Studie

Online-Video ist keine Frage des Alters

Online-Video ist keine Frage des Alters

von am 22.09.2021

Convergence Monitor 2021: Podcast-Nutzung steigt stark an, YouTube fällt unter die 90-Prozent-Marke, Mediatheken werden relevanter

22.09.2021. Wenn die Deutschen Bewegtbildinhalte nach eigenem Gusto, sprich on Demand, abrufen, dann suchen sie bei kostenpflichtigem Video-on-Demand-Angeboten am häufigsten nach Unterhaltung: Mit 33,9 Prozent liegt die Nutzung von Serien, Filmen und Dokumentationen klar an der Spitze (2020: 30,7 Prozent). Immer wichtiger wird inzwischen aber auch der Sport: 7,2 Prozent (2020: 4,9) der Bewegtbildnutzer begeistern sich für Video-on-Demand-Content zu Fußball oder Formel 1. Der Pokal für den stärksten Nutzungsanstieg geht jedoch an die digitalen Audio-Inhalte, nachdem im Corona-Jahr 2020 vor allem Video-on-Demand-Angebote starke Zugewinne verzeichnen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Nutzung von Podcasts mit 42,6 Prozent erneut deutlich zugenommen (2020: plus 34,1 Prozent; 2019: plus 44,4 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt der Convergence Monitor 2021, den das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat.
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Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

von am 21.09.2021

German Entertainment & Media Outlook 2021-2025: Deutsche Entertainment- und
Medienbranche wächst weiter

21.09.2021. Die deutsche Entertainment- und Medienbranche verzeichnete im Jahr 2020 starke Umsatzeinbußen. Mit einem Rückgang von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag der Gesamtumsatz bei 55,4 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Umsatzrückgang in der Geschichte des German Entertainment & Media Outlooks. Wie asymmetrisch die Auswirkungen der Pandemie auf die einzelnen Segmente auch sind, für das Jahr 2021 ist bereits wieder ein Anstieg des Branchenumsatzes auf 59 Milliarden Euro zu erwarten. Bis 2025 sollen die Umsätze bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,5 Prozent auf 69 Milliarden Euro steigen. Zu diesen Ergebnissen kommt der „German Entertainment & Media Outlook 2021-2025" (GEMO) der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der GEMO ist die umfangreichste Studie zur Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland und wird seit 2002 von PwC erstellt und herausgegeben.
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„Fernsehkameraleute sind Urheber“

„Fernsehkameraleute sind Urheber“

von am 24.08.2021

Studie räumt Fernsehkameraleuten größere Chancen ein, für Verwertungsrechte angemessen vergütet zu werden

24.08.2021. Interview mit Frank Trautmann, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Fernsehkameraleute (BVFK)

Immer mehr Berufsgruppen im Medienbereich melden Ansprüche im Urheberrecht an. Auch Fernsehkameraleute können Urheber sein. Im modernen Verständnis der Bildgestaltung liege die Urheberschaft bei professionellen Bildaufnahmen typischerweise vor, und umgekehrt generieren professionelle Bildaufnahmen Urheberrechte. So das Fazit eines Gutachtens, das der Bundesverband der Fernsehkameraleute bei Professor Dr. Karl-Nikolaus Peifer, Direktor des Instituts für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität Köln, in Auftrag gegeben hat. Urheberverbände können beispielsweise gemeinsame Vergütungsregeln verhandeln und Schlichtungsverfahren hierzu führen. Für Urheber bestehen Ansprüche auf angemessene Vergütung, die zu Nachzahlungen für die genutzten Rechte führen können, wie es im Fall von Jost Vacano, dem Kameramann von dem Film „Das Boot“, der Fall war. Eine generelle Vorgabe, ob ein Bild Urheberrechtsschutz genießt oder „nur“ leistungsschutzrechtlich geschützt ist, existiert aber nicht. Es kommt auf den Gestaltungspielraum des Kameramanns an und wie dieser genutzt wird. Je mehr Gestaltungsspielräume genutzt werden und je ungewöhnlicher und individueller dies geschieht, desto eher besteht ein Urheberrecht. Die Juristen sprechen von Schöpfungskraft und grenzen die Tätigkeit dann vom rein handwerklichen Schaffen ab.
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„Nachwuchsförderung muss neu gedacht und ihr Stellenwert erhöht werden“

„Nachwuchsförderung muss neu gedacht und ihr Stellenwert erhöht werden“

von am 07.07.2021

Viele Nachwuchsfilmschaffende können von ihrem erlernten Beruf nicht leben

07.07.2021. Interview mit Alexandra Krampe, Produzentin und Saralisa Volm, Produzentin und Schauspielerin, Leiterinnen der Nachwuchssektion des Produzentenverbandes

