Plattformen und Aggregatoren

Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien

Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien

von am 07.02.2023

Für 78 Prozent der unter 30-Jährigen bieten soziale Netzwerke den schnellsten Zugang zu aktuellen Informationen

07.02.2023. Internetnutzung heißt mittlerweile auch Social-Media-Nutzung. 89 Prozent der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer ab 16 Jahren waren in den vergangenen 12 Monaten in sozialen Netzwerken unterwegs – das entspricht rund 54 Millionen Menschen. 80 Prozent haben aktiv Beiträge gepostet, Inhalte hochgeladen oder Kommentare geschrieben, 9 Prozent haben die Plattformen ausschließlich passiv genutzt, z.B. Beiträge gelesen, Bilder oder Videos angeschaut, ohne jedoch eigene Inhalte zu veröffentlichen. Die meisten bewegen sich regelmäßig auf den Plattformen: Für mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Nutzerinnen und Nutzer gehören soziale Netzwerke zum Alltag. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.032 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
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„Streaming und Fernsehen dürfen den Kinofilm nicht verwässern“

„Streaming und Fernsehen dürfen den Kinofilm nicht verwässern“

von am 02.02.2023

Verbänden und Institutionen der Filmwirtschaft fordern radikale Änderung der Filmförderung

02.02.2023. Die „Initiative Zukunft Kino und Film“ schlägt in einer Erklärung ein „grundsätzlich verändertes deutsches Filmfördersystem“ vor. Dabei geht es vor allem um den Kinofilm, dessen Förderung im FFG neu geregelt werden soll. Der Initiative gehören neun Verbänden und Institutionen der Filmbranche an: AG Animationsfilm, AG Kurzfilm, Bundesverband kommunale Filmarbeit, Bundesverband Regie, Crew United, Hauptverband Cinephilie, Verband der deutschen Filmkritik Sowie Zukunft deutscher Film. Drei Leitgedanken, so die Autoren, tragen dieses Papier: Die Filmkultur soll sich durch eine größere Vielfalt auszeichnen „sowohl eine Vielfalt der Herkünfte, der beteiligten Menschen vor und hinter der Kamera als auch eine Vielfalt der Stoffe, der Dramaturgien, der Längen, Formate und Gattungen sowie der Asthetiken.“ Die künstlerischen und wirtschaftlichen Kriterien der Förderung sollen „unzweideutig“ voneinander unterschieden werden. Bei der Bewertung und Entscheidung über Förderanträge sollen diese Kriterien „nicht gegen einander ausgespielt“ werden können. Bei der Förderung von Kinofilmen sollten zudem Einflüsse durch Fernsehsender und Streaming-Dienste auf ein Minimum begrenzt werden. „Sie dürfen den Kinofilm nicht verwässern.“
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„Wir müssen in Europa Grundsätze von Medienvielfalt verankern“

„Wir müssen in Europa Grundsätze von Medienvielfalt verankern“

von am 31.01.2023

Produzenten und Rundfunkveranstalter wollen ihre Interessen in Brüssel stärker durchsetzen

31.01.2023. Fragen an Björn Böhning, Geschäftsführer der Produzentenallianz und Prof. Dr. Stephan Ory, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR)

„Die EU hat ein wichtiges Signal gesendet – Deutschland muss die Chance nun ergreifen“, sagt Björn Böhning, Geschäftsführer der Produzentenallianz mit Blick auf Investitionsverpflichtungen von Plattformen in die Filmwirtschaft in anderen EU-Staaten. Gerade in Deutschland herrsche ein Missverhältnis zwischen den weltweiten Programminvestitionen der global operierenden On-Demand-Dienste und deren in Deutschland investierten Programmausgaben. Deutschland müsse dem Beispiel Frankreichs mit der dort bereits geltenden Investitionsverpflichtung folgen, wonach 25 Prozent des Umsatzes in die Herstellung europäischer audiovisueller Werke durch überwiegend unabhängige Produktionsfirmen investiert werden müssten. Beim European Media Freedom Act (EMFA), so Stephan Ory, Geschäftsführer der APR, stehe viel für die mitgliedsstaatliche Medienordnung auf dem Spiel. Ob Fundamentalopposition angesichts der laufenden Entwicklungen in Brüssel am Ende sinnvoll sei, darf bezweifelt werden. Es wird darum gehen, Grundsätze von Medienvielfalt zu verankern und der mitgliedsstaatlichen Umsetzung weitesten Raum zu eröffnen, um gewachsene Strukturen gerade im lokalen und regionalen Bereich nicht zu beschädigen.
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„Auch die Medienpolitik ist volatil geworden“

„Auch die Medienpolitik ist volatil geworden“

von am 25.01.2023

Verlage fordern zuverlässige und faire Rahmenbedingungen, die ein ökonomisch erfolgreiches, verlegerisches Handeln möglich machen

