Must-Carry-Rules

von am 17.06.2013 in

Must-Carry-Rules sind gesetzliche Verbreitungsverpflichtungen für Plattformanbieter und Kabelnetzbetreiber. Die Regeln zur digitalen Verbreitung sind unter § 52b des Rundfunkstaatsvertrages festgelegt. Darin steht: „Der Plattformanbieter hat innerhalb einer technische Kapazität im Umfang von höchstens einem Drittel der für die digitale Verbreitung von Rundfunk zur Verfügung stehenden Gesamtkapazität sicherzustellen, dass a) die erforderlichen Kapazitäten für die für die bundesweite Verbreitung gesetzlich bestimmten beitragsfinanzierten Programme sowie für die Dritten Programme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einschließlich Programm begleitender Dienste, zur Verfügung stehen; […]“. Der Anbieter muss darüber hinaus auch die Zusatzdienste, wie Untertitel und Audiodeskription, EPG, HbbTV-Angebote, Dolby-Ton u. ä. mit bereitstellen.
Die Regeln zur analogen Verbreitung werden in den Landesmediengesetzen festgelegt und differieren von Bundesland zu Bundesland.

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