Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Wettbewerbsfähigkeit und Vielfalt der Medien in Deutschland sichern

Wettbewerbsfähigkeit und Vielfalt der Medien in Deutschland sichern

von am 11.10.2021

Neue Bundesregierung muss Zukunft der audio- und audiovisuellen Medien als Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft aktiv gestalten

11.10.2021. Von Daniela Beaujean und Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUENT – Verband Privater Medien

Der VAUNET als Spitzenverband der audiovisuellen Medien in Deutschland vertritt eine Branche, die als enormer Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland für Umsätze von mehr als 13 Milliarden Euro, bei Einbeziehung der vor- und nachgelagerten Stufen ein Vielfaches dessen, steht. Und sie sind Teil der Kultur- und Kreativwirtschaft, deren wichtigsten Akteure sich gemeinsam mit dem VAUNET in der Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland (k3d) in einem offenen Bündnis zusammengeschlossen haben.
Radio und Fernsehen sind in Deutschland die meistgenutzten Medien und beliebteste Freizeitbeschäftigung. Die audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland stehen für redaktionelle Verantwortung sowie Achtung der Grundwerte und des Jugendschutzes. Sie handeln inklusiv und nachhaltig, ökologisch und sozialverträglich und bieten mit ihren Public Value Inhalten einen verlässlichen Gegenpol zu Desinformation im Netz.
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Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

Das Smartphone wird zum wichtigsten Gerät der Mediennutzung

von am 21.09.2021

German Entertainment & Media Outlook 2021-2025: Deutsche Entertainment- und
Medienbranche wächst weiter

21.09.2021. Die deutsche Entertainment- und Medienbranche verzeichnete im Jahr 2020 starke Umsatzeinbußen. Mit einem Rückgang von 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag der Gesamtumsatz bei 55,4 Milliarden Euro. Das ist der stärkste Umsatzrückgang in der Geschichte des German Entertainment & Media Outlooks. Wie asymmetrisch die Auswirkungen der Pandemie auf die einzelnen Segmente auch sind, für das Jahr 2021 ist bereits wieder ein Anstieg des Branchenumsatzes auf 59 Milliarden Euro zu erwarten. Bis 2025 sollen die Umsätze bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 4,5 Prozent auf 69 Milliarden Euro steigen. Zu diesen Ergebnissen kommt der „German Entertainment & Media Outlook 2021-2025" (GEMO) der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der GEMO ist die umfangreichste Studie zur Medien- und Unterhaltungsbranche in Deutschland und wird seit 2002 von PwC erstellt und herausgegeben.
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„Der Trend scheint ein Freund der Spartenkanäle zu sein“

„Der Trend scheint ein Freund der Spartenkanäle zu sein“

von am 20.09.2021

Zehn Jahre ZDFinfo – 1,7 Prozent Marktanteil und jährlich rund 500 Dokumentationen als deutsche Erstausstrahlung

20.09.2021. Interview mit Robert Bachem, Leiter des Programmbereichs „ZDFinfo, Gesellschaft und Leben“

Im September 2011 startete ZDFinfo als neu ausgerichteter ZDF-Digitalsender für Info-Mehrwert aus den Bereichen Geschichte, Wissen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und ist seitdem kontinuierlich auf Wachstumskurs: von 0,2 Prozent Marktanteil 2011 über 1,2 Prozent 2016 und 1,5 Prozent 2020 bis zum aktuellen Marktanteil von 1,7 Prozent. ZDFinfo zeigt jährlich rund 500 Dokus als deutsche Erstausstrahlung und gestaltet sein Programmangebot aus einem Repertoire von fast 5000 Dokus. ZDFinfo setzt verstärkt auf Doku-Mehrteiler und bietet als „Themenfernsehen“ in seinen Mehrteilern eine umfassende Aufarbeitung der Geschichten und Ereignisse. Im Oktober steht zum Beispiel die vierteilige Doku-Reihe "China versus USA – Clash der Supermächte" exklusiv auf dem ZDFinfo-Programm. „Das Kanalversprechen von ZDFinfo ist eindeutig. Egal, wann ich den Sender einschalte, finde ich dort hochwertige und spannende Dokumentationen, die nur durch Kurznachrichten unterbrochen werden“, sagt der Chef von ZDFinfo, Robert Bachem. Etwa 30 Prozent Dokumentationen seien vorher im ZDF gelaufen. Rund 70 Prozent seien eigens für ZDFinfo hergestellte Filme.
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„Wir haben einen klaren ‚Auftrag zum Auftrag‘“

