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Wie das Leistungsschutzrecht genutzt werden sollte – Blogger können vom Leistungsschutzrecht profitieren

Wie das Leistungsschutzrecht genutzt werden sollte – Blogger können vom Leistungsschutzrecht profitieren

von am 05.07.2012

Von Christoph Keese, Geschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG

Der Gesetzentwurf des Leistungsschutzrechts für Presseverlage ist in Blogs und Tweets lebhaft diskutiert worden. Es überwiegt die Kritik. Das neue Recht werde Bloggern schaden, die Meinungsvielfalt beschränken und das Netz zerstören, heißt es. Unklarheit der Gewerbedefinition führe zu Rechtsunsicherheit, Abmahnwellen und Prozesslawinen. Doch die Sorgen sind übertrieben. In Wahrheit müssen Blogger das Leistungsschutzrecht nicht fürchten, sondern können sogar von ihm profitieren. Hier sind seine vier guten Gründe: [mehr…]

Landesregierung NRW will eine strategisch-orientierte Medienpolitik betreiben – Konkrete Aktionen dürfen nicht zum Aktionismus führen

Landesregierung NRW will eine strategisch-orientierte Medienpolitik betreiben – Konkrete Aktionen dürfen nicht zum Aktionismus führen

von am 04.07.2012

04.07.12 Von Hannelore Kraft (SPD), Ministerpräsidentin in NRW

Eines der wirklich „dicken Bretter“, an denen wir im vergangenen Jahr gearbeitet haben, war die Neuordnung bei der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Das bisherige Gebührenmodell wird ab 2013 durch ein Beitragsmodell ersetzt. Es gab Skepsis, ob der entsprechende Staatsvertrag angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen durchgesetzt werden könnte. Doch der Landtag Nordrhein-Westfalen hat Ende letzten Jahres diesem Staatsvertrag mit großer Mehrheit zugestimmt.

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Leistungsschutzrecht – der langsamste Schnellschuss aller Zeiten – Mehr Unsicherheit als Klarheit

Leistungsschutzrecht – der langsamste Schnellschuss aller Zeiten – Mehr Unsicherheit als Klarheit

von am 04.07.2012

Von Tabea Rößner, Medienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Die Zeit der Spekulationen ist nun vorbei – so sollte man meinen. Gute zweieinhalb Jahre hat die Koalition gebraucht, um beim Leistungsschutzrecht für Presseverleger vor- und wieder zurückzurudern, anzukündigen, zu dementieren, zu verwerfen. Vergangene Woche nun wurde der Referentenentwurf zum Leistungsschutzrecht bekannt. Doch dieser Entwurf eignet sich nicht, um Spekulationen zu beenden. Im Gegenteil: Er gibt ihnen weiter Nahrung, weil vieles unklar bleibt und erst über Gerichtsentscheidungen gelöst werden wird. Was das Leistungsschutzrecht bringt, wem es nutzt und wer darunter leidet, werden wir also erst in einigen Jahren wirklich wissen.

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GEMA ist häufiges Ziel von Anonymous-Angriffen auf ihre Server – „Der Urheber entscheidet selbst, wer ihn vertritt“

GEMA ist häufiges Ziel von Anonymous-Angriffen auf ihre Server – „Der Urheber entscheidet selbst, wer ihn vertritt“

von am 04.07.2012

Interview mit Ursula Goebel, Direktorin Marketing und Kommunikation der GEMA

Die GEMA gehört zu den Lieblingsfeinden in der Internetcommunity. Die Verwertungsgesellschaft vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Gegenwärtig befindet sich die GEMA in einem Rechtsstreit mit YouTube. Wiederholt war der Server der GEMA Ziel von Hackerangriffen, so zuletzt am 14. und 15. Juni 2012. Der schwerste Anonymous-Angriff bisher fand Ende 2011 statt. Die Server der GEMA wurden attackiert und zeitweise lahmgelegt. Der Angriff hatte zu enormen Einschränkungen für Kunden und Mitarbeiter geführt.

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ARD und ZDF sollen nur im Rahmen ihres Auftrages kommerziell tätig werden – Zwischen Funktionsauftrag und Marktkonformität

von am 03.07.2012

Von Dr. Christine Seehaus, LL.M., Geschäftsführerin des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln 

Zum Thema „Kommerzielle Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten“ fand am 15. Juni 2012 die 46. öffentliche Jahrestagung des Instituts für Rundfunkrecht an der Universität zu Köln statt. Unter der Leitung des geschäftsführenden Direktors des Instituts, Professor Dr. Karl-Eberhard Hain, wurden Einblicke in die Praxis sowie in die unions- und verfassungsrechtlichen Grundlagen kommerzieller Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geboten. Ein Schwerpunkt war die Sicherstellung der Auftrags- und Marktkonformität kommerzieller Tätigkeiten.

