Elmar Giglinger und Sybille von Obernitz fordern Medienpolitik zu interdisziplinären Austausch und EU-Gesamtkonzept (Medienwoche@IFA 2012)

von am 04.09.2012

In seiner Eröffnungsrede stellt Elmar Giglinger, Geschäftsführer des  Medienboard Berlin-Brandenburg, im Rückblick auf die Medienwoche@IFA 2011  fest, dass sich nur wenig bei der Entwicklung des Urheber- und Leistungsschutzrechts getan hat. Auch in Fragen der Plattformregulierung wirft Giglinger mit seiner Kritik  den Ball der Politik zu und plädiert für gerechtere und medienspezifische Lösungen. Vor dem Hintergrund des Mottos der Medienwoche@IFA  in diesem Jahr „Digitale Werte“ merkt er an, dass sich die digitale Gesellschaft nur durch die Wechselwirkung von Wissenschaft, Innovation und Medien weiterentwickeln könne – in Form eines interdisziplinären Austauschs.

Für Sybille von Obernitz, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung in Berlin, sei vor allem die Kluft im Rechtsrahmen der Medienordnung ein Problemfeld, das aus ihrer Sicht nur mit einem Gesamtkonzept auf europäischer Ebene für die Kommunikationsbranche bewältigt werden könne. „Ein neues Denken ist gefragt“, so von Obernitz. Sie fordert die Politik auf, sich mehr auf einen Interessenausgleich beim Daten- und Verbraucherschutz zu konzentrieren, aber auch Instrumente zur Sicherung der Meinungsvielfalt zu entwickeln –  trotz bestehender Kluft zwischen traditioneller Medienpolitik und rasanter technologischen Entwicklungen. Wichtig sei zudem die Transparenz von politischen Entscheidungen und, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ernsthafter auf die Erfüllung seines Auftrags, insbesondere mit Blick auf die junge Zielgruppe, konzentriere.

 

Das Video sowie die dokumentarische Betreuung der Medienwoche@IFA 2012 ist ein Projekt von Alex-Berlin TV.

 

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