Rundfunk:

„Wir leben nicht im Überfluss“

von am 22.02.2017 in Allgemein, Archiv, Interviews, Journalismus, Medienwirtschaft, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Rundfunk

<h4>Rundfunk:</h4> „Wir leben nicht im Überfluss“
Patricia Schlesinger, rbb-Intendantin © rbb/Oliver Ziebe

rbb liefert mehr Inhalte für das Erste zu und will auch für FUNK mehr produzieren

22.2.17 Interview mit Patricia Schlesinger, rbb-Intendantin

Seit einem halben Jahr ist Patricia Schlesinger Intendantin der Berlin-Brandenburger ARD-Anstalt rbb. Bereits in den ersten Wochen hat sie für Schlagzeilen gesorgt: Programmreform des Fernsehens, neuer Programmdirektor, ab 1. Januar 2018 sendet das ARD-Mittagsmagazin aus Berlin. „Die wichtigste Forderung an das rbb-Fernsehen ist Relevanz, Bedeutung. Wir wollen ein für die Menschen in Berlin und Brandenburg wichtiges Programm anbieten, wenn möglich in allen Lebenslagen. Unsere Kernkompetenz liegt hier, in Berlin und Brandenburg“, so die rbb-Intendantin in einem medienpolitik.net-Gespräch. Zu den zusätzlichen Kosten für das Mittagsmagazin sagt Patricia Schlesinger: „Wir leben beileibe nicht im Überfluss, wir nähern uns der für unser Sendegebiet angemessenen Ausstattung an – von unten. Wenn wir jetzt das Programm reformieren, finanzieren wir das zu zwei Dritteln aus Umschichtungen und nur zu einem Drittel mit ,frischem‘ Geld aus den Rundfunkbeiträgen.“

medienpolitik.net: Frau Schlesinger, Sie sind seit einem halben Jahr rbb-Intendantin und haben gleich zu Beginn für Wirbel gesorgt, einiges verändert. Waren die ersten sechs Monate für Sie so einfach, wie es nach außen hin scheint?

Patricia Schlesinger: Nein, einfach vielleicht nicht, aber insgesamt empfand ich das Echo im rbb, die Lust und Leidenschaft bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als sehr positiv. Die Veränderungsbereitschaft ist sehr groß, gerade wenn es um das Fernsehen geht. Selbst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Sendung wir nicht fortsetzen oder neu positionieren wollen, haben mir den Willen und die feste Absicht zum Aufbruch signalisiert. Das war für mich sehr motivierend. Gleichzeitig ist klar, dass die Reformen für den einen oder anderen vor allem mit Blick auf die eigene berufliche und finanzielle Zukunft Unsicherheiten auslösen. Diese Unsicherheiten können wir auch nicht in jedem Einzelfall schnell zerstreuen, soviel Ehrlichkeit muss sein. Aber ich habe mehrheitlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen, die Spaß am und Lust auf Aufbruch haben.

medienpolitik.net: Hatten die Mitarbeiter schon Papiere mit Ideen für neue Sendungen im Schreibtisch?

Patricia Schlesinger: Auch das gab es, ich fand das prima. Ich habe in vielen Redaktionen mit vielen Menschen gesprochen, die ersten Ergebnisse sehen Sie in diesem Jahr auf dem Schirm – und ich hoffe mit Freude.

medienpolitik.net: Was sollen künftig die Kernkompetenzen des rbb-Fernsehens sein?

Patricia Schlesinger: Die wichtigste Forderung an das rbb-Fernsehen ist Relevanz, Bedeutung. Wir wollen ein für die Menschen in Berlin und Brandenburg wichtiges Programm anbieten, wenn möglich, in allen Lebenslagen. Unsere Kernkompetenz liegt hier, in Berlin und Brandenburg, und wer hier lebt, soll im rbb Fernsehen einen ständigen, vertrauten Begleiter finden, am besten einen Freund. Dazu bedarf es handwerklicher Klasse, Verlässlichkeit, eines hohen Maßes an Qualität.

medienpolitik.net: Zur Relevanz: Sie waren bei dem schrecklichen Terrorangriff am 19.Dezember 2016 der Konkurrenz anderer Sendern hautnah ausgesetzt und mussten sich dagegen behaupten. Wie relevant waren das rbb-Programm und die rbb-Redaktion an diesem Abend?

