Plattformen und Aggregatoren:

Video-on-Demand auf dem Vormarsch

von am 24.07.2014 in Archiv, Digitale Medien, Filmwirtschaft, Internet, Plattformen und Aggregatoren, Studie

<h4>Plattformen und Aggregatoren: </h4>Video-on-Demand auf dem Vormarsch
Prof Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia GmbH Strategy Consulting I Foto: © Goldmedia/Sigbert Georgi/Bildfuchs.de

Der Umsatz von S-VoD wird sich bis 2019 in Deutschland mehr als verfünffachen

24.07.14 Von Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer Goldmedia GmbH Strategy Consulting

Paradigmenwechsel im Medienmarkt: Der physische Besitz eines Produkts (z.B. eines Films) wird zunehmend uninteressant. Die digitale Verfügbarkeit u.a. von Streamings ist die Zukunft. Bis 2019 steigt der Gesamtumsatz imdeutschen Video-on-Demand-Markt nach einer Goldmedia-Prognose auf rund 750 Mio. Euro. Das jährliche Wachstum in diesem Segment beträgt ca. 50 Prozent. Ein Fünftel aller Onliner in Deutschland nutzt schon VoD-Angebote.

Das zeigt die von Goldmedia erstellte Studie „Video-on-Demand-Forecast 2014 – 2019“. Die Studie enthält Ergebnisse einer exklusiven Nutzerbefragung (n=1.100) sowie umfangreiche Analysen zu Anbietern, Geschäftsmodellen und Umsatzpotenzialen von Video-on-Demand in Deutschland.

Aus der Goldmedia-Onlinebefragung geht hervor: Die meisten der rund 20 Prozent VoD-Nutzer bevorzugen aktuell kostenloses Streaming auf werbefinanzierten VoD-Websites wie MyVideo oder ClipFish. Schon ein Drittel der befragten VoD-User gab an, einen Abo-Dienst (S-VoD) zu nutzen. Das Ausleihen oder Kaufen von einzelnen Filmen oder Serien dagegen hat an Bedeutung verloren.

Das Interesse für die Angebote ist also zweifelsfrei vorhanden, das heißt aber auch, der Wettbewerb auf diesem Markt wird zunehmen. Es gibt ein VoD-Nutzerpotenzial von einem Drittel aller deutschen Onliner. Das sind rund 18 Mio. Menschen.

Derzeit sind in Deutschland rund 50 VoD-Anbieter mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen unterwegs. Den Gesamtumsatz dieser Unternehmen schätzt Goldmedia auf rund 273 Mio. Euro (davon sind 28 Prozent werbefinanzierte Angebote).

Goldmedia geht davon aus, dass sich Abo-basiertes VoD am stärksten entwickeln wird. Der Umsatz von S-VoD wird sich bis 2019 mehr als verfünffachen, von derzeit 71 Mio. Euro (2014) auf dann 379 Mio. Euro. Die grundlegenden Voraussetzungen für die breitflächige Nutzung stehen: Die Bandbreiten sind vorhanden und die entsprechenden Endgeräte auf dem Markt. Und: Es gibt einen Tarifabschluss mit der GEMA sowie zunehmend Lizenzen von Videocontent durch die Filmstudios und TV-Produzenten.

 Weitere Informationen

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen