NRW baut Position als führender TV-Standort Deutschlands aus

von am 07.07.2020 in Aktuelle Top Themen, Archiv, Filmwirtschaft, Kreativwirtschaft, Medienförderung, Medienwirtschaft, Medienwissenschaft

NRW baut Position als führender TV-Standort Deutschlands aus
Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, Nathanael Liminski, mit Horst Röper, Leiter des Formatt-Instituts, und Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW © Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

07.07.2020. NRW-Staatssekretär Liminski kündigt 10 Millionen Euro für Ausfallfonds zur Absicherung von Filmproduktionen an

Nordrhein-Westfalen dominierte auch in den Jahren 2017 und 2018 das Produktionsvolumen im TV-Bereich. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Film- und Fernsehproduktion in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu anderen Bundesländern 2017 und 2018“ des renommierten Dortmunder Medienforschungsinstituts „Formatt. Demnach bleibt Nordrhein-Westfalen weiterhin das attraktivste Land für Fernsehproduktionen. Der für Medien zuständige Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski kündigte weitere Hilfen für die Filmwirtschaft an: „Die Produzenten wollen produzieren. Dafür brauchen sie eine wirksame Absicherung gegen das Pandemierisiko, die derzeit keine Versicherung übernimmt. Gemeinsam mit dem Bund sind wir deshalb derzeit in Gesprächen über die Einrichtung eines bundesweiten Ausfallfonds für die Filmbranche. Wir werden als großer Film- und Fernsehstandort unseren Beitrag leisten und stellen als Landesregierung 10 Millionen Euro zur Verfügung.“ 

Die Landesregierung in NRW stünde auch in Zeiten der Corona-Krise an der Seite der Film- und Fernsehbranche erläutert Liminski: „Uns ist bewusst, dass viele Firmen und Selbständige der Medienbranche in den vergangenen Monaten extreme Einbußen hinnehmen mussten. Deshalb haben wir als Land in der Krise mit der Soforthilfe den Unternehmen und Solo-Selbstständigen zur Seite gestanden. Die beste Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Vielen Produktionsfirmen wurden ihre Drehausfälle der vergangenen Wochen über ihre Ausfallversicherungen nicht erstattet. Üblicherweise sehen Policen einen pandemiebedingten Abbruch von Dreharbeiten nicht als versicherbares Risiko an. Der bundesweite Ausfallfonds für die Filmbranche soll diesem Ungleichgewicht entgegenwirken. „Nordrhein-Westfalen“, so der Medienstaatssekretär, „hat erneut seinen ersten Platz als Fernsehstandort in Deutschland behauptet. Damit Produzenten an Rhein, Ruhr und Lippe so hervorragende Rahmenbedingungen für ihre Arbeit vorfinden, haben wir als Landesregierung seit 2017 fortlaufend die Mittel der Film- und Medienstiftung NRW erhöht, die Ausbildungseinrichtungen gestärkt, die Standortvermarktung professionalisiert und die Vernetzung der Branche vorangetrieben.“

Horst Röper, Leiter des Formatt-Instituts, sagte zu den Forschungsergebnissen: „Die aktuelle Produktionsstudie zeigt, dass insbesondere 2018 für die deutsche Branche bei einem Auftragsvolumen von 750.000 Minuten ein gutes Jahr war. Dies gilt vor allem für die Firmen in Nordrhein-Westfalen, die mit einem Marktanteil von 38 Prozent im Ländervergleich erneut weit vorn lagen. Zudem wurde nirgendwo so viel gedreht wie in Nordrhein-Westfalen.“ Rund zwei Drittel der Produktionen in Nordrhein-Westfalen machen Formate im Entertainment-Bereich aus. Die Nachfrage nach Doku-Soaps war dabei im Ermittlungszeitraum ungebrochen, wovon nordrhein-westfälische Produktionsunternehmen profitieren konnten. Nach Produktionsvolumina in Minuten lässt sich die unveränderte Dominanz der vier großen Produktionsländer Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern, Berlin und Hamburg erkennen. 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen 285.200 Minuten produziert, in Bayern 192.500, in Berlin 89.100 und in Hamburg 68.000 Minuten. Im Bereich des Produktionsvolumens haben die privaten Sendeanstalten rund 55 Prozent am Gesamtanteil, die öffentlich-rechtlichen in 2017 und 2018 rund 45 Prozent. An der Vorstellung der Studie nahm auch Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, teil.