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Tageswebschau als Start für mehr junge Angebote der ARD: „Es ist höchste Zeit“

Tageswebschau als Start für mehr junge Angebote der ARD: „Es ist höchste Zeit“

von am 02.07.2012

Interview mit Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen

Am 4. Juni ist das neue Onlinemagazin „Tageswebschau“ gestartet, das in Bremen als gemeinsames ARD-Projekt von Radio Bremen, der „Tagesschau“ und You FM vom Hessischen Rundfunk produziert wird. Die „Tageswebschau“ informiert kurz und knapp über aktuelle Themen – immer mit Blick aufs Netz. Über einen interaktiven Webplayer steht die Sendung rund um die Uhr zur Verfügung, ergänzt um weitere Informationen. Die „Tageswebschau“ wird in verschiedenen öffentlich-rechtlichen Digitalkanälen, wie zum Beispiel Tagesschau24 und EinsPlus und auf den Websites der jungen ARD-Hörfunkwellen ausgestrahlt. Für die „Tageswebschau“ gab es Lob von jungen Zuschauern und Kritik vom privaten Rundfunk.

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Nur ein Drittel der 2010 geförderten Filme ist bisher im Kino gezeigt worden – „Von der Projekt- zur Produzentenförderung“

Nur ein Drittel der 2010 geförderten Filme ist bisher im Kino gezeigt worden – „Von der Projekt- zur Produzentenförderung“

von am 02.07.2012

Interview mit Prof. Dr. Lothar Mikos, Fernsehwissenschaftler an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, Geschäftsführender Direktor des Erich Pommer Instituts (EPI)

Das Potsdamer EPI-Institut hat in einer Studie die Strukturen der Filmförderung im Zusammenhang von Bundes- und Länderförderungen sowie die Konzentration der Förderung auf einzelne Projekte bzw. auf einige Produktionsfirmen für das Jahr 2010 untersucht. Die Ausgaben der Filmförderinstitutionen für die allgemeine Filmförderung lagen im Jahr 2010 bei insgesamt 273,7 Mio. Euro. Hiervon kamen 132,9 Mio. Euro vom Bund und 140,8 Mio. von den Länderförderungen.

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Bavaria modernisiert ihre Studios und setzt weiter auf das TV-Geschäft: „Es sind schon viele Fantasien zu Investitionsruinen geworden“

Bavaria modernisiert ihre Studios und setzt weiter auf das TV-Geschäft: „Es sind schon viele Fantasien zu Investitionsruinen geworden“

von am 29.06.2012

Interview mit Dr. Matthias Esche, Geschäftsführer Bavaria Film

Die Bavaria Film – einer der größten deutschen Film- und TV-Produzenten und- Dienstleister – stellt sich strukturell immer stärker auf den digitalen Wandel ein. Dabei stehen sowohl der Rechteerwerb und Rechtevertrieb für die digitale Distribution als auch Dienstleistungen fur die digitale Verwertung im Fokus. So haben die Bavaria Production Services GmbH und die Telepool GmbH - eine ARD-Tochter - zum 1. Juni 2012 gemeinsam die Bavariapool Services GmbH gegründet. Bereits zum Jahresanfang nahm die Global Screen GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft zur weltweiten Vermarktung von Kino- und Fernsehprogrammen ausserhalb des deutschsprachigen Europas den Betrieb auf. Damit entstand eine der größten Vertriebsfirmen Europas. „Ich bin sicher, dass die digitale Distribution in den nächsten Jahren noch mehr an Bedeutung gewinnen, aber gerade im deutschen Markt den physischen Vertrieb zumindest mittelfristig nicht substituieren wird“  so Dr. Matthias Esche, Bavaria Geschäftsführer im promedia-Gespräch.

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DSDS: 100 Millionen Videos wurden von der aktuellen Staffel im Internet abgerufen – „Auch TV-Formate haben eine Art Lebenszyklus“

DSDS: 100 Millionen Videos wurden von der aktuellen Staffel im Internet abgerufen – „Auch TV-Formate haben eine Art Lebenszyklus“

von am 28.06.2012

Interview mit Tom Sänger, Bereichsleiter Unterhaltung Show & Daytime, RTL Television

In den letzten Wochen ist viel von einer „Krise der Fernsehunterhaltung“ die Rede. Das Scheitern von „Gottschalk live“, das Aus von Harald Schmidts Late-Night-Show, sinkende Quoten bei DSDS und dem „Dschungelcamp“ werfen Fragen nach dem Erfolg von Unterhaltungsangeboten in einer sich schnell verändernden Medienlandschaft auf. Deshalb sprach promedia mit Tom Sänger, Bereichsleiter Unterhaltung Show & Daytime, RTL Television über die „Krise“. [mehr…]

Medienrechtler bezweifelt Zulässigkeit von Werbung auf Germany‘s Gold – „Es gibt keine Verpflichtung zu kommerziellen Tätigkeiten“

Medienrechtler bezweifelt Zulässigkeit von Werbung auf Germany‘s Gold – „Es gibt keine Verpflichtung zu kommerziellen Tätigkeiten“

von am 28.06.2012

Interview mit Prof. Dr. Dieter Dörr, Direktor des Mainzer Medieninstitutes

Unternehmen der deutschen Medien- und Produktionsbranche, darunter auch Töchter von ARD und ZDF, haben die Germany‘s Gold GmbH mit Sitz in Berlin gegründet. Sie wollen gemeinsam eine Video-on-Demand-Plattform nach dem Vorbild des US-Anbieters Hulu starten. Die Inhalte sollen sowohl durch Abrufentgelte als auch durch Abonnements und Werbung finanziert werden. In einem Gespräch macht der renommierte Medienrechtler Prof. Dr. Dieter Dörr deutlich, dass es zweifelhaft ist, „ob Werbung auf solchen Plattformen ohne Weiteres zulässig ist“.

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