Für den überwiegenden Teil der Nachwuchsfilmschaffenden ist es nach ihrem Studium an einer der sieben staatlichen Filmhochschulen nicht leicht, „den Lebensunterhalt mit dieser hauptberuflichen Tätigkeit als Produzent, Regisseur oder Drehbuchautor zu finanzieren“, das ist das Fazit einer Studie der Goldmedia Strategy Consulting, die der Produzentenverband im Rahmen des Filmfest München 2021 präsentierte. Nachwuchsfilmschaffende gaben wiederholt an, parallel verschiedene Berufe ausüben zu müssen. Besonders schwierig sei es für Frauen im Bereich Produktion: 71 Prozent der Männer stünden nur 38 Prozent der Frauen gegenüber, die in diesem Bereich mit ihrem Beruf ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Es handelt sich um die erste Studie, die sich mit dem Thema Nachwuchsförderung in Deutschland auseinandersetzt. Durch die differenzierte Betrachtung der Entwicklung der letzten 10 Jahre und der aktuellen Situation soll die "Nachwuchsstudie“ eine Grundlage für einen ergebnisorientierten Branchendialog bilden. Fragen an die Initiatorinnen der Studie, Alexandra Krampe und Saralisa Volm, die die Nachwuchssektion des Produzentenverbandes leiten, zur Situation des Nachwuchses und der Verantwortung der Branche.
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Vertrauen in Nachrichtenmedien gestiegen

Vertrauen in Nachrichtenmedien gestiegen

von am 30.06.2021

Fast die Hälfte der Internetnutzer erhält Falschinformationen zum Coronavirus

30.06.2021. Fast die Hälfte der erwachsenen Onliner in Deutschland (46 %) gibt an, innerhalb einer Woche falsche oder irreführende Informationen zu Covid-19 gesehen zu haben. Die größten Sorgen, auf Falschinformationen zum Coronavirus zu treffen, bestehen gegenüber Facebook (28 %) und Messenger-Apps (14 %) sowie gegenüber Aktivistinnen und Aktivisten als Absender (31 %). Journalistische Akteure spielen dabei aus Sicht der Befragten nur eine äußerst geringe Rolle (6 %). Das sind Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Report 2021, dessen deutsche Teilstudie vom Leibniz-Institut für Medienforschung in Hamburg durchgeführt wurde. Insgesamt basiert die Studie auf 92.372 Befragten aus 46 Ländern auf sechs Kontinenten.
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Mehr Hass im Netz im Corona-Jahr

Mehr Hass im Netz im Corona-Jahr

von am 04.06.2021

Neue Fakten zur Wahrnehmung von Hasskommentaren im Internet

04.06.2021. Mehr als drei Viertel der Deutschen erleben Hass im Netz. Das zeigen die neuesten Zahlen einer forsa-Studie zur Wahrnehmung von Hassrede im Internet im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW. Gleichzeitig steigt die Angst vor Hasskommentaren, aber auch die Wut über die Verfasserinnen und Verfasser solcher Kommentare. Die Landesanstalt für Medien NRW führt seit 2016 einmal jährlich eine Umfrage zum Thema Hate Speech bzw. Hasskommentare im Internet durch. In der aktuellen Umfrage 2021 geben rund drei Viertel der Befragten (76%) an, schon einmal Hate Speech bzw. Hasskommentaren im Internet begegnet zu sein. Zum Vorjahr stieg dabei der Anteil derjenigen von 34 Prozent auf 39 Prozent, die Hasskommentare sehr häufig oder häufig wahrnahmen – ein neuer Höchstwert. Der Anteil derer, denen kein Hass im Netz begegnet ist, liegt bei 22 Prozent. Dieser Wert entspricht dem aus der Umfrage in 2018.
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Die Hälfte der Jugendlichen ist nicht an News interessiert

Die Hälfte der Jugendlichen ist nicht an News interessiert

von am 29.04.2021

UseTheNews-Studie: Jugendlichen fehlt bei Nachrichten oft der Bezug zur Lebenswirklichkeit

29.04.2021. Eine bundesweite Studie offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen. Journalistische Angebote sind allerdings nur noch eine von vielen genutzten Informationsquellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die #UseTheNews-Studie „Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“, initiiert von dpa und der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Durchgeführt wurde die Studie vom Leibniz-Institut für Medienforschung. Die Hälfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem persönlichen Alltag. Das sagen beispielsweise in der Altersgruppe der 14- bis 17-Jährigen mehr als zwei Drittel der Nicht-Journalistisch Informationsorientierten (67 Prozent). In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sind es etwas weniger (59 Prozent). Aber auch bei den Journalistisch Informationsorientierten – also den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den stärksten Bezug zu klassischen Medien haben – ist der Wert in beiden Altersgruppen mit jeweils knapp 40 Prozent vergleichsweise hoch.
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„Man trifft einfach beim Surfen auf Informationen“

