Dualer Rundfunk

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: </br> Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk:
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

von am 24.09.2012

Gastbeitrag von Claus Grewenig, Geschäftsführer VPRT

Das Thema Online-Kanäle ist nicht zuletzt aufgrund der Debatten um ein „ARD Sportradio“ sowie die Berichterstattung zu Olympia 2012 in den Blickpunkt gerückt – betrifft aber eine sehr viel allgemeinere Frage: die Grenze zwischen Beauftragung linearer Programmangebote im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und dem Online-Angebot in Telemedien. Aktuell hat der NDR Sportereignisse wie den „Davis Cup“ im Tennis per Livestream in sein Online-Angebot „verschoben“. [mehr…]

Strukturwandel in der Medienaufsicht?

Strukturwandel in der Medienaufsicht?

von am 23.09.2012

Gastbeitrag von Ruprecht Polenz, Vorsitzender ZDF-Fernsehrat

Der Wandel, der uns dieser Tage über einen Strukturwandel in der Medienpolitik und der Medienaufsicht nachdenken lässt, ist vor allem in einem technischen Umbruch begründet. Einer medialen Revolution, die so rasant neue Kommunikationsformen schafft und wieder über Bord wirft wie nie zuvor. Für die Medienpolitik und -aufsicht heißt dies zwangsläufig, häufig nicht rasch genug agieren zu können. Das mag in manchen Fällen nicht tragisch erscheinen, da gerade in der Politik Schnellschüsse eher nicht zielführend sind. In manchen Feldern ist ein Zuwarten jedoch fatal - und zwar dort, wo es um die jüngsten Mediennutzer geht - im Bereich des Jugendmedienschutzes. Der Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Ruprecht Polenz über die Landesmedienanstalten und die Frage nach effektiver Aufsicht, denn „auch beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk muss die binnenplurale Gremienaufsicht sich und ihre Arbeit stets kritisch hinterfragen.“ [mehr…]

Medienpolitische Relevanz der Olympia-Streaming-Angebote von ARD und ZDF

Medienpolitische Relevanz der Olympia-Streaming-Angebote von ARD und ZDF

von am 27.08.2012

Dr. Johannes Beermann (CDU), Chef der Staatskanzlei Sachsens und Albrecht Gerber (SPD), Chef der Staatskanzlei Brandenburg im Interview
Ob das Fernsehen noch Fernsehen bleibt und wie in Zukunft der öffentlich-rechtliche Rundfunk junge Zielgruppen erreichen kann, darüber spricht der Chef der Staatskanzlei Sachsens, Dr. Johannes Beermann. Kritisch sieht er die hohen Kosten der Digitalkanäle von ARD und ZDF. Konträr dazu spricht sich hingegen Albrecht Gerber gegen die Einstellung der Digitalkanäle von ARD und ZDF aus. [mehr…]

BR-Rundfunkrat fordert öffentlich-rechtlichen Jugendkanal

BR-Rundfunkrat fordert öffentlich-rechtlichen Jugendkanal

von am 31.07.2012

Interview mit Bernd Lenze, Vorsitzender des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks
Der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks unterstützt die Forderung nach einem öffentlich-rechtlichen Jugendkanal, wie ihn auch einige Intendanten bereits formuliert hatten. Das gehe aber nur, so der BR-Vertreter Bernd Lenze, wenn die Anstalten Etats zusammenlegen. Zugleich spricht sich Lenze dafür aus, Beschränkungen bei Online-Angeboten zu lockern, um so mehr Jugendliche anzusprechen. Wie sollen und können die Öffentlich-Rechtlichen in Zukunft Jugendliche und junge Erwachsene besser erreichen. Dazu mehr im Gespräch. [mehr…]

Tagesschau-App: Ein „nutzloses“ Urteil

Tagesschau-App: Ein „nutzloses“ Urteil

von am 31.07.2012

Interview mit Dr. Werner Hahn, Justitiar des Norddeutschen Rundfunks (NDR)

Im Rechtsstreit um die Tagesschau-App unterstrich das Kölner Landgericht erneut, dass eine außergerichtliche Einigung zwischen den Verlegern und der ARD der bessere Weg sei. Grundsätzliche Leitlinien für die Gestaltung von Apps könne eine Wettbewerbskammer nicht beschließen, erklärt das Gericht. Daher könne kein Votum für oder gegen das gesamte Angebot gegeben werden. In welcher Weise überhaupt über den Rundfunkstaatsvertrag hinaus näher bestimmt werden kann, was unter „presseähnlich“ zu verstehen ist und wie eine gütliche Beilegung des Rechtsstreits aussehen kann, darüber berichtet Dr. Werner Hahn vom NDR. [mehr…]

Welche Chancen hat DAB+ als Nachfolge-Übertragungsstandard für UKW?