Die Formatt-Studien zur Film- und Fernsehproduktion bieten seit 1998 einen Langzeit-Überblick deutscher TV- und Filmproduktion und genießen in der Branche ein hohes Renommee. Mit ihrer einzigartigen Datenbasis gelten sie als verlässlicher Monitor für die Branchenentwicklung in Deutschland.

Zentrale Ergebnisse der Produktionsstudie 2017 und 2018

Mit einem Volumen von annähernd 750.000 Minuten hat die Auftragsproduktion für Programme im deutschen Markt in 2018 wieder ein hohes Niveau erreicht. Die leichten Rückgänge bei der Gesamtproduktion in 2016 (-0,5 %) und 2017 (-1,1 %) wurden in 2018 mit einer Steigerung um 2,2 Prozent mehr als ausgeglichen. Die deutsche Produktionsbranche erlebte insgesamt ein gutes Jahr mit hoher Nachfrage. Die Nachfrageentwicklung nach bestimmten Genres verlief unterschiedlich. Da die meisten Produktionsfirmen nicht den Gesamtmarkt bedienen, sondern sich auf bestimmte Genres konzentrieren, waren deren Möglichkeiten unterschiedlich. Die Produktionsvolumina der drei Oberkategorien Fiktion, Entertainment und Information verliefen jeweils unstet. Die Dominanz der Nachfrage nach Entertainmentproduktionen blieb auch in den Untersuchungsjahren mit 46,6 Prozent in 2018 und 43,9 Prozent in 2017 stabil. Die Fiktion-Genres kamen in beiden Jahren auf 18,9 Prozent an der Gesamtproduktion. Der Anteil der Information-Genres stieg in 2017 zunächst auf 28,4 Prozent (2016: 27,4 %) und ging in 2018 auf 26,6 Prozent zurück. Gegenüber den Vorjahren sind die jeweiligen Anteile bei einer eher geringen Schwankungsbreite nicht auffällig.

Auch bei der Betrachtung der Gesamtproduktion nach Branchen in den Bundesländern zeigt sich über die Jahre ein relativ konstantes Bild. Unverändert ausgeprägt ist die Dominanz der vier führenden Produktionsländer Nordrhein-Westfalen, Bayern, Berlin und Hamburg (in dieser Reihenfolge) gegenüber den sonstigen Bundesländern. Mit einem Anteil von gut 38 Prozent in beiden Jahren lag die NRW-Branche erneut deutlich vorn. Der besonders hohe Anteil von 42 Prozent in 2016 wurde allerdings nicht wieder erreicht. Der Anteil der Branche in Bayern lag mit 27 Prozent in 2017 und 26 Prozent in 2018 um über 10 Prozentpunkte dahinter. Ihren Anteil vergrößert hat die Branche in Berlin von 10,5 Prozent in 2016 über 11,3 Prozent in 2017 auf 11,9 Prozent in 2018. Die Berliner haben damit die Branche in Hamburg überholt. Deren Anteil ist von 11,1 Prozent in 2016 auf 9,1 Prozent in 2018 gesunken (2017: 9,3 %). Die sonstigen Bundesländer kamen zusammen auf einen Anteil von 14 Prozent in 2017 bzw. 15 Prozent in 2018.