„Wir haben einen klaren ‚Auftrag zum Auftrag‘“

von am 15.09.2021

Thüringen sieht die Beauftragung nur noch weniger Programme kritisch

15.09.2021. Fragen an Axel Wintermeyer (CDU), Chef der Hessischen Staatskanzlei und Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke), Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei Thüringens

Nach Auffassung von Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzleien mache die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts „eine Modernisierung des Auftrags noch dringender“. Damit will sich die Rundfunkkommission der Länder morgen in einer Sondersitzung erneut befassen. Das Karlsruher Urteil zeige, so Wintermeyer, sehr deutlich, dass die Länder den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks noch stärker in der digitalen Welt verankern müssten. Seiner Auffassung nach könnten die Länder nur die Rahmenbedingungen schaffen, den digitalen Wandel selbst müssen die Anstalten vollziehen.
Thüringens Minister und Chef der Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff, sieht die Beauftragung nur noch weniger Programme kritisch: „Wenn die Länder künftig nur noch wenige konkrete Angebote beauftragen und die Produktion eines Programms bestimmter Qualität und eine gesamthafte Ausrichtung sich am Allgemeinen der Gesellschaft orientiert, wird der Auftrag kein klares Preisschild mehr haben. Dann braucht es vielmehr klar Budgets, innerhalb derer die Anstalten selbst entscheiden können, wie sie ihren Auftrag am besten erfüllen können.“
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„Jetzt muss dringend Schwung in das Verfahren kommen“

„Jetzt muss dringend Schwung in das Verfahren kommen“

von am 14.09.2021

Brandenburg hält ein verändertes Procedere bei der Beitragsfestsetzung für möglich

14.09.2021. Fragen an Dr. Benjamin Grimm (SPD), Beauftragter für Medien und Digitalisierung Brandenburgs

„Mit der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss es den Ländern gelingen, die Zukunftsfähigkeit und damit die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Mediensystems zu sichern“, beschreibt Benjamin Grimm, Medienstaatssekretär in Brandenburg, die Aufgabe, vor der die Länder bei der Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks stehen. In diesem Sinne werde sich Brandenburg auch weiterhin für mutige Schritte bei der Flexibilisierung des Auftrags aussprechen. Jetzt müsse jedenfalls dringend Schwung in das Verfahren kommen. Es dürfe auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass die Länder den Richterspruch als Aufforderung zum Nichtstun begreifen. Das wäre ein fatales Signal und würde den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschädigen. Mit Blick auf die zweite Stufe der Reformdiskussion betont Grimm, dass die Verfassung nicht dazu zwinge, die politische Letztverantwortung für die Beitragsfestsetzung bei den Landesparlamenten zu belassen. Wohl aber binde sie die Länder – und das aus guten Gründen – an die Empfehlung der KEF zur Beitragshöhe und lasse nur unter engsten Voraussetzungen Abweichungen zu.
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„Den Reformkurs konsequent weiterverfolgen“

„Den Reformkurs konsequent weiterverfolgen“

von am 13.09.2021

Einige Länder wollen derzeitiges Verfahren der Rundfunkfinanzierung auf den Prüfstand stellen

