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Wer hat Angst vor Uploadfiltern?

Wer hat Angst vor Uploadfiltern?

von am 28.02.2019

Rechtsausschuss des EU-Parlaments stimmt Gesetzesentwurf der Urheberrichtlinie zu

28.02.2019. Von Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht

Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat am 26. Februar 2019 mit 16 Ja-Stimmen bei 9 Nein-Stimmen und ohne Stimmenthaltung den Gesetzesentwurf der Urheberrichtlinie angenommen.
Ein Gespenst geht um in den Feuilletons: es hat den Namen "Uploadfilter" und soll, in seiner extremsten Form, darauf abzielen, "das Internet" zu zensieren, wenn nicht gar abzuschaffen. Spätestens, seit am 13.Februar 2019 in Straßburg Ministerrat, Kommission und EU - Parlament eine Einigung über die anstehende Urheberrechtsreform in der EU gefunden haben, wird der Druck erhöht.
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„Wir wollen Mediennutzer schützen“

„Wir wollen Mediennutzer schützen“

von am 27.02.2019

Landesanstalt für Medien NRW veröffentlicht Forschungsergebnisse zu personalisierter politischer Kommunikation in sozialen Netzwerken

27.02.2019. Interview mit Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW

Microtargeting ist seit der Anwendung in den letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen von Barack Obama oder Donald Trump nicht nur in den USA, sondern auch darüber hinaus von großer Bedeutung für die Online-Kommunikation. Eng ausgewählte Gruppen von Menschen werden gezielt angesprochen und die gewünschte (Werbe-)Botschaft genau auf sie und ihre Interessen abgestimmt. So gelingt es, digitale Kommunikation trotz der begrenzten Ressourcen der Öffentlichkeitsarbeit so effizient und effektiv wie möglich einzusetzen.
Aktuell ist der Forschungsstand in diesem Themenbereich in Deutschland und Europa im Vergleich zu den USA ausbaufähig. [mehr…]

Viel Hype ums NetzDG

Viel Hype ums NetzDG

von am 26.02.2019

Ist die Aufregung berechtigt? Eine erste Bilanz.

26.02.2019. Von Nadine Schön, MdB, Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Hass, Beleidigung oder Verleumdungen dürfen weder im wahren Leben, noch im Netz zu finden sein. Die Realität sah aber gerade in den sozialen Netzwerken in der Vergangenheit anders aus. Es wurde gehetzt, beleidigt und verleumdet – ohne wirklich Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Meinungsfreiheit des Einzelnen hat aber in unserem Rechtsstaat nach dem Grundgesetz und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Grenzen, etwa dann, wenn Persönlichkeitsrechte Dritter unverhältnismäßig verletzt sind. Und diese Schwelle wurde und wird teilweise noch immer zu oft überschritten. Opfer müssen sich wehren können und die Täter müssen zur Verantwortung gezogen werden.
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„Geschichten, die die Menschen bewegen“

„Geschichten, die die Menschen bewegen“

von am 21.02.2019

Hessische Filmförderung unterstützt verstärkt Dokumentarfilme und preist Frankfurt am Main als attraktiven Drehort

21.02.2019. Interview mit Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer, HessenFilm und Medien GmbH

Die Film- und Medienförderung Hessens, die vor drei Jahren gegründet worden ist, ist mit einem Budget von 11,3 Millionen Euro ein mittelgroßer regionaler Förderer. Zu den Schwerpunkten der HessenFilm und Medien GmbH gehört die Förderung des Dokumentarfilms. In einem medienpolitik.net-Gespräch bewertet der Geschäftsführer Hans Joachim Mendig die Verwertungssituation deutscher Dokumentarfilme kritisch: Beim Fernsehen gäbe es einen hohen Quotendruck und die Kinobetreiber müssten hart kalkulieren, um ihr Überleben zu sichern. Dennoch sei das Fernsehen für den Dokumentarfilm weiterhin sehr wichtig und es müsste „auf jeden Fall mehr Sendeplätze“ geben. [mehr…]

Inhaltekontrolle im Internet

Inhaltekontrolle im Internet

von am 20.02.2019

Intermediärregulierung in der EU

20.02.2019. Von Prof. Dr. Matthias Cornils, Direktor des Mainzer Medieninstituts, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Regulierung von Plattformen neben den eigentlichen Medienakteuren (also in unionsrechtlicher Termi-nologie den audiovisuellen Mediendiensten) befindet sich derzeit in einer Ausbauphase, auf mitgliedstaatli-cher wie auf Ebene der Union. Sie wird im Zuge dieser Vermehrung des Rechts aber schon jetzt zusehends unübersichtlich mit der Folge absehbarer erheblicher Abstimmungsprobleme zwischen den verschiedenen Ebenen und Instrumenten. Die Unübersichtlichkeit fängt bei den Begriffen und Abgrenzungskriterien an, die schon auf Unionsebene in den verschiedenen bereichsspezifischen Regelungen unterschiedlich ausfallen, erst recht im Verhältnis zum mitgliedstaatlichen Recht, etwa im gerade diskutierten Entwurf des deutschen Medienstaatsvertrages, der (anders als im EU-Recht) zwischen Medienplattformen und sogenannten Medi-enintermediären unterscheidet.
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„Erfolg lässt sich nicht allein an Zuschauerzahlen messen“

