Journalismus

„Presseförderung darf niemals Selbstzweck sein“

„Presseförderung darf niemals Selbstzweck sein“

von am 12.04.2019

Thüringen plant Bürgermedien auch aus Landesmitteln zu fördern – Landesmedienanstalten sollen höheren Anteil aus dem Rundfunkbeitrag erhalten

12.04.2019. Interview mit Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei

„Die EMR Studie“, so Minister Hoff in einem medienpolitik.net-Gespräch, „bietet eine ganze Reihe von Denkanstößen für die medienpolitische Diskussion. Sie zeigt, dass die Tendenz zur Medienförderung jedenfalls in unseren Nachländern steigend ist. Das betrifft u. U. die Entscheidung für neue Modelle bzw. neue mediale Erscheinungsformen der Angebote.“ Der Thüringer Medienminister setzt sich sowohl für eine Förderung von Bürgermedien aus Landesmitteln als auch für einen höheren Anteil der Landesmedienanstalten am Rundfunkbeitrag ein. Die aktuelle Studie des Instituts für Europäisches Medienrecht „Aktive Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt“ hat die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Förderung inhaltlicher Qualität in lokalen/regionalen Presse-, Rundfunk- und Online-Angeboten untersucht. Das Gutachten wurde im Auftrag der Thüringer Landesmedienanstalt und der Thüringer Staatskanzlei erstellt.
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„Lokale Medien geben vor Ort ein Stück Sicherheit“

„Lokale Medien geben vor Ort ein Stück Sicherheit“

von am 12.04.2019

Medienvielfalt in Thüringen profitiert von Bürgermedien und privatem Lokalfernsehen – Förde-rung soll ausgebaut werden

12.04.2019. Interview mit Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)

„Die TLM ist sich der teilweise schwierigen finanziellen Situation kleiner Lokalredaktionen, sei es Fernsehen, Hörfunk oder auch der Presseverlage, durchaus bewusst“, betont Jochen Fasco, Di-rektor der Thüringer Landesmedienanstalt, in einem Interview mit medienpolitik.net. Gerade mit Blick auf die Rundfunkveranstalter sei es ein wichtiges Anliegen, die relevanten Akteure gemein-sam an einen Tisch zu bringen und bestehende Fördermodelle zu überprüfen. Thüringen sei ein Bürgermedienland, so Fasco. Die sechs Bürgerradios werden durch die TLM jeweils mit 132.500 Euro pro Jahr gefördert. Aus Sicht der TLM sollte es künftig möglich sein, private Veranstalter auch bei den Inhalten zu fördern – so wie dies bereits in anderen Branchen üblich sei, zum Bei-spiel in der Filmbranche. Dabei müsse auf Staatsferne, Transparenz und pluralistisch zusam-mengesetzte Gremien geachtet werden. Über die konkrete Ausgestaltung des Fördersystems lie-fere das Gutachten des EMR eine gute Basis.
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Lokale und regionale   Medien haben einen      hohen Stellenwert

Lokale und regionale Medien haben einen hohen Stellenwert

von am 12.04.2019

12.04.2019. Zusammenfassung der Studie zu lokalen und regionalen Medien

Dr. Jörg Ukrow und Prof. Dr. Mark D. Cole vom Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) haben in ihrer Studie „Aktive Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt“ die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Förderung inhaltlicher Qualität in lokalen/regionalen Presse-, Rundfunk- und Online-Angeboten untersucht. Das Gutachten wurde im Auftrag der Thüringer Landesmedienanstalt und der Thüringer Staatskanzlei erstellt. Eine vergleichbare Untersuchung existiert bisher nicht und soll vor allem Handlungsempfehlungen für die Länder aufzeigen, um die Meinungsvielfalt im lokalen und regionalen Bereich zu sichern, die auch durch die negative Entwicklung bei den Regionalzeitungen bedroht ist.