Patricia Schlesinger: Ich war mit der Berichterstattung sehr zufrieden, empfand sie als angemessen und kompetent. Eine etwas schnellere Live-Berichterstattung fehlte vielleicht, aber insgesamt hat der rbb bei diesem Ereignis gezeigt, was er kann.

medienpolitik.net: Muss man nicht möglicherweise Strukturen verändern, um schneller reagieren zu können?

Patricia Schlesinger: Sowohl Strukturen als auch die technische Ausstattung stehen auf dem Prüfstand. Hier bieten uns die Erfahrungen aus der Berichterstattung zum Anschlag wichtige Ansatzpunkte. Manches muss schneller und aktueller gehen, auch schlanker im Ablauf.

medienpolitik.net: Der rbb ist eine Zwei-Länderanstalt, was die Arbeit vielleicht nicht immer leichter macht. Und zugleich ist der rbb der Sender aus der Hauptstadt. Wie viel Hauptstadt muss sich im rbb wiederfinden?

Patricia Schlesinger: Die Hauptstadt muss in jedem Falle ihren Platz haben. Wir senden für Berlin und wir senden für Brandenburg, beide Länder müssen vorkommen. Vor allem müssen sich die Menschen, egal ob und wo sie in der Stadt oder auf dem Land leben, wiederfinden. Aus den Studios in Cottbus und Frankfurt/Oder kommt künftig ein neues Format mit dem Arbeitstitel „Erlebnis Geschichte“. Wir richten unser Programmschema aber nicht allein nach der Landkarte aus, sondern wir möchten Lebensgefühle abbilden – seien sie ländlich oder urban. Ich halte gar nichts von den Versuchen, mit allen Sendungen alle erreichen zu wollen. Wir müssen etwas zeigen für Menschen in Brandenburg, für Menschen in Berlin und für Menschen im gesamten Sendegebiet.

medienpolitik.net: Das rbb-Fernsehen liegt mit einem Marktanteil von ca. 6 Prozent am Ende der Dritten Programme der ARD. Grämt Sie das?

Patricia Schlesinger: Das grämt mich und ich möchte das mit meinen Kolleginnen und Kollegen gerne verändern. Berlin und Brandenburg sind unterschiedliche Fernsehmärkte, aber mit solchen Phänomenen kämpfen andere Sender ebenso. Das sind regionale Disparitäten, der WDR muss Kölner und Düsseldorfer unter einen Hut bringen, der NDR Kiel, Göttingen, Schwerin und Hamburg mit den jeweiligen Interessen und Bedürfnissen. Unterschiedlichen regionalen Bedingungen stehen fast alle Länderanstalten gegenüber. Diese Aufgabe ist lösbar. Wir haben die Chance, ein vielfältiges, buntes Programm machen, weil es so viele verschiedene Mentalitäten in Neukölln, Prenzlau oder Lübbenau gibt. Diese Vielfalt möchte ich bei uns im Fernsehen sehen, selbst wenn es dann vielleicht etwas länger dauert, mit dem Programm Identität zu stiften.

medienpolitik.net: Verbesserungsfähig ist aber nicht nur der Marktanteil im eigenen Sendegebiet, sondern auch die deutschlandweite Nachfrage nach rbb-Angeboten…

Patricia Schlesinger: Es stimmt, die bundesweite Quote ist nicht sehr hoch. Dieses Schicksal teilen wir zwar mit den anderen Dritten, aber unsere könnte tatsächlich etwas besser sein. Wir arbeiten darauf hin, dass sich künftig im Abendprogramm das eine oder andere findet, was unsere Region abbildet und gleichzeitig Menschen in Bayern und Niedersachsen interessiert.

medienpolitik.net: Sie haben das ARD-Mittagsmagazin nach Berlin geholt, was viele überrascht hat. Wird das Mittagsmagazin, das so oft angedachte Berlin-Magazin werden?