25.01.2023. Fragen an Sigrun Albert, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV)

Nachrichtenmedien leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Meinungs- und Pressefreiheit, zur Diskussionskultur und damit zur Stärkung unserer Demokratie, sagt Sigrun Albert, Hauptgeschäftsführerin des BDZV. Zu den medienpolitischen Themen für 2023 zählt sie faire Wettbewerbsbedingungen im Zusammenspiel mit den internationalen Plattformen sowie
fairen Wettbewerbsbedingungen im Zusammenspiel mit den öffentlich-rechtlichen Medien, insbesondere deren digitalen Textangeboten. Die Grundlagen einer wirtschaftlich starken Presse sollten bei allen politischen Entscheidungen (z.B. im Datenschutz oder bei der Regulierung von Werbung) berücksichtigt werden. Das betreffe auch Vorhaben der EU wie den European Media Freedom Act. Die bereits geltenden Gesetze wirkten sich bereits heute „teilweise erheblich“ auf die Mitglieder aus, auch von den geplanten Gesetzen sei das zu erwarten.
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Für das Kino die Zukunft gestalten

Für das Kino die Zukunft gestalten

von am 18.01.2023

Das FFG muss auf die Veränderung der Märkte im Sinne des Kinos reagieren

18.01.2023. Von Johannes Klingsporn

Wenn es nicht gelingt, höher budgetierte deutsche Kinofilme kontinuierlich herzustellen und zu verwerten, hat das Kino in der Fläche keine Zukunft. Wir brauchen einen Masterplan, der die besonderen Herausforderungen bei der Finanzierung und Refinanzierung der Herstellung und Vermarktung antizipiert und konkrete Vorschläge unterbreitet und dabei auch nicht davor zurückschreckt, die bestehenden Projekt-Kommissions-Strukturen grundsätzlich in Frage zu stellen. Auch in den nächsten Jahren wird es keine eindeutige Antwort auf die Frage geben, ob Streaming die Kaskaden Auswertung von Kinofilmen ersetzt oder ob Streaming Pay TV oder Free TV zu Nischenmärkte pulverisiert oder nicht. Die Märkte für Filmnutzungen werden absehbar – im Hinblick auf FFG-Laufzeiten – volatil und unwägbar bleiben. Deshalb muss das FFG jetzt mit anderen Schwerpunkten und ergänzt um weitere Förderinstrumente jenseits des FFG umgesetzt werden.

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Es sind dringend neue Regulierungskonzepte für den Onlinebereich erforderlich

Es sind dringend neue Regulierungskonzepte für den Onlinebereich erforderlich

von am 05.12.2022

Sicherung der Meinungsvielfalt: Von linearem TV bis zu digitalen Medienplattformen

05.12.2022. Von Prof. Dr. Georgios Gounalakis, Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), Professur für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Medienrecht an der Philipps-Universität Marburg

Das Mediennutzungsverhalten ändert sich. Die Digitalisierung spielt in immer mehr Lebensbereichen eine zunehmend bedeutende Rolle. Dies hat auch deutliche Auswirkungen auf die Mediennutzung, welche sich ebenfalls zunehmend in den Onlinebereich verlagert, vor allem bei den jüngeren Nutzerinnen und Nutzern. Die Veränderungen sind messbar und erheblich: Im Gegensatz zu den Tagesreichweiten von Video-, Audio- und Textangeboten, die sich im Zeitraum 2019 bis 2021 insgesamt nur geringfügig geändert haben, fällt beim „medialen Internet“ eine deutliche Entwicklung nach oben auf. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ab 14 Jahren nutzt inzwischen pro Tag Medieninhalte auch oder ausschließlich über das Internet (2021: 55%; 2019: 44%). Noch stärker ist die Nutzungsdauer von Video-, Audio- und Textangeboten über das Netz angestiegen. Sie liegt in der Bevölkerung ab 14 Jahren mittlerweile bei 136 Minuten täglich, eine Steigerung um mehr als 50 Prozent. In den jüngeren Altersgruppen liegen die Zahlen erwartungsgemäß noch deutlich höher: Bei den 14- bis 29-Jährigen beträgt die Tagesreichweite der Mediennutzung über das Internet 87 Prozent und die Nutzungszeit liegt bei 269 Minuten pro Tag (2019: 201 Minuten).

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Viel Schatten! Viel Licht?

Viel Schatten! Viel Licht?

von am 29.11.2022

Vielfaltsbericht der Medienanstalten - Transparenzregulierung bei Medienintermediären

29.11.2022. Von Eva-Maria Sommer, Dr. Matthias Försterling und Vanessa Manansala

Kein Tag ohne. Ja, wir tun es. Wir alle nutzen sie. Soziale Netzwerke, Suchmaschinen und Video-Sharing-Dienste sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Nicht nur um den Kontakt zu Verwandten und Freunden zu halten sind sie von enormer Bedeutung, sondern auch, um die Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen zu ermöglichen: Sie sind der Zugang zu Informationen in einer digitalen Welt. Die Entwicklung hin zu einer immer digitaleren Welt schreitet munter voran: Dies belegen nicht zuletzt die Ergebnisse der Mediengewichtungsstudie 2022-I der Medienanstalten. Sie ermittelt bereits seit 2016 die Bedeutung von Fernsehen, Hörfunk, Tageszeitungen, Zeitschriften und Internet für die Meinungsbildung der Bevölkerung und ist ein wichtiger Gradmesser für unsere Regulierungspraxis. Die Zahlen sprechen für sich: An einem Durchschnittstag nutzen 58,4 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre Google, etwa jeder Dritte YouTube, jeder Vierte Instagram und Facebook. Noch deutlicher ist das Bild bei den 14- bis 29-Jährigen: Von ihnen nutzen 81 Prozent Google, 71 Prozent YouTube, etwa 2/3 Instagram täglich.
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Verantwortungszuweisung durch das Recht