Welche Chancen hat DAB+ als Nachfolge-Übertragungsstandard für UKW?

von am 30.07.2012

Interview mit Klaus Schunk, Vizepräsident des VPRT
Rund 80 Prozent aller Deutschen hören täglich vier Stunden Radio. Und das überwiegend per UKW. Diese Tatsache bewog den VPRT, sich bei der TKG-Novelle vehement und erfolgreich dafür einzusetzen, ein konkretes Abschaltdatum für UKW zu verhindern. Zugleich startet der digitale Radiostandard DAB+. Klaus Schunk, Vizepräsident des VPRT, erläutert die Hintergründe, warum es besser ist, als Verband den Ausbau von DAB+ für Radio-Angebote nicht unbedingt zu fördern. [mehr…]

ARD und ZDF sollen nur im Rahmen ihres Auftrages kommerziell tätig werden – Zwischen Funktionsauftrag und Marktkonformität

von am 03.07.2012

Von Dr. Christine Seehaus, LL.M., Geschäftsführerin des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln 

Zum Thema „Kommerzielle Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ fand am 15. Juni 2012 die 46. öffentliche Jahrestagung des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln statt. Unter der Leitung des geschäftsführenden Direktors des Instituts, Professor Dr. Karl-Eberhard Hain, wurden Einblicke in die Praxis sowie in die unions- und verfassungsrechtlichen Grundlagen kommerzieller Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geboten. Ein Schwerpunkt war die Sicherstellung der Auftrags- und Marktkonformität kommerzieller Tätigkeiten.

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Tageswebschau als Start für mehr junge Angebote der ARD: „Es ist höchste Zeit“

Tageswebschau als Start für mehr junge Angebote der ARD: „Es ist höchste Zeit“

von am 02.07.2012

Interview mit Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen

Am 4. Juni ist das neue Onlinemagazin „Tageswebschau“ gestartet, das in Bremen als gemeinsames ARD-Projekt von Radio Bremen, der „Tagesschau“ und You FM vom Hessischen Rundfunk produziert wird. Die „Tageswebschau“ informiert kurz und knapp über aktuelle Themen – immer mit Blick aufs Netz. Über einen interaktiven Webplayer steht die Sendung rund um die Uhr zur Verfügung, ergänzt um weitere Informationen. Die „Tageswebschau“ wird in verschiedenen öffentlich-rechtlichen Digitalkanälen, wie zum Beispiel Tagesschau24 und EinsPlus und auf den Websites der jungen ARD-Hörfunkwellen ausgestrahlt. Für die „Tageswebschau“ gab es Lob von jungen Zuschauern und Kritik vom privaten Rundfunk.

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DSDS: 100 Millionen Videos wurden von der aktuellen Staffel im Internet abgerufen – „Auch TV-Formate haben eine Art Lebenszyklus“

DSDS: 100 Millionen Videos wurden von der aktuellen Staffel im Internet abgerufen – „Auch TV-Formate haben eine Art Lebenszyklus“

von am 28.06.2012

Interview mit Tom Sänger, Bereichsleiter Unterhaltung Show & Daytime, RTL Television

In den letzten Wochen ist viel von einer „Krise der Fernsehunterhaltung“ die Rede. Das Scheitern von „Gottschalk live“, das Aus von Harald Schmidts Late-Night-Show, sinkende Quoten bei DSDS und dem „Dschungelcamp“ werfen Fragen nach dem Erfolg von Unterhaltungsangeboten in einer sich schnell verändernden Medienlandschaft auf. Deshalb sprach promedia mit Tom Sänger, Bereichsleiter Unterhaltung Show & Daytime, RTL Television über die „Krise“. [mehr…]

Medienrechtler bezweifelt Zulässigkeit von Werbung auf Germany‘s Gold – „Es gibt keine Verpflichtung zu kommerziellen Tätigkeiten“

Medienrechtler bezweifelt Zulässigkeit von Werbung auf Germany‘s Gold – „Es gibt keine Verpflichtung zu kommerziellen Tätigkeiten“

von am 28.06.2012

Interview mit Prof. Dr. Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstitutes

Unternehmen der deutschen Medien- und Produktionsbranche, darunter auch Töchter von ARD und ZDF, haben die Germany‘s Gold GmbH mit Sitz in Berlin gegründet. Sie wollen gemeinsam eine Video-on-Demand-Plattform nach dem Vorbild des US-Anbieters Hulu starten. Die Inhalte sollen sowohl durch Abrufentgelte als auch durch Abonnements und Werbung finanziert werden. In einem Gespräch macht der renommierte Medienrechtler Prof. Dr. Dieter Dörr deutlich, dass es zweifelhaft ist, „ob Werbung auf solchen Plattformen ohne Weiteres zulässig ist“.

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