Patricia Schlesinger: Nein. Das Mittagsmagazin soll sichtbar aus Berlin kommen, aber die Sendung ist nicht in erster Linie ein Schaufenster für Berlin, sondern ein Nachrichtenmagazin. Daran wollen wir nichts ändern. Wir wären andererseits schlecht beraten, würden wir die großartigen Möglichkeiten, die unsere Stadt bietet, nicht nutzen – beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem ARD-Hautstadtstudio. Diese Konzepte entstehen gerade. Und da in Berlin unter anderem die große Politik und die große Kultur spielen, finden wir sicher immer spannende Themen.

medienpolitik.net: Mindestens 50 Prozent aller roten Teppiche werden in Berlin ausgerollt. Ist man vielleicht in der Vergangenheit ein bisschen „verklemmt“ herangegangen, all das was Berlin an Glamour zu bieten hat, auch zu zeigen?

Patricia Schlesinger: Nein, „verklemmt“ war und ist der rbb sicher nicht. Wir stehen vor der ständigen Herausforderung, mit dem Veränderungstempo in der Stadt und den sich parallel verändernden Erwartungen der Zuschauer an eine Berichterstattung aus Berlin Schritt zu halten. Es ergeben sich praktisch täglich neue Möglichkeiten, diese Stadt aus anderen, ungesehenen Perspektiven zu spiegeln. Das verfolgen wir mit Nachdruck. Glamour spielt im Mittagsmagazin sicher mal eine Rolle, auf ein Magazin mit mehr Berlin-Glamour Magazin müssen wir noch ein bisschen warten.

medienpolitik.net: Dem Bayerischen Rundfunk war eine Weiterführung des Mittagsmagazins zu teuer. Aber der kleinere und gewiss nicht reichere rbb kann es stemmen. Das habe ich nicht so richtig verstanden.

Patricia Schlesinger: Der Bayerische Rundfunk hat fast drei Jahrzehnte mit dem erfolgreichen Mittagsmagazin in der ARD Ehre eingelegt. In Bayern haben sich aber die Schwerpunkte der Berichterstattung verschoben, nicht zuletzt weil mein Kollege Ulrich Wilhelm mit dem Bayerischen Rundfunk von der Umstellung der Rundfunkfinanzierung weit weniger profitiert als der rbb. Der Wechsel hat also in der Tat auch mit Geld zu tun.

medienpolitik.net: Das heißt, Sie leben jetzt im Überfluss?

Patricia Schlesinger: Wir leben beileibe nicht im Überfluss, wir nähern uns der für unser Sendegebiet angemessenen Ausstattung an – von unten. Wenn wir jetzt das Programm reformieren, finanzieren wir das zu zwei Dritteln aus Umschichtungen und nur zu einem Drittel mit „frischem“ Geld aus den Rundfunkbeiträgen. Wir können insgesamt über mehr Geld verfügen als in den Vorjahren, das investieren wir in unser Programm.

medienpolitik.net: Sie müssen nach dem neuen Programmschlüssel aber auch für das Erste mehr zuliefern. Ihr Anteil ist von 6,6 auf 7,1 Prozent gestiegen. Das ist nicht so wenig. Sie müssen nicht nur für das eigentliche rbb-Programm mehr ausgeben, sondern auch für das Erste.

Patricia Schlesinger: Das stimmt, das wollen wir auch tun. Ich sehe den Schwerpunkt bei Film und Fiktion, die entsprechenden Gespräche im Kollegenkreis stehen aber noch aus.

medienpolitik.net: Ist der rbb mit den Themen, die es jetzt bereits im Ersten gibt, optimal vertreten?

