Social Media

„Durch Influencer Marketing rücken redaktionelle und werbliche Inhalte enger zusammen“

„Durch Influencer Marketing rücken redaktionelle und werbliche Inhalte enger zusammen“

von am 03.04.2019

Kritik an unterschiedlichen Anforderungen im Wettbewerbsrecht und Medienrecht bei Werbekennzeichnung

03.04.2019. Interview mit Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen)

Die Instagram-Influencerin Pamela Reif hat vor dem Landgericht Karlsruhe einen Prozess wegen Schleichwerbung verloren. Laut Urteil muss sie alle Erwähnungen von Marken, bspw. durch Hashtags, als Werbung kennzeichnen. Reif hatte argumentiert, sie unterscheide zwischen bezahlter Werbung und privaten Posts – das Gericht sah das anders. Das Landgericht Karlsruhe argumentierte in diesem Verfahren: „Der kommerzielle Zweck muss kenntlich gemacht werden.“ Reif, die sich auf Instagram vor allem mit Fitness- und Badebekleidung inszeniert, hatte erklärt, dass sie zwischen bezahlter Werbung für Produkte und privaten Posts trenne. Eine solche Trennung schloss das Gericht aber aus: „Das Geschäftsmodell basiert darauf, privat und geschäftlich zu vermischen“, so die Richter. [mehr…]

„Im Internet das Primat des Rechts wiederherstellen“

„Im Internet das Primat des Rechts wiederherstellen“

von am 02.04.2019

Schon heute bestimmt die Plattform die Grenzen der Freiheiten ihrer Nutzer

02.04.2019. Interview mit Dr. Ole Jani, Rechtsanwalt, Partner, CMS Hasche Sigle

Vor einer Woche hat das EU-Parlament der neuen EU-Urheberrechtslinie zugestimmt. Künftig sollen Urheber eine angemessene Beteiligung an der Verwertung ihrer Inhalte im Internet erhalten. Hauptadressaten sind dabei vor allem große Plattformen, deren Geschäftsmodell auf der bislang überwiegend unentgeltlichen Nutzung von Content basiert. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, ohne die Meinungsfreiheit einzuschränken und die Internet-Kreativität zu behindern, ist nach wie vor umstritten. Dr. Ole Jani, Rechtsanwalt der renommierten Kanzlei CMS Hasche Sigle und auf Urheberrecht spezialisiert, hält die Bedenken der Reformkritiker für unbegründet: „Die Nutzung fremder urheberrechtlich geschützter Werke hat mit Meinungsäußerung nichts zu tun. Der Upload eines fremden Videos auf YouTube ist keine Meinungsäußerung. [mehr…]

Countdown für                  neues EU-Urheberrecht

Countdown für neues EU-Urheberrecht

von am 25.03.2019

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Reform des Europäischen Urheberrechts

25.03.2019. Von Axel Voss, CDU, Rechtsanwalt, Mitglied des Europaparlaments, Verhandlungsführer des EU-Parlaments für die Reform des Urheberrechts

Die Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments über die Richtlinie zum Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt ist für Dienstag, 26. März 2019, ab 12 Uhr angesetzt. Davor ab 9 Uhr findet die Aussprache statt. Mittlerweile wurde auch die Abstimmungsvorlage veröffentlicht. In dem zur Abstimmung stehenden Dokument ist aus Artikel 11 nun Artikel 15 geworden, Artikel 13 wurde zu Artikel 17. Der Grund liegt in redaktionellen und nicht inhaltlichen Änderungen. Einige neu eingefügte Artikel wie Artikel 9a wurden in die normale Zählung aufgenommen. Zur Abstimmung liegen auch zahlreiche Änderungsanträge vor.
Die aktuelle Diskussion zur Reform des EU-Urheberrechts dreht sich vor allem um den bisherigen Artikel 13, bei dem es um die Haftung von kommerziellen Plattformen bei Urheberrechtsverstößen geht, und um Artikel 11, der die Rechte von Presseverlagen festlegen soll.
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„Geltendes Recht muss effektiv durchgesetzt werden“

„Geltendes Recht muss effektiv durchgesetzt werden“

von am 13.02.2019

Länder planen Regeln für Intermediäre, die eine Manipulation oder Diskriminierung meinungsrelevanter Inhalte ausschließen

13.02.2019. Interview mit Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen 

Bessere Medienkompetenz, starker unabhängiger Journalismus und effektiveres Vorgehen gegen strafbare Inhalte seien die besten Rezepte gegen Hassrede, Cyber-Mobbing und Desinformation in den sozialen Netzwerken. So lautet ein Ergebnis des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung 2018, den das Bundeskabinett Mitte Januar beschlossen hat. Medienpolitik.net hat in den vergangenen Wochen Bundes- und Landespolitiker nach einer Einschätzung dieses Berichts, der bei der Opposition viel Widerspruch ausgelöst hat, befragt. Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen betont im Zusammenhang mit einer im Bericht geforderten Regulierung von Intermediären, dass eine „steuernde Einflussnahme durch den Staat auf Inhalte darf dabei weder unmittelbar noch mittelbar erfolgen“ darf. [mehr…]

