er sich den ersten Schritt, die Geldausgabe für Marketing im Kino leisten kann. Wenn diese Rechte nicht mehr da wären, könnten wir keine Filme mehr herausbringen, denn für Verleih gibt es nur 20 bis 25 Prozent Förderung. Der Rest muss durch die Verwertungsrechte verdient worden sein. Bei meinen Gesprächen mit der Politik wurde deutlich, dass nicht immer klar ist, dass es inzwischen auch viele Fernsehfilme gibt, bei denen die Produzenten eigenes Geld in die Produktion stecken und somit der Beitragszahler nicht alles bezahlt hat. Die durchschnittliche finanzielle Beteiligung der Sender bei Kinokoproduktionen liegt bei 15 Prozent. Somit hat der Beitragszahler 85 Prozent nicht bezahlt.  Deshalb können den Produzenten und Verleihern nicht alle Rechte weggenommen werden. Selbst die Sender stellen Filme, die sie voll finanziert haben, nicht zwangsläufig nach der Erstausstrahlung in ihre Mediathek ein, sondern aus ökonomischen Gründen nutzen sie die Filme für Wiederholungen im klassischen Programm.

medienpolitik.net: Die Sender hoffen, durch eine längere Verweildauer in der Mediathek mehr junge Zuschauer zu erreichen, davon profitieren Sie letztendlich doch auch?

Manuela Stehr: Das Durchschnittsalter der Zuschauer von öffentlich-rechtlichen Sendern ist seit 10 Jahren auf demselben Niveau. Die Jungen hatte man schon verloren, bevor es mit dem Internet richtig losging. Was ich zum deutschen Film gesagt habe, trifft auch auf das Fernsehen zu: Die Sender können meinem Erachten nach nur durch Qualität des Programms und mehr Mut zu Neuem junge Zuschauer gewinnen. Zu meinen, mit dem gleichen Programm, Hauptsache es ist über den Computer zu sehen, würde man die junge Generation erreichen zu können, ist falsch.

medienpolitik.net: Sie müssen also froh gewesen sein, dass „Germanys Gold“ nicht zustande kam. Damit können Sie Ihre Rechte, bei denen es Fernsehbeteiligung gibt, an andere Mediatheken oder VoD-Plattformen verkaufen.

Manuela Stehr: Ja, das stimmt. Damit können wir an mehrere Anbieter verkaufen. Wir vergeben die Rechte nicht mehr exklusiv. Genauso wie wir DVDs an unterschiedliche Händler vertrieben haben, vertreiben wir auch über VoD unsere Filme an verschiedene Plattformen. Die Idee dabei ist, dass der Kunde die Plattform nutzen kann, die ihm angenehm ist und er überall unseren Film findet. Und das es uns möglich ist, daran Geld zu verdienen.

medienpolitik.net: Wann wird der Zeitpunkt kommen, dass Sie als Produzentin/Verleiherin mit VoD Geld verdienen können?

Manuela Stehr: Bei den neuen Filmen ist es bereits so. Bei „Cloud Atlas“ kam schon ein Drittel des Verdienstes aus VoD. Komplizierter ist es bei älteren Filmen. Doch bei Abonnements haben die Anbieter immer das Interesse ihren Kunden ein vielfältiges Angebot zu präsentieren, auch mit Filmen die schon 10 oder 15 Jahre alt sind. Dieser Markt wird weiter wachsen. Früher hatte ein Film eine bestimmte Lebensdauer und dann existierte er quasi nicht mehr, wenn ihn keiner mehr nachgefragt hat. Jetzt werden Filme ein ganz langes Leben haben. Ich bin darüber sehr glücklich. Unabhängig davon, wie viel Geld man dadurch mehr bekommt. Wirtschaftlich gesehen geht es bei neuen  Filme steil nach oben. Ein guter Film verkaufte sich bisher immer sehr gut auf DVD und so wird es auch bei VoD sein. Für die neuen Filme ist diese Art der Verbreitung ein kulturelles Geschenk und macht auch wirtschaftlich Sinn.

Der Beitrag wurde in der promedia-Ausgabe Nr. 7/2014 erstveröffentlicht.

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