Kulturpolitik

Verlagsbranche soll gestärkt werden

Verlagsbranche soll gestärkt werden

von am 13.03.2019

Eine künftige Verlagsbeteiligung müsste deutlich unter 50 Prozent liegen

12. 03. 2019, Von Rechtsanwalt Christian Solmecke

Die Diskussion um die EU-Urheberrechtsreform ist in vollem Gange. Vornehmlich geht es um Artikel 13 und die Upload-Filter, auch über Artikel 11 und das Leistungsschutzrecht wird debattiert. Zu kurz kommt dabei ein anderer Artikel, der – anders als das vermeintliche Ziel der neuen Richtlinie – nicht die Stärkung der Urheber, sondern die der Verlagsbranche bezwecken möchte: Artikel 12. Was darin steht und was er bewirken soll, erfahren Sie in dieser ausführlichen Analyse.
„Artikel 12 zwingt die Autoren (die durchschnittlich nicht viel Geld verdienen) einen Teil ihres Einkommens mit ihren Verlegern zu teilen (die ein sehr viel höheres Einkommen haben). Man verteilt also quasi von den Armen zu den reichen“ – so in etwa schreibt es Julia Reda (Original engl., eigene Übersetzung der Redaktion), Gegnerin der jetzt beschlossenen Version der Reform des EU-Urheberrechts auf Twitter über die Pläne der EU, die Verlage wieder an den Einnahmen der Verwertungsgesellschaften zu beteiligen. Doch was steckt wirklich dahinter?
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„Geschichten, die die Menschen bewegen“

„Geschichten, die die Menschen bewegen“

von am 21.02.2019

Hessische Filmförderung unterstützt verstärkt Dokumentarfilme und preist Frankfurt am Main als attraktiven Drehort

21.02.2019. Interview mit Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer, HessenFilm und Medien GmbH

Die Film- und Medienförderung Hessens, die vor drei Jahren gegründet worden ist, ist mit einem Budget von 11,3 Millionen Euro ein mittelgroßer regionaler Förderer. Zu den Schwerpunkten der HessenFilm und Medien GmbH gehört die Förderung des Dokumentarfilms. In einem medienpolitik.net-Gespräch bewertet der Geschäftsführer Hans Joachim Mendig die Verwertungssituation deutscher Dokumentarfilme kritisch: Beim Fernsehen gäbe es einen hohen Quotendruck und die Kinobetreiber müssten hart kalkulieren, um ihr Überleben zu sichern. Dennoch sei das Fernsehen für den Dokumentarfilm weiterhin sehr wichtig und es müsste „auf jeden Fall mehr Sendeplätze“ geben. [mehr…]

„Erfolg lässt sich nicht allein an Zuschauerzahlen messen“

„Erfolg lässt sich nicht allein an Zuschauerzahlen messen“

von am 17.02.2019

Produzentenallianz weist pauschale Kritik der Kulturstaatsministerin zurück

17.02.2019. Interview mit Dr. Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz

Damit künftig mehr zugkräftige Filme aus deutscher Produktion auch mehr Zuschauer ins Kino locken, will Kulturstaatsministerin Monika Grütters gemeinsam mit der Branche die Verfahren und Strukturen der wirtschaftlichen Filmförderung diskutieren. Dies kündigte die Staatsministerin auf dem Deutschen Produzententag der Produzentenallianz in Berlin an. Grütters kritisierte, dass trotz gestiegener Fördermittel die Zahl der Kinobesucher und die Kinoumsätze rückläufig seien. Sie sehe ein gewisses Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag, zwischen dem massiven Ausbau der deutschen Filmförderung einerseits und der Strahlkraft des deutschen Films wie auch der Zahl deutscher Filmerfolge andererseits. Für die öffentliche Filmförderung stehe aktuell so viel Geld wie nie zuvor zur Verfügung, so Grütters. Dr. Christoph Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz wies die pauschale Kritik der Kulturstaatsministerin in einem medienpolitik.net-Gespräch zurück. [mehr…]

Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag

Missverhältnis zwischen Investition und Ertrag

von am 07.02.2019

Monika Grütters: Aufwand und Nutzen stehen bei der Filmförderung in keinem ausgewogenen Verhältnis

07.02.21019. Von Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Stellen Sie sich folgende Szene vor: ein Filmstudio in Hollywood; ein dunkler Saal, eine Leinwand, es läuft der Abspann eines deutschen Films. Das Licht geht an. Aus einem abgewetzten Sessel erhebt sich Steven Spielberg, um ihn herum sitzen frostig schweigend einige der großen amerikanischen Regisseure und Drehbuchautoren: „Warum“, fragt Spielberg, „warum macht ihr nicht solche spannenden und innovativen Streifen?“
Klingt nach einem schlechten Drehbuch?
In den 1930er Jahren soll sich, so zumindest erzählt es eine Anekdote
(Neue Osnabrücker Zeitung: „Aus dem Fundus der Deutschen Kinemathek“, 14.12.2018), Derartiges tatsächlich zugetragen haben. Es war der legendäre Produzent Irving Thalberg, der seine Leute einbestellt hatte, um ihnen Fritz Langs Thriller „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ zu zeigen und eben diese Frage zu stellen: Warum kommen solche Filme nicht von uns?
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<h4>Medienpolitik:</h4>„Die Zeit war reif“