„Erfolg lässt sich nicht allein an Zuschauerzahlen messen“

von am 17.02.2019

Produzentenallianz weist pauschale Kritik der Kulturstaatsministerin zurück

17.02.2019. Interview mit Dr. Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz

Damit künftig mehr zugkräftige Filme aus deutscher Produktion auch mehr Zuschauer ins Kino locken, will Kulturstaatsministerin Monika Grütters gemeinsam mit der Branche die Verfahren und Strukturen der wirtschaftlichen Filmförderung diskutieren. Dies kündigte die Staatsministerin auf dem Deutschen Produzententag der Produzentenallianz in Berlin an. Grütters kritisierte, dass trotz gestiegener Fördermittel die Zahl der Kinobesucher und die Kinoumsätze rückläufig seien. Sie sehe ein gewisses Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag, zwischen dem massiven Ausbau der deutschen Filmförderung einerseits und der Strahlkraft des deutschen Films wie auch der Zahl deutscher Filmerfolge andererseits. Für die öffentliche Filmförderung stehe aktuell so viel Geld wie nie zuvor zur Verfügung, so Grütters. Dr. Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz wies die pauschale Kritik der Kulturstaatsministerin in einem medienpolitik.net-Gespräch zurück. [mehr…]

„Geltendes Recht muss effektiv durchgesetzt werden“

„Geltendes Recht muss effektiv durchgesetzt werden“

von am 13.02.2019

Länder planen Regeln für Intermediäre, die eine Manipulation oder Diskriminierung meinungsrelevanter Inhalte ausschließen

13.02.2019. Interview mit Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen 

Bessere Medienkompetenz, starker unabhängiger Journalismus und effektiveres Vorgehen gegen strafbare Inhalte seien die besten Rezepte gegen Hassrede, Cyber-Mobbing und Desinformation in den sozialen Netzwerken. So lautet ein Ergebnis des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung 2018, den das Bundeskabinett Mitte Januar beschlossen hat. Medienpolitik.net hat in den vergangenen Wochen Bundes- und Landespolitiker nach einer Einschätzung dieses Berichts, der bei der Opposition viel Widerspruch ausgelöst hat, befragt. Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen betont im Zusammenhang mit einer im Bericht geforderten Regulierung von Intermediären, dass eine „steuernde Einflussnahme durch den Staat auf Inhalte darf dabei weder unmittelbar noch mittelbar erfolgen“ darf. [mehr…]

„Pseudodokumentarischer Einheitsbrei“

„Pseudodokumentarischer Einheitsbrei“

von am 11.02.2019

Aktuelle Studie zum Dokumentarfilm im Fernsehen

Ein Kommentar von Thomas Frickel, Vorsitzender und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. / AG DOK

11.02.2019. Der Medienjournalist Fritz Wolf hat im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Dokfilm (AG Dok) und des Grimme-Instituts eine Programmstudie mit dem Titel „Deutschland – Doku-Land“ zum Dokumentarfilm im Fernsehen erarbeitet. Wolf hat analysiert, welche Dokumentationen auf welchem Sender, zu welcher Zeit laufen. Schon 2003 hatte sich Wolf mit der Dokumentarlandschaft im Fernsehen befasst. Heute würden mehr dokumentarische Sendungen verbreitet, so Wolf. Die öffentlich-rechtlichen Programme senden wöchentlich zusammen über 400 dokumentarische Sendungen im linearen TV. Allerdings würden zahlreiche Sendungen als Dokumentationen bezeichnet, die mit einem Dokumentarfilm im klassischen Sinn kaum etwas zu tun hätten. [mehr…]

Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag

Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag

von am 07.02.2019

Monika Grütters: Aufwand und Nutzen stehen bei der Filmförderung in keinem ausgewogenen Verhältnis

07.02.21019. Von Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Stellen Sie sich folgende Szene vor: ein Filmstudio in Hollywood; ein dunkler Saal, eine Leinwand, es läuft der Abspann eines deutschen Films. Das Licht geht an. Aus einem abgewetzten Sessel erhebt sich Steven Spielberg, um ihn herum sitzen frostig schweigend einige der großen amerikanischen Regisseure und Drehbuchautoren: „Warum“, fragt Spielberg, „warum macht ihr nicht solche spannenden und innovativen Streifen?“
Klingt nach einem schlechten Drehbuch?
In den 1930er Jahren soll sich, so zumindest erzählt es eine Anekdote
(Neue Osnabrücker Zeitung: „Aus dem Fundus der Deutschen Kinemathek“, 14.12.2018), Derartiges tatsächlich zugetragen haben. Es war der legendäre Produzent Irving Thalberg, der seine Leute einbestellt hatte, um ihnen Fritz Langs Thriller „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ zu zeigen und eben diese Frage zu stellen: Warum kommen solche Filme nicht von uns?
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„Digitale Mündigkeit statt Manipulation“

„Digitale Mündigkeit statt Manipulation“

von am 06.02.2019

Thüringer Landesmedienanstalt bietet Medienbildung auch für Eltern und Lehrer an

06.02.2019. Interview mit Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)

Das PiXEL-Fernsehen in Gera ging 1998 als bundesweit erster Offener Kanal für Kinder und Jugendliche auf Sendung. In den 20 Jahren führten die Medienpädagogen 1.320 Projekte mit rund 21.500 Teilnehmenden durch. PiXEL ist eines von mehreren medienpädagogischen Projekten, die von der Thüringer Landesmedienanstalt initiiert und gefördert werden. Dazu gehörte auch der jüngste Fachtag „Let´s talk digital: Familien erreichen! Herausforderungen, Potenziale und Methoden für Medienarbeit in der Familie“. Für Jochen Fasco, Direktor der Thüringischen Landesmedienanstalt, ist die Dynamik der Medienentwicklung gegenwärtig die größte Herausforderung. [mehr…]