13.09.2021. Fragen an Oliver Schenk (CDU), Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Sachsens und Rudi Hoogvliet (B90/Grüne), Staatssekretär für Medienpolitik und Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg beim Bund

Die Rundfunkkommission werde sich am 16. September mit den Konsequenzen aus dem Beschluss und der Begründung des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Juli 2021 befassen, so Oliver Schenk, Chef der Staatskanzlei Sachsens. Der Reformkurs müsse unbedingt fortgesetzt werden, das gelte für die Novellierung des Auftrages ebenso wie die Flexibilisierung der Programmbeauftragung. Das derzeitige, zähe und zeitintensive staatsvertragliche Verfahren zur Anpassung der Beauftragung einzelner Programme sei mit dem Urteil nicht mehr vereinbar, urteilt Schenk. Gleichzeitig sprach sich der sächsische Medienpolitiker für eine „Mehrheitsentscheidung in der Rundfunkkommission der Länder“ bei der Festsetzung des Rundfunkbeitrages aus. Nach der Novellierung des Auftrages sollte auch das derzeitige Verfahren der Rundfunkfinanzierung auf den Prüfstand gestellt werden.
Auch nach Auffassung von Rudi Hoogvliet, Medienstaatssekretär in Baden-Württemberg, müsse die Rundfunkkommission klären, inwieweit Änderungen am System der Festsetzung des Rundfunkbeitrags gesetzlich verankert werden sollten. „Wir dürfen nicht sehenden Auges in das nächste Verfahren beim Bundesverfassungsgericht laufen“, so Hoogvliet.
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„Dem Geist des Urteils gerecht werden“

„Dem Geist des Urteils gerecht werden“

von am 10.09.2021

Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist im Länderkreis weiter umstritten

10.09.2021. Fragen an Dr. Carsten Brosda (SPD), Senator für Kultur und Medien Hamburgs und Henrik Eitel (CDU), Chef der Staatskanzlei des Saarlandes

„Es ist weiterhin der richtige Weg, mehr Verantwortung in die Hände der Programmschaffenden zu legen und den Programmauftrag weiter zu flexibilisieren. Daran ändert sich nach der Entscheidung des BVerfG nichts. Bei der – unbestritten notwendigen – Diskussion über die Modernisierung und Anpassung von Ausspielwegen geht es für mich nicht in erster Linie darum, Kosten zu sparen“, so Dr. Carsten Brosda Hamburgs Senator für Kultur und Medien mit Blick auf die weiteren Verhandlungen in der Rundfunkkommission zu Auftrag und Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Hamburgs Mediensenator spricht sich erneut für das „bereits länger diskutierte Indexmodell“ aus, da damit die „regelmäßige Notwendigkeit einer (einstimmigen oder mehrheitlichen) Entscheidung der Ländergemeinschaft entfiele“. „Ob das gegenwärtige Verfahren beibehalten wird oder man Änderungen anstrebt, wird Gegenstand der 2. Stufe des vereinbarten Reformprozesses der Bundesländer sein. Es ist noch zu früh, um hier konkrete Aussagen zu treffen“, betont dagegen Henrik Eitel (CDU), Chef der Staatskanzlei des Saarlandes.
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„Es kommt auf die Anstalten an“

„Es kommt auf die Anstalten an“

von am 09.09.2021

Die staatlichen Vorgaben zum Auftrag dürfen von Grundrechts wegen nicht sehr detailgenau sein

09.09.2021. Fragen an Dr. Olaf Joachim (SPD), Staatsrat für Bundesangelegenheiten und Medienangelegenheiten, Entwicklungszusammenarbeit und Internationales, Bremens und Rainer Robra (CDU), Minister für Kultur und Chef der Staatskanzlei in Sachsen-Anhalt

