Archiv September 2021

Digitale Innovation und Transformation – aber wie?

Digitale Innovation und Transformation – aber wie?

von am 23.09.2021

(Mit) Vertrauen in die digitale Transformation – Ein Blick nach Asien

23.09.2021. Von Katharina Naumann, Pencho Kuzev, Christian Echle

Eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur, eine moderne Verwaltung, einfallsreicher Umgang mit Daten und effektiver Datenschutz sind Schlüssel zu Innovation und Wachstum. Jedoch schöpfen wir hierzulande das Potenzial, das in der Digitalisierung von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Staat liegt, bei Weitem nicht aus. Da neben US-amerikanischen Techgiganten vor allem asiatische Unternehmen und Staaten an der Spitze der digitalen Transformation stehen, lohnt sich ein vergleichender Blick nach Asien als führende Wachstums- und Innovationsregion der Welt. Datenschutz, der oftmals als Hemmschuh für europäische Innovation angeführt wird, ist dabei nicht der entscheidende Faktor. Der Blick nach Asien zeigt: Im Bereich der digitalen Innovation spielt es eine entscheidende Rolle, wie Innovation angestoßen wird. Zudem ist es wichtig, wie das Vertrauen der Menschen in staatliche Stellen und Unternehmen ausgeprägt ist und für wie kompetent sie diese halten, mit neuen Technologien umzugehen.
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Online-Video ist keine Frage des Alters

Online-Video ist keine Frage des Alters

von am 22.09.2021

Convergence Monitor 2021: Podcast-Nutzung steigt stark an, YouTube fällt unter die 90-Prozent-Marke, Mediatheken werden relevanter

22.09.2021. Wenn die Deutschen Bewegtbildinhalte nach eigenem Gusto, sprich on Demand, abrufen, dann suchen sie bei kostenpflichtigem Video-on-Demand-Angeboten am häufigsten nach Unterhaltung: Mit 33,9 Prozent liegt die Nutzung von Serien, Filmen und Dokumentationen klar an der Spitze (2020: 30,7 Prozent). Immer wichtiger wird inzwischen aber auch der Sport: 7,2 Prozent (2020: 4,9) der Bewegtbildnutzer begeistern sich für Video-on-Demand-Content zu Fußball oder Formel 1. Der Pokal für den stärksten Nutzungsanstieg geht jedoch an die digitalen Audio-Inhalte, nachdem im Corona-Jahr 2020 vor allem Video-on-Demand-Angebote starke Zugewinne verzeichnen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Nutzung von Podcasts mit 42,6 Prozent erneut deutlich zugenommen (2020: plus 34,1 Prozent; 2019: plus 44,4 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der Convergence Monitor 2021, den das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat.
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Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

von am 21.09.2021

German Entertainment & Media Outlook 2021-2025: Deutsche Entertainment- und
Medienbranche wächst weiter

21.09.2021. Die deutsche Entertainment- und Medienbranche verzeichnete im Jahr 2020 starke Umsatzeinbußen. Mit einem Rückgang von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag der Gesamtumsatz bei 55,4 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Umsatzrückgang in der Geschichte des German Entertainment & Media Outlooks. Wie asymmetrisch die Auswirkungen der Pandemie auf die einzelnen Segmente auch sind, für das Jahr 2021 ist bereits wieder ein Anstieg des Branchenumsatzes auf 59 Milliarden Euro zu erwarten. Bis 2025 sollen die Umsätze bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,5 Prozent auf 69 Milliarden Euro steigen. Zu diesen Ergebnissen kommt der „German Entertainment & Media Outlook 2021-2025" (GEMO) der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der GEMO ist die umfangreichste Studie zur Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland und wird seit 2002 von PwC erstellt und herausgegeben.
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„Der Trend scheint ein Freund der Spartenkanäle zu sein“

„Der Trend scheint ein Freund der Spartenkanäle zu sein“

von am 20.09.2021

Zehn Jahre ZDFinfo – 1,7 Prozent Marktanteil und jährlich rund 500 Dokumentationen als deutsche Erstausstrahlung

20.09.2021. Interview mit Robert Bachem, Leiter des Programmbereichs „ZDFinfo, Gesellschaft und Leben“

Im September 2011 startete ZDFinfo als neu ausgerichteter ZDF-Digitalsender für Info-Mehrwert aus den Bereichen Geschichte, Wissen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und ist seitdem kontinuierlich auf Wachstumskurs: von 0,2 Prozent Marktanteil 2011 über 1,2 Prozent 2016 und 1,5 Prozent 2020 bis zum aktuellen Marktanteil von 1,7 Prozent. ZDFinfo zeigt jährlich rund 500 Dokus als deutsche Erstausstrahlung und gestaltet sein Programmangebot aus einem Repertoire von fast 5000 Dokus. ZDFinfo setzt verstärkt auf Doku-Mehrteiler und bietet als „Themenfernsehen“ in seinen Mehrteilern eine umfassende Aufarbeitung der Geschichten und Ereignisse. Im Oktober steht zum Beispiel die vierteilige Doku-Reihe "China versus USA – Clash der Supermächte" exklusiv auf dem ZDFinfo-Programm. „Das Kanalversprechen von ZDFinfo ist eindeutig. Egal, wann ich den Sender einschalte, finde ich dort hochwertige und spannende Dokumentationen, die nur durch Kurznachrichten unterbrochen werden“, sagt der Chef von ZDFinfo, Robert Bachem. Etwa 30 Prozent Dokumentationen seien vorher im ZDF gelaufen. Rund 70 Prozent seien eigens für ZDFinfo hergestellte Filme.
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„Der digitale Wandel hat die Medienlandschaft revolutioniert“