„Digitale Mündigkeit statt Manipulation“

„Digitale Mündigkeit statt Manipulation“

von am 06.02.2019

Thüringer Landesmedienanstalt bietet Medienbildung auch für Eltern und Lehrer an

06.02.2019. Interview mit Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)

Das PiXEL-Fernsehen in Gera ging 1998 als bundesweit erster Offener Kanal für Kinder und Jugendliche auf Sendung. In den 20 Jahren führten die Medienpädagogen 1.320 Projekte mit rund 21.500 Teilnehmenden durch. PiXEL ist eines von mehreren medienpädagogischen Projekten, die von der Thüringer Landesmedienanstalt initiiert und gefördert werden. Dazu gehörte auch der jüngste Fachtag „Let´s talk digital: Familien erreichen! Herausforderungen, Potenziale und Methoden für Medienarbeit in der Familie“. Für Jochen Fasco, Direktor der Thüringischen Landesmedienanstalt, ist die Dynamik der Medienentwicklung gegenwärtig die größte Herausforderung. [mehr…]

„Mit der Freiwilligkeit ist es nicht mehr weit her“

„Mit der Freiwilligkeit ist es nicht mehr weit her“

von am 30.01.2019

Medienintermediäre sollen zur Transparenz verpflichtet werden

30.01.2019. Interview mit Malte Krückels, Staatssekretär für Medien und Bevollmächtigter des Freistaats Thüringen beim Bund

Mitte Januar hat das Bundeskabinett den - überfälligen - Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung beschlossen. Die Bundesregierung sieht vor allem drei medienpolitische Schwerpunkte: „Erstens betrifft dies effektivere Maßnahmen in Bezug auf Hassrede, Desinformationen und Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken. Zweitens geht es darum, wie ein offener Zugang zu öffentlicher Kommunikation sichergestellt werden kann und wie die Regulierung Anreize zur Förderung bestimmter Medienangebote setzen kann. Drittens stellt sich die Frage, welche Aufgaben öffentlich-rechtliche Medien in Zukunft erfüllen sollen.“ [mehr…]

Facebookseiten verkommen zu riesigen Echokammern

Facebookseiten verkommen zu riesigen Echokammern

von am 28.01.2019

Offener Brief an Online-Redaktionen und Journalisten

28.01.2019. Von Alex Urban, Leitung Aktionsgruppe #ichbinhier

Liebe Online-Redakteure bei reichweitenstarken Facebookseiten: So wird das nicht gutgehen!
Eure Kommentarspalten werden mit Desinformationen, Aufrufen zu Gewalt, aufhetzenden Kommentaren, Lügen und Verdrehungen geflutet. Es fehlen Klarstellungen! Vor allem aber fehlen Aufforderungen zur Unterlassung und das Sanktionieren von Beleidigungen und Beschimpfungen. Was soll denn das?
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Das Gespräch mit den Kritikern führen

Das Gespräch mit den Kritikern führen

von am 24.01.2019

„Es geht um Demokratie“ ist der programmliche Leitgedanke des MDR in diesem Jahr

25.01.2019. Von Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR

2019 wird kein Jahr wie jedes andere werden. Es ist ein ereignisreiches Jahr und stellt Weichen: Am 6. Februar überträgt der Mitteldeutsche Rundfunk für das Erste Deutsche Fernsehen den Festakt anlässlich „100 Jahre Weimarer Nationalversammlung“. Am Abend folgt im gleichen Nationaltheater anlässlich 100 Jahre Bauhaus die öffentliche Premiere unseres Films „Lotte am Bauhaus“. Und es geht mit Ereignissen weiter: 70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre friedliche Revolution. Und: Es stehen zahlreiche Wahlen an: Auch in unserem Sendegebiet und in Europa. Alle diese Ereignisse verbindet ein Thema: „Es geht um Demokratie“.
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Wenn wir das können, schafft ihr das auch

Wenn wir das können, schafft ihr das auch

von am 15.01.2019

Warum eine prinzipienbasierte Regulierung für Medienintermediäre folgerichtig ist

15.01.2019. Von Dr. Holger Enßlin, Geschäftsführer Legal, Regulatory & Distribution von Sky Deutschland

Medienintermediäre in den Anwendungsbereich des Rundfunkstaatsvertrags mit aufzunehmen, ist folgerichtig. Warum? Weil Suchmaschinen, Social Media Plattformen, User Generated Content Plattformen und andere längst wesentliche Akteure bei der Nutzung audio-visueller Medien und bei der Erfüllung individueller Informationsbedürfnisse sind. [mehr…]

Algorithmen und digitale Macht: Nicht Laissez-faire, sondern handeln

Algorithmen und digitale Macht: Nicht Laissez-faire, sondern handeln

von am 04.10.2018

4. Oktober 2018. Von Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt Saarland (LMS)

Braucht der mündige Verbraucher in der digitalen Welt noch eine Aufsicht und Regulierung, die ihn schützt? Kann Meinungsvielfalt in Gefahr sein, in einer Welt, in der jeder Medienanbieter werden kann und es – zumindest gefühlt – fast jeder ist. [mehr…]