„Die aktuelle Produktionsstudie zeigt, dass 2018 für die deutsche Branche bei einem Auftragsvolumen von 750.000 Minuten für TV-Sender ein gutes Jahr war.“

Auftragsproduktionen der Sender

Für den Umsatz der Fernsehproduktionsbranche dürften die öffentlich-rechtlichen Anstalten in der Summe immer noch die wichtigsten Partner sein. In Bezug auf das Produktionsvolumen sind sie es schon lange nicht mehr. Ihr Anteil am Produktionsvolumen lag in den Untersuchungsjahren jeweils bei knapp 45 Prozent. Gegenüber den beiden Vorjahren ist der Anteil damit sogar um jeweils rund 3 Prozentpunkte gestiegen. Dies ist überraschend, weil im privat-wirtschaftlich organisierten Teil des dualen Systems erstmals auch Streamingdienste mit ihren (noch) kleinen Volumina berücksichtigt sind und die Vielzahl der kleinen Sender deutlich mehr beauftragte als in den Vorjahren. Diese kleinen Sender sind in der Kategorie sonstige Sender zusammengefasst. Das von den sonstigen Sendern beauftragte Volumen lag in beiden Untersuchungsjahren bei 44.000 Minuten. Im Vorjahr 2016 waren es nur knapp 26.000 Minuten gewesen.

Erheblich rückläufig war z. T. die Nachfrage der größeren Programme: Bei SAT.1 pendelte das Auftragsvolumen von 68.000 Minuten in 2016 über 59.000 auf 76.000 Minuten in 2018. Bei Kabel Eins schwankte das Auftragsvolumen zwischen 41.000 Minuten in 2016, 52.000 Minuten in 2017 und nur 44.000 Minuten in 2018. Ein schwindendes Auftragsvolumen wurde für RTL2 verbucht: von 68.000 in 2016 über 65.000 auf 55.000 Minuten in 2018.

RTL weist in 2017 einen krassen Verlust auf: von 111.000 Minuten auf 73.000 Minuten. In 2018 stieg die Nachfrage wieder auf 92.000 Minuten. Weitgehend konstant geblieben sind die Nachfragen von ProSieben (34.000 bis 36.000 Minuten) und VOX (jeweils 76.000). Auch die Nachfrage von ARD und ZDF ist unstet verlaufen: Bei der ARD war sie in 2017 zunächst rückläufig gewesen (von 91.900 auf 82.000), ist dann aber in 2018 wieder annähernd auf das Niveau von 2016 gestiegen (90.000). Beim ZDF blieb die Nachfrage in 2017 zunächst auf hohem Niveau von über 100.000 Minuten, sank dann aber in 2018 auf 87.000 Minuten. In 2018 waren die Nachfragen von RTL, ARD und ZDF annähernd gleich groß.

Kontinuierlich zugelegt haben die Dritten Programme von 79.900 Minuten in 2016 über 90.300 auf 97.600 Minuten in 2018. Sie waren damit in 2018 der größte Nachfrager. Zugelegt haben auch die Gemeinschaftsprogramme 3sat, Alpha, arte, Kinderkanal und Phoenix sowie das Angebot funk von 36.500 in 2016 auf 54.000 Minuten in 2017. Jedoch ging das Volumen in 2018 auf 48.000 Minuten zurück.

Für die Studie wird auch ermittelt, wo die jeweiligen Produktionen hergestellt werden. Als Produktionsort werden dabei der oder die Drehorte einschließlich jener im Ausland definiert. Bei Dreharbeiten an mehreren Orten wird das Produktionsvolumen anteilig zugerechnet. Wird in mehr als drei Bundesländern bzw. mehr als zwei Bundesländern plus Ausland gedreht, entfällt eine Zuordnung. Da zudem nicht für alle Produktionen die Drehorte bekannt sind, ist der Anteil der Produktionen ohne Zuordnung stets relativ hoch und liegt in der Regel bei 30 Prozent. Die Daten zum Herstellungsland sind entsprechend nicht so aussagekräftig wie jene nach dem Firmensitz. Auch bei dieser Betrachtung führt Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von etwas über einem Viertel deutlich. Der hohe Wert von 30 Prozent in 2016 war ein Ausreißer. Mit gut 10 Prozent ist in den sonstigen Ländern in beiden Jahren etwas mehr produziert worden als in Berlin. In Hamburg wurden jeweils gut 8 Prozent des Gesamtvolumens gedreht. Das entsprach immerhin fast dem Anteil der Hamburger Produktionsfirmen. Gemessen an seiner großen Produktionsbranche kommt Bayern mit rund 9 Prozent auf einen relativ geringen Anteil. Dreharbeiten im Ausland hatten einen Anteil von 5 bzw. 6 Prozent.