„Der digitale Wandel hat die Medienlandschaft revolutioniert“

von am 16.09.2021

Der scheidende BLM-Präsident Siegfried Schneider zieht Bilanz und appelliert an die Politik, endlich das Medienkonzentrationsrecht zu reformieren

16.09.2021. Interview mit Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM)

Zum Monatsende scheidet Siegfried Schneider als Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien altersbedingt aus dieser Funktion aus. Der geborene Bayer hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er die Aufgabe der Landesmedienanstalt nicht nur in der Kontrolle und Unterstützung des privaten Rundfunks sieht, sondern generell in der Medienförderung des Freistaates. Verschiedene Ideen und Konzepte haben dazu beigetragen, dass Bayern heute zu den innovativsten Medienstandorten Deutschlands zählt. In kaum einem anderen Bundesland sind die verschiedenen Förderinstitutionen so effektiv verzahnt. Sowohl als Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten als auch in den verschiedenen medienpolitischen Gremien, hat sich der ehemalige Staatsminister für Unterricht und Kultus für die Sicherung der Medienvielfalt und eine bessere Medienkompetenz bei Jugendlichen stark gemacht. Der MedienVielfaltsMonitor sowie die Mediengewichtungsstudie, die die Machtverhältnisse auf dem Meinungsmarkt gattungsübergreifend erfassen und so für Transparenz sorgen, sind so auf sein Drängen hin, entstanden. Auch für ein modernes Medienkonzentrationsrecht setzt Schneider hartnäckig ein. In einem ausführlichen Interview mit medienpolitik.net, thematisiert der scheidende BLM-Präsident die Herausforderungen für die Medienpolitik, angesichts einer sich „revolutionär“ wandelnden Medienlandschaft.

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„Wir haben einen klaren ‚Auftrag zum Auftrag‘“

„Wir haben einen klaren ‚Auftrag zum Auftrag‘“

von am 15.09.2021

Thüringen sieht die Beauftragung nur noch weniger Programme kritisch

15.09.2021. Fragen an Axel Wintermeyer (CDU), Chef der Hessischen Staatskanzlei und Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei Thüringens

Nach Auffassung von Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzleien mache die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts „eine Modernisierung des Auftrags noch dringender“. Damit will sich die Rundfunkkommission der Länder morgen in einer Sondersitzung erneut befassen. Das Karlsruher Urteil zeige, so Wintermeyer, sehr deutlich, dass die Länder den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch stärker in der digitalen Welt verankern müssten. Seiner Auffassung nach könnten die Länder nur die Rahmenbedingungen schaffen, den digitalen Wandel selbst müssen die Anstalten vollziehen.
Thüringens Minister und Chef der Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff, sieht die Beauftragung nur noch weniger Programme kritisch: „Wenn die Länder künftig nur noch wenige konkrete Angebote beauftragen und die Produktion eines Programms bestimmter Qualität und eine gesamthafte Ausrichtung sich am Allgemeinen der Gesellschaft orientiert, wird der Auftrag kein klares Preisschild mehr haben. Dann braucht es vielmehr klar Budgets, innerhalb derer die Anstalten selbst entscheiden können, wie sie ihren Auftrag am besten erfüllen können.“
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„Jetzt muss dringend Schwung in das Verfahren kommen“

„Jetzt muss dringend Schwung in das Verfahren kommen“

von am 14.09.2021

Brandenburg hält ein verändertes Procedere bei der Beitragsfestsetzung für möglich

14.09.2021. Fragen an Dr. Benjamin Grimm (SPD), Beauftragter für Medien und Digitalisierung Brandenburgs

„Mit der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss es den Ländern gelingen, die Zukunftsfähigkeit und damit die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Mediensystems zu sichern“, beschreibt Benjamin Grimm, Medienstaatssekretär in Brandenburg, die Aufgabe, vor der die Länder bei der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stehen. In diesem Sinne werde sich Brandenburg auch weiterhin für mutige Schritte bei der Flexibilisierung des Auftrags aussprechen. Jetzt müsse jedenfalls dringend Schwung in das Verfahren kommen. Es dürfe auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die Länder den Richterspruch als Aufforderung zum Nichtstun begreifen. Das wäre ein fatales Signal und würde den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschädigen. Mit Blick auf die zweite Stufe der Reformdiskussion betont Grimm, dass die Verfassung nicht dazu zwinge, die politische Letztverantwortung für die Beitragsfestsetzung bei den Landesparlamenten zu belassen. Wohl aber binde sie die Länder – und das aus guten Gründen – an die Empfehlung der KEF zur Beitragshöhe und lasse nur unter engsten Voraussetzungen Abweichungen zu.
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„Den Reformkurs konsequent weiterverfolgen“