„Man trifft einfach beim Surfen auf Informationen“

von am 16.03.2021

Die 14-29-Jährigen verfügen über ein breites Informationsportfolio

16.03.2021. Interview mit Martina Winicker, Managing Directorin und Johanna Mihm, Projektleiterin, IFAK Institut

Die Mehrheit der 14- bis 29-Jährigen hat Interesse an aktuellen, politisch und gesellschaftlich relevanten Themen. Dazu zählen aktuell die Corona-Pandemie, aber auch Themen aus den Bereichen Politik, Umwelt und Klima. Soft News, beispielsweise Meldungen über Prominente, sind im Durchschnitt weniger relevant. Je älter die Befragten, desto höher ist das Bedürfnis nach Information und desto stärker ist das Interesse an gesellschaftspolitischen Themen. Klassische Medien spielen auch in der jungen Zielgruppe eine Rolle, aber mehrheitlich nicht mehr auf dem klassischen Verbreitungsweg. Das sind einige Ergebnisse der Studie „Always on – jung, digital und informiert?“ des IFAK-Instituts für die Medienanstalten zum Informationsverhalten der Generation Z während der Corona-Pandemie. Die Studie habe gezeigt, dass die bekannten klassischen Medienmarken als vertrauenswürdig bei den 14-29-Jährigen verankert seien, erläutert dazu die Projektleiterin Johanna Mihm in einem medienpolitik.net – Interview. Ihnen werde hohe Informationskompetenz und Seriosität zugeschrieben. Es werden altbewährte Angebote online genutzt, die aufgrund ihrer Bekanntheit und ihres Images als verlässliche Informationsquellen dienen.
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Breaking the News?

Breaking the News?

von am 02.03.2021

Politische Öffentlichkeit und die Regulierung von Medienintermediären

02.03.2021. Von Maximilian Gahntz, Katja T. J. Neumann, Philipp C. Otte, Bendix J. Sältz, Kathrin Steinbach

Die Bedeutung von Google, Facebook und Twitter für die Verbreitung und Sortierung von Informationen ist unverkennbar. Mit der Sperrung der Social-Media-Profile des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump im Januar 2021 hat die Frage nach dem Einfluss der großen Plattformen und Suchmaschinen noch einmal neue Brisanz bekommen. Mit ihrem globalen Aufstieg hat sich unser Informationsverhalten radikal gewandelt. Nachrichten tauchen nun oft nebenbei im individualisierten Newsfeed auf. Plattformen fungieren mit ihren Empfehlungsalgorithmen als mächtige Gatekeeper, gleichzeitig verändern neue Mechanismen der direkten Interaktion und Personalisierung die öffentliche Kommunikation. Die konzentrierte Marktstellung, die Dynamik von Hassbotschaften und die unzureichende Datensicherheit bieten Anlass für Forderungen nach einer rechtlichen Einhegung und Regulierung dieser globalen Akteure. Die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht die aktuellen Ansätze im Medienstaatsvertrag und im geplanten Digital Services Act. medienpolitik.net publiziert einen Ausschnitt aus der Studie.

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Angriff aus Hollywood

Angriff aus Hollywood

von am 01.03.2021

Was es für den deutschen Streaming- und Fernsehmarkt bedeutet, wenn Hollywood-Studios zu Konkurrenten werden

01.03.2021. Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau, Ricarda Schauerte, Niko Herborg, Veronika Schneid, Jun. Prof. Dr. Nico Wiegand

Mit dem Aufkommen von Video-Streamingdiensten hat sich die Medienlandschaft grundlegend gewandelt. Während TV-Sender Anfang der 2000er Jahre den Bewegtbildmarkt dominierten, sehen sich die Fernsehhäuser heute mit neuen Konkurrenten wie Netflix oder Amazon Prime Video konfrontiert. Mit Disney+ stieg Anfang 2020 ein weiterer namhafter Wettbewerber in das Streaminggeschäft ein – der erste Streamer „Made in Hollywood“, dem weitere Unterhaltungskonzerne folgen werden. In der Studie „Angriff aus Hollywood“ von Prof. Dr. Hennig-Thurau und Ricarda Schauerte vom Lehrstuhl für Marketing & Medien der Universität Münster in Kooperation mit der Unternehmensberatung Roland Berger und Juniorprofessor Nico Wiegand von der Universität Amsterdam, werden neuen Daten zu dieser für die klassischen TV-Sender problematischen Entwicklung dargestellt. Mit Blick auf den Markteintritt von Disney+ haben die Forscher herausgefunden, dass die Kannibalisierung des TV, aber auch der anderen Streamer weiter zugenommen hat, aber auch die Nachfrage nach Streaming gewachsen ist. Während die TV-Sender anscheinend die eindeutigen Verlierer sind, sind die Folgen für Netflix und Amazon zweischneidig. medienpolitik.net publiziert einen Teil der Studie.
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