Produktionsbranche

Eine der zentralen Erkenntnisse der vorliegenden Studie ist, dass die Produktionsbranche in Deutschland wieder gewachsen ist. Beständig seit 2012 lag die Zahl der aktiven Firmen jeweils über 800. In 2017 wurde mit 941 ein herausragender Wert erzielt. Gegenüber 2016 ist das ein Plus von 126 aktiven Firmen. In 2018 ging die Zahl zwar wieder auf 884 zurück, lag damit aber immer noch höher als in fast allen Vorjahren. Den größten Teil des Wachstums in 2017 erzielten die vier führenden Produktionsländer mit 707 aktiven Firmen (2016: 608). Die größte Branche wies weiterhin Berlin auf, mit 210 Firmen in 2018 und 231 Firmen in 2017. Dahinter rangierten in 2017 NRW mit 192 Firmen bzw. 188 Firmen in 2018 und Bayern mit 189 bzw. 175 Firmen. Mit etwa halb so vielen Firmen folgte Hamburg mit 95 bzw. 91 Firmen. Die sonstigen Länder kamen insgesamt auf 234 bzw. 220 Firmen. Deutliche Schwerpunkte bei den sonstigen Ländern waren Baden-Württemberg, Sachsen, Hessen und Niedersachsen.

Da das Produktionsvolumen insgesamt leicht rückläufig war und die Zahl der aktiven Firmen stieg, ging auch das durchschnittliche Produktionsvolumen pro Firma zurück. Es sank in 2017 von 933 auf 804 Minuten und stieg in 2018 auf 873 Minuten. Damit bestätigte sich der seit der Jahrtausendwende anhaltende Trend, dass die durchschnittliche Jahresproduktion nicht mehr das Niveau von 1.000 Minuten erreichte. Nur für die Jahre 2006 bis 2008 zeigte die Statistik höhere Werte. Die Zunahme der aktiven Firmen ist ein gutes Zeichen für die Vitalität der Branche. Die jungen Firmen haben aber den Auftragsmarkt nicht ausweiten können, nagten entsprechend zusammen mit den alten am selben Kuchen und dieser blieb mit Abweichungen seit 2009 annähernd gleich groß. Entsprechend sank für die einzelne Firma das durchschnittliche Auftragsvolumen. Die Werte für 2017 und 2018 liegen unter dem langjährigen Mittelwert von 976 Minuten. Vergleicht man diese Produktionsvolumina auf der Ebene der Bundesländer, ergeben sich für die durchschnittliche Jahresproduktion sehr unterschiedliche Werte. Wie schon in früheren Jahren erreichten die NRW-Firmen mit rund 1.500 Minuten pro Jahr die mit Abstand höchsten Werte. Die Produktionsbetriebe in Bayern kamen auf rund 1.100 Minuten im Jahr. Die Branchen in Hamburg, Berlin und in den sonstigen Ländern lagen dagegen unter den Durchschnittswerten für die Gesamtbranche mit 873 Minuten in 2018 und 804 Minuten in 2017. Die Hamburger Betriebe kamen in beiden Jahren auf rund 750 Minuten. Für die sonstigen Länder lagen die Durchschnittswerte bei gut 500 Minuten in 2018 und rund 450 in 2017. Das geringste Produktionsvolumen verzeichneten die Betriebe in Berlin mit 460 bzw. knapp 400 Minuten.