„Den Reformkurs konsequent weiterverfolgen“

von am 13.09.2021

Einige Länder wollen derzeitiges Verfahren der Rundfunkfinanzierung auf den Prüfstand stellen

13.09.2021. Fragen an Oliver Schenk (CDU), Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Sachsens und Rudi Hoogvliet (B90/Grüne), Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund

Die Rundfunkkommission werde sich am 16. September mit den Konsequenzen aus dem Beschluss und der Begründung des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Juli 2021 befassen, so Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei Sachsens. Der Reformkurs müsse unbedingt fortgesetzt werden, das gelte für die Novellierung des Auftrages ebenso wie die Flexibilisierung der Programmbeauftragung. Das derzeitige, zähe und zeitintensive staatsvertragliche Verfahren zur Anpassung der Beauftragung einzelner Programme sei mit dem Urteil nicht mehr vereinbar, urteilt Schenk. Gleichzeitig sprach sich der sächsische Medienpolitiker für eine „Mehrheitsentscheidung in der Rundfunkkommission der Länder“ bei der Festsetzung des Rundfunkbeitrages aus. Nach der Novellierung des Auftrages sollte auch das derzeitige Verfahren der Rundfunkfinanzierung auf den Prüfstand gestellt werden.
Auch nach Auffassung von Rudi Hoogvliet, Medienstaatssekretär in Baden-Württemberg, müsse die Rundfunkkommission klären, inwieweit Änderungen am System der Festsetzung des Rundfunkbeitrags gesetzlich verankert werden sollten. „Wir dürfen nicht sehenden Auges in das nächste Verfahren beim Bundesverfassungsgericht laufen“, so Hoogvliet.
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„Dem Geist des Urteils gerecht werden“

„Dem Geist des Urteils gerecht werden“

von am 10.09.2021

Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist im Länderkreis weiter umstritten

10.09.2021. Fragen an Dr. Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien Hamburgs und Henrik Eitel (CDU), Chef der Staatskanzlei des Saarlandes

„Es ist weiterhin der richtige Weg, mehr Verantwortung in die Hände der Programmschaffenden zu legen und den Programmauftrag weiter zu flexibilisieren. Daran ändert sich nach der Entscheidung des BVerfG nichts. Bei der – unbestritten notwendigen – Diskussion über die Modernisierung und Anpassung von Ausspielwegen geht es für mich nicht in erster Linie darum, Kosten zu sparen“, so Dr. Carsten Brosda Hamburgs Senator für Kultur und Medien mit Blick auf die weiteren Verhandlungen in der Rundfunkkommission zu Auftrag und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Hamburgs Mediensenator spricht sich erneut für das „bereits länger diskutierte Indexmodell“ aus, da damit die „regelmäßige Notwendigkeit einer (einstimmigen oder mehrheitlichen) Entscheidung der Ländergemeinschaft entfiele“. „Ob das gegenwärtige Verfahren beibehalten wird oder man Änderungen anstrebt, wird Gegenstand der 2. Stufe des vereinbarten Reformprozesses der Bundesländer sein. Es ist noch zu früh, um hier konkrete Aussagen zu treffen“, betont dagegen Henrik Eitel (CDU), Chef der Staatskanzlei des Saarlandes.
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„Es kommt auf die Anstalten an“

„Es kommt auf die Anstalten an“

von am 09.09.2021

Die staatlichen Vorgaben zum Auftrag dürfen von Grundrechts wegen nicht sehr detailgenau sein

09.09.2021. Fragen an Dr. Olaf Joachim (SPD), Staatsrat für Bundesangelegenheiten und Medienangelegenheiten, Entwicklungszusammenarbeit und Internationales, Bremens und Rainer Robra (CDU), Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei in Sachsen-Anhalt

Am 16. September wollen die für Medienpolitik Verantwortlichen Minister oder Staatssekretäre der Staatskanzleien der Länder über die die Konsequenzen beraten, die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsberichtes für die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ergibt. Dr. Olaf Joachim, Staatsrat für Medienangelegenheiten Bremens erwartet, dass durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Alleingänge, die die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „ohne tragfähige Begründung“ in Fragestellen, zukünftig ausgeschlossen sind und zur Versachlichung der weiteren Debatte über Auftrag und Finanzierung beitragen wird. Nach Ansicht von Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts, haben die Rundfunkanstalten in Ausfüllung ihres Auftrages den maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des Rundfunkbeitrags. Da die Karlsruher Richter festgestellt hätten, das die Formulierung des Auftrags von Grundrechts wegen nicht so detailgenau sein dürfen, dass sich daraus der Rundfunkbeitrag der Höhe nach ableiten ließe, komme es hier auf die Anstalten an.
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