Verantwortungszuweisung durch das Recht

von am 21.11.2022

Medienintermediäre müssen durch eine gemeinwohlorientierte Regulierung in die Pflicht genommen werden

21.11.2022. Von Prof. Dr. Jürgen Kühling, LL.M., Universität Regensburg und Vorsitzender der Monopolkommission

„Die gemeinwohlorientierte Regulierung der Medienintermediäre ist essentiell, wollen wir, um mit Jürgen Habermas zu sprechen, den „deliberativen Charakter der öffentlichen Willens- und Meinungsbildung“ sichern, der, so möchte ich betonen, für den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung essentiell ist“ stellt Prof. Dr. Jürgen Kühling, LL.M, Vorsitzender der Monopolkommission, in seiner Keynote auf dem Symposium anlässlich des 25-jährigen Bestehens der öffentlich-rechtlichen Abteilung des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster fest. Das jahrelange regulatorische Phlegma sei Folge eines Gemischs fundamentaler Missverständnisse gewesen. Die extreme gesellschaftliche Bedeutung der Medienintermediäre wurde unterschätzt, ihr grundlegender Unterschied zum Vertrieb sonstiger Produkte und „einfacher“ E-Commerce-Angebote verkannt. Eine ausgesprochene Naivität gegenüber den gebotenen Schutzmechanismen in allen gesellschaftlichen Subsystemen, und auch in der Wissenschaft, seien der Nährboden für ein jahrelang insuffizientes Recht gewesen. Schritt für Schritt erkämpfe sich das Recht aber seine Herrschaft zurück und nehme die Medienintermediäre in die Pflicht.

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Accounts klassischer Nachrichtenanbieter werden von Jugendlichen geschätzt

Accounts klassischer Nachrichtenanbieter werden von Jugendlichen geschätzt

von am 01.11.2022

Studie: Social Media Content Creators aus Sicht ihrer jungen Follower

01.11.2022. Jugendliche und junge Erwachsene folgen gezielt Influencern und anderen Accounts in sozialen Medien, um sich zu unterhalten, zu informieren oder um mitreden zu können. Social Media Content Creators auf Instagram, TikTok und anderen Plattformen erfüllen dabei unterschiedliche Funktionen für verschiedene Nutzungsmotive und tragen wesentlich zur Meinungsbildung bei. Accounts einzelner Persönlichkeiten bieten Orientierung und haben wichtige Identifikations- und Vorbildfunktionen für ihre jungen Follower. Auch die Accounts klassischer Nachrichtenanbieter werden geschätzt und genießen bei jungen Menschen Vertrauen, weil sie als unabhängig und seriös gelten. Dies sind Ergebnisse einer Studie des Hamburger Leibniz-Instituts für Medienforschung im Rahmen des Projekts #UseTheNews, das in Kooperation mit der dpa, Verlagen sowie öffentlichen-rechtlichen und privaten Rundfunkanbietern die Nachrichtenkompetenz junger Menschen fördert.
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„Wir wollen ein lebendiges, kreatives Netzwerk bilden“

„Wir wollen ein lebendiges, kreatives Netzwerk bilden“

von am 27.10.2022

ARD Kultur aus Weimar soll die Kulturinhalte der ARD-Anstalten auf einem Online-Portal bündeln

27.10.2022. Interview mit Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR

ARD Kultur ist gestern mit dem Portal ardkultur.de gestartet. ARD Kultur steht zukünftig auch für den Aufbau eines kulturellen Gemeinwohlnetzwerkes. Auf der Webseite ardkultur.de werden vielfältige Kulturinhalte der ARD Mediathek und ARD Audiothek nach Themenbereichen kuratiert sowie neue innovative, digitale Produktionen präsentiert. Ein Navigator führt die Nutzerinnen und Nutzer durch das reichhaltige Kulturangebot. Die Gemeinschaftseinrichtung ARD Kultur ist unter Federführung des Mitteldeutschen Rundfunks in Weimar angesiedelt. ARD Kultur wird auf seinem Portal Kulturinhalte für alle Altersgruppen anbieten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Team von ARD Kultur, gemeinsam mit den ARD Landesrundfunkanstalten und anderen öffentlich-rechtlichen Partnern auch neue digitale Inhalte produzieren, die sich besonders an Menschen zwischen 30 und 50 Jahren richten. Alle Erkenntnisse und Erfahrungen sollen in den derzeit laufenden Drei-Stufen-Test für ARD Kultur einfließen. Das Jahresbudget von ARD Kultur beträgt fünf Mio. Euro. Fragen zur neuen ARD-Gemeinschaftseinrichtung an Karola Wille.

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