Helmut Hartung

Die Qual der Wahl – oder das Jonglieren mit den Medienkanälen

Die Qual der Wahl – oder das Jonglieren mit den Medienkanälen

von am 10.05.2021

Studie "Medien-Hinwendung" der RTL-Gruppe: Koexistenz zwischen TV und Streaming in deutschen Haushalten

10.05.2021. Inhaltliche und technologische Kreativität haben die Medienlandschaft in den letzten Jahren dynamischer, attraktiver und noch abwechslungsreicher gemacht. Die wachsende Auswahl an Medienangeboten spiegelt das wider und macht die Auswahl für Nutzende um einiges schwieriger. Die DATA Alliance, der Fachbereich für Forschung und Daten bei der Mediengruppe RTL Deutschland, hat mit den Experten für technologie- und datengetriebenes Marketing der annalect bei über 15.500 Deutschen nachgefragt, welche Medien sie am Vortag genutzt haben und in welchem Nutzungskontext die Medienkontakte stattfanden. Die Multi-Client-Studie "Medien-Hinwendung" liefert aktuelle Daten und Fakten zur Mediennutzung und bestätigt gleichzeitig die Erkenntnisse vieler Grundlagenstudien zu den psychologischen Funktionalitäten medialer Angebote.
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Intermediäre mit wachsendem Einfluss auf die Meinungsbildung

Intermediäre mit wachsendem Einfluss auf die Meinungsbildung

von am 06.05.2021

Reflexionen zur Meinungsfreiheit im digitalen Medienraum

06.05.2021. Von Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK)

Informationen als öffentliches Gut. Das Motto des diesjährigen Internationalen Tages der Pressefreiheit, der sich gerade zum dreißigsten Mal jährt, ist wohlüberlegt. In einer Zeit der verwirrenden Fülle an verfügbaren medialen Inhalten in unserer von Krisen geschüttelten Welt regen die Vereinten Nationen damit zur Reflektion an, welche Bedingungen zur Förderung eines freien Zugangs zu verlässlichen und vertrauenswürdigen Informationen nötig sind. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, aus diesem Anlass den Blick auf den Regulierungsrahmen der Medienanstalten zu lenken und darzustellen, welchen Beitrag die Medienanstalten in Deutschland für die Meinungsvielfalt in unserer digitalen Medienwelt leisten.

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„Der ‚Zukunftsdialog‘ ist keine ARD-Fanveranstaltung“

„Der ‚Zukunftsdialog‘ ist keine ARD-Fanveranstaltung“

von am 05.05.2021

Offener Dialog soll ehrliche Meinung der Bürger zur Zukunft des Senderverbundes ermitteln

05.05.2021. Interview mit Birand Bingül, Leiter der ARD-Kommunikation

Wie nehmen die Menschen in Deutschland die ARD wahr? Welche Erwartungen haben sie? Was wünschen sie sich von der ARD in Zukunft? Um weitere Antworten auf diese Fragen zu bekommen, startet der Senderverbund den ARD-Zukunftsdialog: Bürger in Deutschland haben die Möglichkeit, sich in den kommenden Wochen und Monaten in die Diskussion um die Zukunft der ARD einzubringen. Der ARD-Zukunftsdialog beginnt am 8. Mai 2021 und läuft bis November. Zum Start werden in einer digitalen Großgruppenveranstaltung rund 200 ausgelosten Bürgern mit gut 30 Vertretern der ARD zusammenkommen. Die Ergebnisse dieses Workshop-Tags sind Grundlage der nächsten Projektphase: Alle Bürger haben dann vom 31. Mai an vier Wochen lang die Chance, sich über eine öffentliche Onlineplattform am ARD-Zukunftsdialog zu beteiligen. Die Erkenntnisse aus der Auftaktveranstaltung und der Debatte auf der Onlineplattform fließen zurück in die ARD und sollen dort weiter diskutiert werden. Im November wird in einer virtuellen Abschlussveranstaltung der Beteiligungsprozess abgeschlossen. Fragen an den ARD-Kommunikationschef Birand Bingül, der auch diese Aktion leitet.
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„Eine Flexibilisierung des Auftrags ist wünschenswert“

„Eine Flexibilisierung des Auftrags ist wünschenswert“

von am 04.05.2021

Zugriffe auf digitale KiKA-Plattformen stiegen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um über 40 Prozent