Patricia Schlesinger: Thematisch bin ich mit unserem Angebot zufrieden. Unsere Dokumentationen haben eine eigene Handschrift und unsere Krimis einen hohen Wiedererkennungswert. Ich wünschte mir noch häufiger härtere Rechercheergebnisse aus der Region im Ersten, deshalb stärken wir das investigative Team in unserem Haus und unseren Reporterpool. Das eine oder andere fiktionale Angebot zusätzlich stünde dem rbb auch gut zu Gesicht. Fernsehen zu produzieren ist aber ein langwieriger Prozess. Wir können wenig von heute auf morgen verändern, das alles dauert eine Weile.

medienpolitik.net: Es gibt einen Verbund von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR. Könnte der rbb als vierter investigativer Partner mit dazu stoßen?

Patricia Schlesinger: Warum sollten wir mit diesem Verbund, den ich für sehr erfolgreich halte, projektbezogen nicht enger zusammen arbeiten? Mehr steht allerdings derzeit nicht zur Debatte.

medienpolitik.net: Es gibt aus der Dokumentarfilmszene in Berlin Kritik, dass der rbb zu wenige Aufträge vergibt. Sehen Sie eine Chance diesen Bereich auszubauen?

Patricia Schlesinger: Ich finde nicht, dass die Berliner Dokumentarfilmer zu kurz kommen. Wir werden den Bereich Film, Fiction und Serie, und dazu gehört auch die Dokumentation, anders aufstellen, vielleicht ergeben sich neue Chancen für Dokumentarfilmer.

medienpolitik.net: Sehen sie auch die Chance für eine regionale Serie, wie zum Beispiel zu Urzeiten „Die drei Damen von Grill“?

Patricia Schlesinger: Eine regionale Serie würde dem Sender natürlich sehr gut tun – wir denken darüber nach.

medienpolitik.net: Sie sagten, eine Programmreform ist eine Langstrecke. Wie viel Zeit geben Sie sich?

Patricia Schlesinger: Auf der erste Etappe im Jahr 2016 haben wir die Programmreform auf den Weg gebracht, 2017 gibt es die ersten neuen Sendungen. Das Jahr 2018 wird stärker von kleinteiligen Anpassungen geprägt sein und ich möchte, dass sich der Marktanteil von da an nach oben verändert.

medienpolitik.net: Haben Sie sich ein konkretes Ziel gesetzt?

Patricia Schlesinger: Ich würde den Sender gern um die sieben Prozent positionieren. Der rbb sollte sich 2018 im Mittelfeld der ARD-Dritten befinden.

medienpolitik.net: Relevanz und Glaubwürdigkeit sind zwei Stichworte in der Debatte über die Rolle der Medien in unserer Gesellschaft. Ist das eine Scheindebatte oder betrifft das auch den öffentlich–rechtlichen Rundfunk und den rbb?

Patricia Schlesinger: Ich glaube, sie betrifft alle Sender und natürlich auch den rbb. Wenn Menschen „Lügenpresse“ rufen oder unsere Reporterinnen und Reporter gewaltsam angehen, dann können wir nicht von einer Scheindebatte sprechen. Die lautstarke Kritik kommt auch nicht mehr nur von den ideologischen Rändern, sondern aus der Mitte der Gesellschaft. Deshalb müssen wir, müssen die Medien dem aktiv begegnen. Wir sollten viel mehr erklären und besser darstellen, was wir wie warum tun. Ich bin froh, wenn die ARD insgesamt größere Transparenz und Dialogbereitschaft zeigt, um deutlich zu machen, welche unverzichtbare Rolle der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer konvergenten und diversifizierten Medienwelt spielt und wie wichtig Qualitätsjournalismus für unsere Demokratie ist. Die Kernaufgabe der Öffentlich-Rechtlichen ist und bleibt, Orientierung zu geben und Einordnung vorzunehmen. Der Bedarf daran sinkt nicht, sondern nimmt kontinuierlich zu. Deshalb setze ich im rbb bei Informationen und investigativer Recherche deutlichere Akzente, ohne zu vergessen, wie relevant Unterhaltung sein kann. Diese Debatte betrifft uns und verändert uns.

medienpolitik.net: Aber wie schaffen Sie in Nachrichtensendungen wie „Abendschau“ oder „Brandenburg aktuell“, die von den Themen des Tages geprägt sind, mehr Transparenz, Hintergrund und Glaubwürdigkeit, um damit Überzeugender zu wirken?

