Mehr als jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren liest täglich die gedruckte Zeitung

von am 24.07.2020 in Aktuelle Top Themen, Archiv, Digitale Medien, Gesellschaftspolitik, Journalismus, Medienwirtschaft, Verlage

Mehr als jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren liest täglich die gedruckte Zeitung

Täglich verkaufen die Zeitungen mehr als zwei Millionen digitale Zeitungsausgaben

24.07.2020. Tag für Tag greifen 36,8 Millionen Bürger in Deutschland zu einem gedruckten Zeitungsexemplar. Die Reichweite der Tageszeitungen liegt damit bei 52 Prozent. Das heißt, mehr als jeder zweite Deutsche ab 14 Jahren liest täglich eine Printausgabe (Quelle: ma Tageszeitungen 2020). Ergänzt wird dies durch die steigende Reichweite der digitalen Zeitungsangebote: Sie verzeichnen täglich 16,3 Millionen Nutzer und erreichen damit 23,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren (AGOF digital facts Juni 2020). Die E-Paper-Auflage der Zeitungen wächst um gut 20 Prozent. Täglich verkaufen die Zeitungen damit mehr als zwei Millionen digitale Zeitungsausgaben.

„Egal ob gedruckt auf Papier oder digital: Den Menschen ist der zuverlässige Journalismus der Zeitungen wichtig. Mehr Leserinnen und Leser denn je nutzen das vielfältige Angebot der deutschen Zeitungen. Gerade während der Corona-Pandemie zeigt sich einmal mehr, wie unverzichtbar die Zeitungen für die Gesellschaft sind“, kommentiert Katrin Tischer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), die aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma). Die größte Leserschaft haben die regionalen Abonnementzeitungen mit 29,9 Millionen täglichen Printlesern. 42,3 Prozent der Bevölkerung lesen damit die regionalen Titel auf Papier, 9 Millionen täglich digital. Kaufzeitungen erreichen gedruckt 8,9 Millionen Leser, die überregionalen Abonnement-Zeitungen 3,7 Millionen.

Wer gut verdient, liest besonders gern Zeitung

Zwei Drittel (65,2 Prozent) der Personen mit 3.000 Euro Nettoeinkommen und mehr sind Tageszeitungsleser. Insgesamt gilt: Die Zeitungsreichweite – sowohl gedruckt als auch digital – ist in gut situierten Zielgruppen mit hoher Bildung und guter beruflicher Position überdurchschnittlich hoch.

Zwar setzt die Zielgruppe der unter 40-Jährigen überwiegend auf die digitalen Kanäle – 81,6 Prozent nutzen mindestens einmal im Monat die digitalen Zeitungsangebote -, aber ein Drittel von ihnen (32,4 Prozent) liest auch die Papierversion.

E-Paper-Auflage erstmals über 2 Millionen

Die E-Paper-Auflage der deutschen Zeitungen ist im 2. Quartal 2020 um 20,81 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Die digitale Auflage hat damit erstmals die Zwei-Millionen-Grenze überschritten und liegt bei 2.003.448 verkauften Exemplaren pro Erscheinungstag. Damit sind knapp 13 Prozent der Gesamtauflage der Zeitungen inzwischen digital – etwa jede achte verkaufte Zeitung ist ein E-Paper.

Mehr als die Hälfte der verkauften E-Paper wird per regelmäßigem Abonnement bezogen. Im 2. Quartal 2020, dem „Corona-Quartal“, konnten die digitalen Abonnements um 18,71 Prozent zulegen.

Mit 1,48 Millionen täglichen Verkäufen entfällt das größte Stück vom E-Paper-Kuchen auf die Tageszeitungen. Davon verbuchen die lokalen und regionalen Abo-Zeitungen täglich 1,14 Millionen Verkäufe für sich, ein Plus von 15,88 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die überregionalen Titel verkaufen täglich 255.568 Exemplare (+20,31 Prozent), die Kaufzeitungen 86.032 (+2,68 Prozent).

Besonders stark ist das Wachstum bei den Sonntagszeitungen: Mit 322.403 Verkäufen übertreffen sie das Vorjahresquartal um satte 43,97 Prozent. Auch die Wochenzeitungen konnten mit einem Plus von 29,13 Prozent überproportional zulegen und verkaufen von jeder Ausgabe 200.244 E-Paper.

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