Zusammenfassung der Studie „Aktive Sicherung lokaler und regionaler Medienvielfalt“
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„Mäßigung in der redaktionellen Berichterstattung“

„Mäßigung in der redaktionellen Berichterstattung“

von am 12.03.2019

Die kostenlose Verteilung von Stadtblättern verstößt gegen das Gebot der Staatsferne der Presse

12.03.2019. Interview mit Michael Rath-Glawatz, Rechtsanwalt

Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes hatte in den vergangenen Wochen für Aufregung bei den Pressesprechern von Kommunen gesorgt: Amtsblätter dürfen Zeitungen keine Konkurrenz machen - für die kostenlos verteilten Publikationen der Kommunen gibt es klare Grenzen, so urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe (Az. I ZR 112/17 Ende Dezember 2018). Sie dürften zwar amtliche Mitteilungen veröffentlichen und über Vorhaben der Kommunalverwaltung und des Gemeinderats unterrichten. Aber, so betonte der BGH: "Unzulässig ist eine pressemäßige Berichterstattung über das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde; dieser Bereich ist originäre Aufgabe der lokalen Presse und nicht des Staates."
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Facebookseiten verkommen zu riesigen Echokammern

Facebookseiten verkommen zu riesigen Echokammern

von am 28.01.2019

Offener Brief an Online-Redaktionen und Journalisten

28.01.2019. Von Alex Urban, Leitung Aktionsgruppe #ichbinhier

Liebe Online-Redakteure bei reichweitenstarken Facebookseiten: So wird das nicht gutgehen!
Eure Kommentarspalten werden mit Desinformationen, Aufrufen zu Gewalt, aufhetzenden Kommentaren, Lügen und Verdrehungen geflutet. Es fehlen Klarstellungen! Vor allem aber fehlen Aufforderungen zur Unterlassung und das Sanktionieren von Beleidigungen und Beschimpfungen. Was soll denn das?
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Algorithmen und digitale Macht: Nicht Laissez-faire, sondern handeln

Algorithmen und digitale Macht: Nicht Laissez-faire, sondern handeln

von am 04.10.2018

4. Oktober 2018. Von Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland (LMS)

Braucht der mündige Verbraucher in der digitalen Welt noch eine Aufsicht und Regulierung, die ihn schützt? Kann Meinungsvielfalt in Gefahr sein, in einer Welt, in der jeder Medienanbieter werden kann und es – zumindest gefühlt – fast jeder ist. [mehr…]

<h4>Rundfunk:</h4> „Die lokalen Sender werden noch wichtiger“

Rundfunk:

„Die lokalen Sender werden noch wichtiger“

von am 18.07.2018

Große Akzeptanz von lokalen TV-Sendern und Bürgerradios in Thüringen

18.07.18 Interview mit Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)

Laut einer aktuellen Studie der TLM finden die lokalen privaten TV-Sender und Bürgerradios in Thüringen, die von der Landesmedienanstalt finanziell [mehr…]

<h4>Rundfunk:</h4> „Die Aufgaben wachsen“

Rundfunk:

„Die Aufgaben wachsen“

von am 16.07.2018

96 Prozent ihrer Nutzer schätzen die Deutsche Welle als glaubwürdige Quelle ein

16.07.18 Interview mit Peter Limbourg, Intendant der Deutschen Welle

Die Deutsche Welle ist dieser Tage 65 Jahre alt geworden und erreicht weltweit mehr Menschen als je zuvor. So konnte die Reichweite auf inzwischen 157 Millionen wöchentliche Nutzer weltweit gesteigert werden. Das sind knapp 60 Prozent Steigerung in den letzten vier Jahren. Bis 2021 soll [mehr…]

<h4>Rundfunk:</h4> „Die digitale Medienwelt bietet für Europa neue Chancen“

Rundfunk:

„Die digitale Medienwelt bietet für Europa neue Chancen“

von am 02.07.2018

Intendant des Saarländischen Rundfunks plädiert für europäischen Kommunikationsraum

02.07.18 Interview mit Thomas Kleist, Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR)

Nicht nur in Deutschland, auch in Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern wird intensiv über die Rolle und Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutiert. Die Analyse, dass sich die öffentlich [mehr…]

<h4>Rundfunk: </h4>Der aktuelle Auftrag ist ein Relikt der analogen Welt

Rundfunk:

Der aktuelle Auftrag ist ein Relikt der analogen Welt

von am 20.06.2018

Zehn Eckpunkte einer echten Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

20.06.18 Von Staatssekretär Dirk Schrödter (CDU), Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holsteins

Die Diskussion über den Auftrag, die Finanzierung und die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten schlägt immer höhere Wellen. Dabei kann es aber nicht allein – wie leider aber allzu oft - um die Frage gehen, ob der Beitrag [mehr…]