Medienpolitik:

„Die Zeit war reif“

von am 10.12.2018

Kritik am Geschäftsmodell von Netflix

10.12.2018. Interview mit Stefan Arndt, Gesellschafter / Produzent von X-Filme

„Babylon Berlin“, die Gemeinschaftsproduktion von X Filme Creative Pool, ARD Degeto, Sky und Beta Film, hat ein Millionenpublikum gefesselt. Sie ist ein Meilenstein in der deutschen Fernsehgeschichte. Mehr als drei Millionen Zuschauer verfolgten die Serie auf Sky. Im Ersten sahen durchschnittlich fast fünf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die 16 Folgen, die einen Marktanteil von 15,9 Prozent erzielten. [mehr…]

<h4>Medienpolitik:</h4>Film-Produktionsunternehmen erzielen mehr Gewinn

Medienpolitik:

Film-Produktionsunternehmen erzielen mehr Gewinn

von am 04.12.2018

Zweite große Produzentenstudie veröffentlicht

4.12.2018. Die nach 2012 zweite große Studie zur deutschen Film- und Fernsehproduktionswirtschaft gibt nicht nur einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation der deutschen Produzenten, sondern beleuchtet auch die Folgen der gerade stattfindenden Umwälzung von linearem hin zu non-linearem Medienkonsum für die deutsche audiovisuelle Produktionswirtschaft.
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<h4>Medienpolitik:</h4> Vielfalt schützt vor der Einfalt der Populisten

Medienpolitik:

Vielfalt schützt vor der Einfalt der Populisten

von am 21.11.2018

Das Urheberrecht ist auch im digitalen Zeitalter unverzichtbar

21.11.2018. Von Prof Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien

In zwei Wochen wird uns der erste Advent wieder einmal daran erinnern, dass wir unsere Weihnachtsgeschenke eigentlich viel früher hätten besorgen wollen. Weil diesen schönen Vorsatz fast jeder hegt, aber fast niemand einlöst, boomt pünktlich zum Fest der Einzelhandel – und auch für die Kultur herrscht dann Hochkonjunktur [mehr…]

<h4>Filmpolitik:</h4>„Der Handlungs- und Wettbewerbsdruck ist immens“

Filmpolitik:

„Der Handlungs- und Wettbewerbsdruck ist immens“

von am 24.09.2018

Kinobetreiber erwarten Unterstützung durch das „Zukunftsprogramm Kino“

24.09.18 Interview mit Dr. Christian Bräuer, Vorstandsvorsitzender der AG Kino, Geschäftsführer der Yorck-Kino GmbH in Berlin und der Programmkino Ost GmbH in Dresden

Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Besucher in den deutschen Kinos deutlich zurückgegangen und der Gesamtumsatz spürbar gesunken. Insgesamt wurden in Deutschland von Anfang Januar bis Ende Juni 9,2 Millionen Tickets weniger (15,2{4ae5f2cfbae1b1bdedfa59fe4a07f58bb35532ad595a47938acbe0c93e3e4f45}) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum [mehr…]

<h4>Filmwirtschaft:</h4> Paradigmenwechsel in der Filmförderung

Filmwirtschaft:

Paradigmenwechsel in der Filmförderung

von am 21.02.2018

Ausrichtung der Förderung auf das Prinzip „Klasse statt Masse“

21.01.18 Beitrag von Dr. Christian Bräuer Vorstandsvorsitzender AG Kino – Gilde e.V.

Wir wünschen uns, dass die künftige Bundesregierung an den Errungenschaften der letzten Jahre anknüpft und sich auch weiterhin der gesellschaftlichen Bedeutung der Kultur- und Medienpolitik bewusst ist und diesen [mehr…]

<h4>Filmpolitik:</h4>„Wir brauchen starke, attraktive und moderne Kinos“

Filmpolitik:

„Wir brauchen starke, attraktive und moderne Kinos“

von am 14.02.2018

Produzentenallianz: Solche Kinos zusätzlich fördern, die mehr als 50 Prozent europäischer Produktionen spielen

14.02.18 Interview mit Christoph E. Palmer, Geschäftsführer der Produzentenallianz

Die Produzentenallianz verhandelt gegenwärtig um einen Ausgleich für längere Einstellfristen in die Mediatheken von ARD und ZDF. Eine Einigung in dieser Frage haben die Länder u.a. zur Bedingung für den neuen Telemedienauftrag [mehr…]