04.05.2021. Interview mit Dr. Astrid Plenk, Programmgeschäftsführerin des Kinderkanals von ARD und ZDF (KiKA)

Die Mediennutzung während der Corona-Pandemie sorgt auch für Bewegung im Markt der Kindermedien. Angebote von kostenpflichtigen Streaminganbietern werden inzwischen von 34 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen. Dennoch behauptete der KiKA seine führende Marktposition. Den April konnte der KiKA linear – wie schon in den vergangenen Monaten und Jahren in seiner Sendezeit – mit der Marktführerschaft bei den Drei- bis 13-Jährigen abschließen. Im 1. Quartal war der Kinderkanal von ARD und ZDF in allen Altersgruppen Marktführer – im Vorschulsegment mit 21,7 Prozent, bei den 6- bis 9-Jährigen mit 17,5 Prozent und bei den Preteens mit 10,5 Prozent. Die Zugriffe auf die digitalen KiKA-Plattformen erhöhten sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um über 40 Prozent. Den März 2021 schlossen die nonlinearen Ausspielwege mit 9 Millionen Visits ab – damit erzielten sie in beiden Kategorien die drittbesten Werte nach den Rekord-Monaten April 2020 und Januar 2021. Im Januar wurde mit 9,9 Millionen Visits der Vorjahreswert fast verdoppelt.
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„Angebotserweiterungen durch eine externe Stelle überprüfen“

„Angebotserweiterungen durch eine externe Stelle überprüfen“

von am 03.05.2021

Kern des novellierten Auftrages sollte die Schärfung des Informationsprofils sein

03.05.2021. Interview mit Prof. Dr. Hubertus Gersdorf, Universität Leipzig, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Medienrecht

Die demokratiestabilisierende Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks manifestiere sich nicht in Spielshows und sonstigen Unterhaltungsformaten, die in dieser Form ebenso bei den Privaten zu finden seien, sondern in Sendungen aus den Bereichen Information, Bildung und Kultur. Deshalb, so der Medienrechtler Prof. Dr. Hubertus Gersdorf in einem medienpolitik.net-Gespräch, sei der Informationsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu schärfen. „Der Gesetzgeber ist berechtigt, den Angebotsauftrag der Sendeanstalten dahin zu konkretisieren, dass sie schwerpunktmäßig in den Bereichen Information, Bildung und Beratung senden. Eine solche Schwerpunktsetzung dürfte der Gesetzgeber nicht nur für das System als Ganzes, sondern auch für einzelne Programme wie namentlich die Hauptprogramme von ARD und ZDF regeln“, betont der Leipziger Jurist. Er schlägt vor, für einzelne (Teil-) Sparten wie Dokumentationen, den künstlerischen Dokumentarfilm, den Kurzfilm, den Experimentalfilm, den anspruchsvollen Spielfilm und das anspruchsvolle Fernsehspiel gesetzlich bestimmte Mindestbudgets vorzusehen. Um die Produktion anspruchsvoller Inhalte zu sichern, soll Produzenten direkt ein bis zwei Prozent des Beitragsaufkommens zugewiesen werden.

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Die Hälfte der Jugendlichen ist nicht an News interessiert

Die Hälfte der Jugendlichen ist nicht an News interessiert

von am 29.04.2021

UseTheNews-Studie: Jugendlichen fehlt bei Nachrichten oft der Bezug zur Lebenswirklichkeit

29.04.2021. Eine bundesweite Studie offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen. Journalistische Angebote sind allerdings nur noch eine von vielen genutzten Informationsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie „Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Das sagen beispielsweise in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen mehr als zwei Drittel der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten (67 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es etwas weniger (59 Prozent). Aber auch bei den Journalistisch Informationsorientierten – also den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den stärksten Bezug zu klassischen Medien haben – ist der Wert in beiden Altersgruppen mit jeweils knapp 40 Prozent vergleichsweise hoch.
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In der Krise ist nichts so wichtig wie Verlässlichkeit

In der Krise ist nichts so wichtig wie Verlässlichkeit

von am 28.04.2021

Das Radio lebt und leistet einen unendlich wertvollen Beitrag zur Sicherstellung der Meinungsvielfalt

28.04.2021. Von Dirk Schrödter, CDU, Chef der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein

Wann jemals in den letzten Jahren waren aktuelle Nachrichten so wichtig für das Zusammenleben der Gesellschaft und vertraute Stimmen über den Tag so wertvoll wie in den letzten Monaten? Das Internet ist zwar eine wunderbare Informationsquelle und soziale Netzwerke schaffen Kommunikationsräume. Aber das Vertrauen und die Vertrautheit des Radios können diese Medien nicht ersetzen. Das Radio – ein Medium, das seit Jahrzehnten immer präsent ist, uns den ganzen Tag begleitet sowie zuverlässig, aktuell, spannend und regional informiert. Radio sorgt für Medienvielfalt in Deutschland, aber auch in Schleswig-Holstein – und bekommt doch oftmals zu wenig Aufmerksamkeit! Allzu oft beschäftigen wir uns mit dem Fernsehen, den Verlagen und dem Internet und sparen das Radio aus, wenn es um die Frage geht, wie es um die Meinungsvielfalt in unserem Land steht.