Am 16. September wollen die für Medienpolitik Verantwortlichen Minister oder Staatssekretäre der Staatskanzleien der Länder über die die Konsequenzen beraten, die sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsberichtes für die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ergibt. Dr. Olaf Joachim, Staatsrat für Medienangelegenheiten Bremens erwartet, dass durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, Alleingänge, die die Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „ohne tragfähige Begründung“ in Fragestellen, zukünftig ausgeschlossen sind und zur Versachlichung der weiteren Debatte über Auftrag und Finanzierung beitragen wird. Nach Ansicht von Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts, haben die Rundfunkanstalten in Ausfüllung ihres Auftrages den maßgeblichen Einfluss auf die Höhe des Rundfunkbeitrags. Da die Karlsruher Richter festgestellt hätten, das die Formulierung des Auftrags von Grundrechts wegen nicht so detailgenau sein dürfen, dass sich daraus der Rundfunkbeitrag der Höhe nach ableiten ließe, komme es hier auf die Anstalten an.
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„Es muss sich etwas ändern, und das möglichst schnell“

„Es muss sich etwas ändern, und das möglichst schnell“

von am 06.09.2021

Schleswig-Holstein ist gegen eine Mehrheitsentscheidung oder Rechtsverordnung beim Rundfunkbeitrag

06.09.2021. Interview mit Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein

„Es ist ja nicht so, dass uns erst das Bundesverfassungsgericht auf die Idee gebracht hat, dass sich beim öffentlich-rechtliche Rundfunk etwas ändern muss. Schon seit Jahren wird im Länderkreis intensiv über die Zukunft des öffentlich-rechtliche Rundfunk diskutiert. Es gibt viele gute Vorschläge zur Modernisierung und Konkretisierung des Auftrags, die den Leitlinien des Bundesverfassungsgerichts entsprechen“, so Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein gegenüber medienpolitik.net. Trotzdem sei es dem Länderkreis bisher noch nicht gelungen, in wesentlichen Fragen Einigkeit zu erzielen. Schrödter setze seine Hoffnung darauf, dass alle Länder von der Deutlichkeit des Urteils des Verfassungsgerichts überzeugt werden könnten. Es müsse sich etwas ändern, und das möglichst schnell. Zugleich sprach sich der Medienpolitiker gegen die Anregung des Bundesverfassungsgerichts aus, die Beitragsentscheidung durch Rechtsverordnung treffen zu lassen oder eine Mehrheitsentscheidung zu er-möglichen. „Nur, weil etwas verfassungsrechtlich machbar ist oder für denkbar gehalten wird, ist es politisch längst nicht sinnvoll“, sagte Schrödter.
Medienpolitik.net hat mehrere Staatskanzleien gebeten, Fragen zum Beitragsurteil des BVerfG zu beantworten. Wir werden diese Antworten in den nächsten Tagen veröffentlichen.
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Die Generation Z besser informieren

Die Generation Z besser informieren

von am 01.09.2021

#UseTheNews - Gemeinschaftsprojekt verschiedener Medienhäuser für neue Nachrichtenangebote für die unter 30-Jährigen

01.09.2021. Wie informieren sich junge Menschen in Deutschland und wie entwickelt man zeitgemäße Nachrichtenangebote für die Generation Z? Mit dem Projekt #UseTheNews gehen Medien und Medienforschung der veränderten Nachrichtennutzung auf den Grund und entwickeln neue Informationsangebote speziell für unter 30-Jährige. Das jetzt veröffentlichte Playbook liefert zu diesem Thema wertvolle Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse. Herausgeber sind die dpa Deutsche Presse-Agentur und der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) unterstützt das Projekt.Neben Basiswissen über veränderte Einstellungen und Nutzungsgewohnheiten bietet das Playbook Inspiration und konkrete Handlungsempfehlungen für die Entwicklung neuer Nachrichtenangebote. Darüber hinaus gibt es Einblicke in den Stand einer zeitgemäßen Nachrichtenkompetenz-Vermittlung in Schulen. Im rund 150-seitigen Buch teilen über fünfzig Expertinnen und Experten ihr Wissen.
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