Patricia Schlesinger: Wie gesagt: Wir erklären mehr und sind schneller und direkter mit den Zuschauerinnen und Zuschauern in Kontakt. Das geschieht zum Teil direkt über das Netz, zum Teil über die Kanäle unserer Service-Redaktionen. Und wir denken parallel über partizipatorische Sendungen und Formate für unser Publikum nach, da gibt es noch großen Gestaltungsspielraum.

medienpolitik.net: Welche Rolle spielen künftig dabei die Präsenz des rbb in den Online-Medien und auf Online-Plattformen?

Patricia Schlesinger: Beim rbb sind alle Mediengattungen schon seit 2009 in einer Programmdirektion gebündelt, eine sehr gute Idee meiner Vorgängerin. Bisher konnte der Sender seine strukturellen Vorteile wegen seiner schlechten finanziellen Ausstattung selten in programmliche Vorzeigeprojekte ummünzen. Deshalb habe ich Multimedialität bei meinem Amtsantritt als ein zentrales Thema benannt. Wir verfügen über sehr gute Voraussetzungen, weiterzukommen und das soll uns auch gelingen.

medienpolitik.net: Der rbb war meines Wissens der erste Sender, der einen gemeinsamen Programmdirektor hatte. Wie wollen Sie das von Ihnen benannte Defizit kurzfristig ändern?

Patricia Schlesinger: Kurzfristig geht da leider kaum etwas, aber wir packen es an. Im März nimmt Jan Schulte-Kellinghaus, unser neuer Programmdirektor im rbb, seine Arbeit auf. Auch er wird sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen.

medienpolitik.net: Seit Oktober 2016 ist FUNK online. Werden Sie hier künftig mehr zuzuliefern?

Patricia Schlesinger: Selbstverständlich. Wir liefern bereits drei Formate zu. Die Arbeit an diesen Online-Formaten verändert den rbb und unsere Sicht auf das Programm. Was wir im non-linearen Bereich entwickeln, wirkt auf das lineare Programm zurück.

medienpolitik.net: Wie aktiv ist der rbb, Angebote in sozialen Netzwerken zu platzieren und somit die Glaubwürdigkeit des Programms auch in die sozialen Netzwerke zu tragen?

Patricia Schlesinger: Wir dürfen uns nicht verzetteln, da ist Masse nicht immer gleichbedeutend mit Klasse. Viele unserer Sendungen sind bereits gut in den sozialen Netzwerken vertreten. Wir achten drauf, dass die Nutzung hier kontinuierlich steigt.

medienpolitik.net: Geht auch hier mehr?

Patricia Schlesinger: Mehr geht immer. Das lineare Fernsehen ist zwar faktisch unangefochten, die Nutzungsdauer hat sich kaum verändert. Aber perspektivisch gesehen holen sich die Menschen in der kommenden Dekade ihre medialen Angebote aus dem Netz. Darauf müssen wir uns selbstverständlich einstellen.

medienpolitik.net: Wo und in welchen Bereichen könnte der rbb innerhalb der ARD eine Art Schrittmacherfunktion übernehmen, innovativ vorangehen und Impulse setzen?

Patricia Schlesinger: Wir sollten uns darauf konzentrieren den rbb als Hauptstadtsender, als Sender aus der Hauptstadtregion sichtbar zu machen. Das ist mein Anliegen für die kommenden Jahre. Wenn wir das schaffen, sind wir schon gut dabei.

Der Beitrag wurde in der promedia-Ausgabe 02/17 erstveröffentlicht.

Print article

Kommentieren

Bitte Pflichtfelder ausfüllen