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Wohlfeile Lobpreisungen sind noch keine Strategie

Wohlfeile Lobpreisungen sind noch keine Strategie

von am 27.04.2021

Länder nutzen ihren Spielraum für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kaum

27.04.2021. Von Helmut Hartung, Chefredakteur medienpolitik.net

„In einer digitalen Mediengesellschaft müssen ARD, ZDF und Deutschlandradio mehr sein, als nur Fernseh- und Radiosender. Was wir brauchen, ist Content mit öffentlich-rechtlichem Profil, der Information, Bildung, Kultur und Unterhaltung klug miteinander verbindet und eine bessere Vernetzung der Angebote. Wir müssen weg von einer durch die Brille der linearen Verbreitung vorgeprägten Sichtweise mit starren gesetzlichen Festlegungen bis hin zu den Namen der einzelnen Programme“, erläuterte Heike Raab, Medienstaatssekretärin Rheinland-Pfalz, Ende März in einem FAZ-Interview ihren programmatischen Ansatz für die Modernisierung des Auftrags des öffentlichen Rundfunks. Wenn das gelingen soll, müsse sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk permanent fortentwickeln. Das soll nach den Vorstellungen der Bundesländer auch durch größere Flexibilität bei der Auswahl der Distributionswege erreicht werden. Eine logische Strategie, angesichts des Wandels der Mediennutzung und der Notwendigkeit, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk alle Generationen auf den unterschiedlichen Ausspielwegen erreichen muss, sollte man denken. Doch genau an diesem Punkt ist die Modernisierung des RBB-Staatsvertrages vorerst gescheitert, weil Grüne und Linke der Berliner Landesregierung eine Flexibilisierung beim Hörfunkangebot des RBB nicht mittragen wollen.
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„Die Marktasymmetrie führt dazu, dass die Plattform immer der Gewinner ist“

„Die Marktasymmetrie führt dazu, dass die Plattform immer der Gewinner ist“

von am 26.04.2021

Medienhäuser müssen neue Technologien schneller mit verlegerischen Ideen nutzen

26.04.2021. Interview mit Christoph Keese, Geschäftsführer der Axel Springer hy GmbH

In einem Gespräch mit medienpolitik.net kritisiert Christoph Keese, Geschäftsführer der Axel Springer hy GmbH, die deutschen Medienhäuser dafür, dass verlegerische Idee, wie neue Technologien mit einem inhaltlichen Konzept verknüpft werden können, fehlen. Patreon – eine Idee, kreative Inhalte zu abonnieren - hätte auch von einem Verlag erfunden werden können, so Keese. Hätten sich die Verlage darauf besonnen, wie man die Grundidee dessen, was dort seit Jahrhunderten praktiziert wird, mit digitalen Mitteln umsetzen kann, wäre Patreon oder eine ähnliche Idee auch dort entstanden: „Wir müssen uns selbstkritisch fragen: Sind wir kreativ genug, stellen wir die richtigen Fragen.“ Die klassischen Medien müssten sich zudem mehr denn je überlegen, ob man eine neue Plattform mit kostenlosem Content beliefern wolle, ohne eigenes Geschäftsmodell, in der Hoffnung, auf die nächste Reichweite, oder ob man sich lieber zurückhalten und auf wenige digitale Formate konzentrieren sollte, so der ehemalige Chefredakteur der „Welt. Die Verlage würden weiter die Verlierer der digitalen Transformation sein, wenn sie nicht selbst Plattformbetreiber werden oder nach dem Vorbild der Musikwirtschaft große Verwertungsverbünde aufbauten.

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„Jede Nutzung muss vergütet werden“

„Jede Nutzung muss vergütet werden“

von am 22.04.2021

Ausübende Künstler und Urheber fordern, eine Nutzung ihrer Werke untersagen zu können

22.04.2021. Interview mit Nina George, Schriftstellerin und Journalistin und Matthias Hornschuh, Komponist

Der Deutsche Bundestag diskutiert gegenwärtig die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie in deutsches Recht. Bei der Anhörung des Bundestagsausschusses für Recht und Verbraucherschutz zum Thema „Änderungen im Urheberrecht“ forderte Professor Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht eine weitere Stärkung der Positionen der Kreativen im Gesetzestext: „Die Urheber erwarteten, dass die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der „Uploader“ für deren private Nutzungen nicht nur sämtlich, sofern sie nicht auf vertraglicher Grundlage ermöglicht werden, angemessen vergütet werden, sondern ausschließlich im Rahmen der erforderlichen und gebotenen Grundrechtsabwägungen gewährt werden.“ Die Richtlinie muss zum 7.Juni.2021 in nationales Recht umgesetzt werden. Anlässlich des morgigen Welttags des Buches und des Urheberrechts und des Welttags des Geistigen Eigentums am 26.April sprechen wir mit Nina George, Schriftstellerin, und Matthias Hornschuh, Komponist, die sich in der Initiative Urheberrecht, die über ihre knapp 40 Organisationen rund 140.000 Urheber und ausübende Künstler vertritt, engagieren.

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