Für die abhängigen bzw. unabhängigen Firmen bestätigen die Daten für 2017 und 2018 den langjährigen Befund krasser Unterschiede zwischen den Produktionsvolumina beider Firmengruppen. Die abhängigen Firmen haben in beiden Jahren jeweils mehr als das Sechsfache der unabhängigen produziert. In 2018 war die Differenz der Volumina besonders hoch: 3.377 Minuten gegenüber 552 Minuten. Dieses Missverhältnis ist ein prägendes Merkmal der Produktionsbranche in Deutschland.

Nimmt man das Produktionsvolumen der 20 volumenstärksten Produktionsgruppen zum Maßstab, so lag dies 2015 bei 470.000 Minuten. Dieses Volumen war in 2016 deutlich auf 410.000 Minuten zurückgegangen. In 2017 erfolgte dann ein Sprung auf 475.000 Minuten und in 2018 eine leichte Steigerung auf gut 480.000 Minuten. Für beide Jahre liegt der Marktanteil der zwanzig führenden Gruppen bei 63 Prozent des Gesamtvolumens der TVund Filmproduktion. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Der Konzentrationsgrad wird noch weiter steigen. Maßgeblich dafür sind derzeit insbesondere ausländische Investoren. In 2019 hat beispielsweise die US-amerikanische Fondsgesellschaft KKR gleich drei Produktionsgruppen bzw. -firmen übernommen, davon zwei aus der Gruppe der führenden Produzenten und sie in der neuen Holding Leonine zusammengeführt: Derartige „Elefanten-Hochzeiten“ werden den Konzentrationsgrad der Produktionsbranche weiter steigern, wobei schon in den letzten Jahren die Kapitalverflechtungen mit ausländischen Branchen erheblich zugenommen haben.

Kinofilm

Die Daten über die Kinofilmproduktion sind für beide Jahre erstaunlich und zwar in jeder Hinsicht. Gegenüber den Vorjahren ist die Anzahl der Produktionen, deren Gesamtvolumen und auch die Anzahl der jeweils aktiven Produktionsfirmen deutlich gestiegen. Dies steht im Kontrast zu den Besucherzahlen des Kinos, die in 2016 und 2017 mit gut 120 Mio. bereits deutlich gegenüber 2015 mit 139 Mio. rückläufig gewesen waren, in 2018 dann sogar auf 105 Mio. gesunken sind. Diese Entwicklung betraf auch deutsche Filme, deren Besucherzahl im gleichen Zeitraum von 2015 mit 37 Mio. auf 25 Mio. in 2018 rückläufig war. Für die Untersuchungsjahre wurden 400 (2017) bzw. 353 (2018) Kinoproduktionen registriert. Vergleichbar umfangreich war die Produktion zuletzt in 2013 mit 348 Produktionen. Den summarischen Angaben zum Produktionsvolumen liegen nur die anteiligen Produktionsvolumina zu Grunde. Dabei wird die Produktion von Beteiligungsunternehmen nur entsprechend der Beteiligungshöhe dem Mutterunternehmen zugerechnet.

Auch das Produktionsvolumen ist deutlich gestiegen: von 21.400 Minuten auf 25.900 Minuten in 2017. In 2018 blieb das Volumen trotz eines leichten Rückgangs mit 24.700 Minuten stattlich. Die Anteile der in Koproduktion hergestellten Spiel- und Dokumentarfilme schwanken von Jahr zu Jahr in einem engen Korridor und liegen seit Jahren stabil bei über 60 Prozent bzw. knapp 40 Prozent Auch die Anzahl der in der Kinoproduktion tätigen Betriebe schwankt. In 2017 war die Anzahl der aktiven Firmen zunächst von 260 auf 311 stark gestiegen. In 2018 waren es dann mit 288 wieder weniger, aber immer noch relativ viele. Die größte Branche besteht traditionell in Berlin, wo in 2018 88 Firmen aktiv waren. Bayern folgt mit 64 Firmen. Die sonstigen Länder lagen mit 56 Firmen vor Nordrhein-Westfalen mit 49 Firmen. In 2017 (sonstige Länder: 54; NRW: 57) war es noch umgekehrt gewesen.

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